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Tagesarchive: 11. Juli 2011
Wege zur Musik: „The Feelies“
„Was wird das denn jetzt?“ Wohl an kaum eine zweite Situation, in der mir mein musikalischer Ziehvater eine Schallplatte vorstellte, kann ich mich genauer erinnern, als eben jene, in der er „The Feelies-Crazy Rhythms“ aus der Reihe zog.
Er hatte kein Regal, ging jedoch seit jeher äußerst pfleglich mit seiner Woche um Woche um fünf Scheiben (mindestens) wachsenden Sammlung um. Mit 16 Jahren hatte er es damit schon auf gut eineinhalb Meter Musik gebracht, und sein Spektrum war klar definiert. Wir kannten uns erst ein paar Monate, es war die Zeit von Dischord, Rough Trade und SST, noch lang kein Nirvana in Sicht, obgleich das Album „Bleach“ auf dem Markt war und natürlich schon seinen Platz in Mikes Reihe hatte. Da waren die „Minutemen“ und die neuformierten „fIREHOSE“, da waren auch Jugendsünden wie „Die Kreuzen“, doch über „NoMeansNo“, „The Descendents“, „The Silos“ reichte es hinüber bis zu den „Fellow Travellers“.… Weiterlesen
„Extraschicht“ goes anywhere
Es ist wirklich ein ureigenes Ruhrgebietsereignis, was weltweit bekannt sein könnte, ein Magnet für Wochenend-Tourismus und Städtereisende. Es ist eine einmalige Landschaft, die man – ausgerüstet mit Rucksack und Imbiss – erforschen kann, wenn man sie denn nicht schon kennt. Der Auswärtige staunt über die vielen „Spielorte“, die post-industriellen Nutzungen ehemaliger Klischeeträger, Zechen, Stahlwerke, Rost. Man fährt kostenlos durch die Gegend in Extra-Extraschicht-Bussen und merkt nicht, wie unsagbar schlecht der Öffentliche Nahverkehr in dieser Region unumkehrbar festgeschrieben ist. Plan in der einen, Mann, Frau oder Kind an der anderen Hand geht man auf Erkundungsreise. Und dann noch bei gutem Wetter! „Unvergesslich“, sagt die Frau aus Koblenz. „Ich kann bei meiner Cousine in Essen übernachten.“
Fragen Sie fern der Heimat mal in einem Reisebüro nach einem Extraschicht-Paket.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Kultur an sich, Region Ruhr, Stadt Land Fluss
Verschlagwortet mit Extraschicht, Ruhrgebiet
Ein Kommentar
Ich bin Raucher und Querulant!
Ich bin empört! Da saust mir der unsägliche Begriff „Wutbürger“ um die Ohren. Aber eins nach dem anderen.
Der Gesundheitsterror geht weiter. Wir werden reguliert! Alles, was krank macht, wird ausgelöscht. Die Grüne Partei entwickelt sich weiter zur Weltrettungsvereinigung, deren einziges Ziel es ist, die Selbstbestimmung des Menschen zu reduzieren, die Freiheit weiter runterzuregeln. Und das alles unter dem Mantel der Gesundheit und der Umwelt. Gesund – was ist das? Rein und sauber? Was macht krank? Alles, wenn man täglich Zeitung liest oder andere Medien verfolgt. Essen ist ungesund, trinken sowieso, atmen gar, je nachdem wo wir uns befinden und welche Verunreinigungen gerade unterwegs sind. In den USA gibt es Orte, da werden junge Leute ins Gefängnis gesteckt, weil sie auf der Straße geraucht haben.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse
Verschlagwortet mit Alkohol, Gesundheit, Nichtraucher, Raucher, Sucht
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Das wandernde Tagebuch
Wie man dazu kam, wer weiß das schon?
Im Nachhinein kann man viel behaupten,
tut es dann vielleicht auch,
weil es mit der Erinnerung nicht soweit her ist.
Kurze Erinnerung.
Kleine Festplatte, auch genannt Hirn.
Aber immer behaupten, man wüsste es.
Ach, Frau Koch-Mehrin, damals bei Plasberg.
Und was kam noch alles danach,
vom Davor ganz zu schweigen.
Koch-Mehrin, was für ein Name !
Plötzlich tauchte die auf.
Blond und langbeinig, kein Mutter-Typ wie U.v.d.L. –
hier gemeint der Mutter-Typ des neuen Jahrtausends,
also nicht: Mütter aller Länder vereingt euch! –
das ist längst Vergangenheit.
In der Vergangenheit sitzt auch Camus und ruht.
Der gute Albert.
Oh Tipasa.
„Hochzeit des Lichts“
Und dabei ist es so finster…
Eine erschreckende Dunkelheit herrscht in deutschen Talkshow-Studios.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Alltag, Gesellschaft & Soziales, Literatur, Medien, Politik und so, Psychologie & Seelenleben, Wahnwitz, Wirtschaft & Geld
Verschlagwortet mit Geselschaft, Journalismus, Politik
Ein Kommentar
Teil einer Massenbewegung sein
Wollten Sie schon immer Teil einer Massenbewegung sein? Nein? Ich auch nicht. Dann ist eine „Kritische Masse“ sicher genau das Richtige. Am Wochenende gab es in Dortmund Gelegenheit, auszuprobieren, wie es sich anfühlt: Critical Mass!
Was das sein soll? Das kann wikipedia besser erklären: „Critical Mass (Kritische Masse) ist eine international verwendete Aktionsform, bei der sich mehrere nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer scheinbar zufällig und unorganisiert treffen, um mit gemeinsamen und unhierarchischen Protestfahrten durch Innenstädte mit ihrer bloßen Menge und ihrem konzentrierten Auftreten auf ihre Belange und Rechte gegenüber dem motorisierten Individualverkehr aufmerksam zu machen.“
Kurz gesagt, Critical Mass ist eine Demonstration auf dem Fahrrad für das Fahrrad, wobei die Demonstranten weder Forderungen auf Plakaten erheben noch lautstark skandieren, sondern höchstens dann und wann ihre Klingel betätigen.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse, Gesellschaft & Soziales, Leibesübungen, Region Ruhr, Unterwegs, Utopien & Dystopien
Verschlagwortet mit Critical Mass, Dortmund, Fahrrad
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