Tagesarchive: 1. Mai 2014

Wirt vom „Blauen Bock“: Die Fernseh-Legende Heinz Schenk ist tot

4011528311024 140432 CD Heinz Schenk Froehlich Eingeschenkt.„Alles kann der Mensch sich kaufen – nur keine Zeit.“ Heinz Schenk, die hessische Fernsehlegende („unser David Bowie“, wie die Rocker von Rodgau Monotones ihn liebevoll tauften), hatte viel Lebenszeit genossen, als er am 1. Mai 2014 im Alter von 89 Jahren einschlief.

Der unverkennbare Hessekopp, breit lachend, unüberhörbar singend, deftig witzelnd und aufmunternd gestikulierend, er gehörte zur Fernsehunterhaltung der Frühzeit – wie Kulenkampff, Peter Frankenfeld oder Heinz Erhardt. Eben nur hessisch, mit Bempel, Äbbelwoi und Lustigkeit. Sicher war alles nicht so feinsinnig, aber wenn samstags der Intro-Gesang „Zum blauen Bock, beim Äppelwoi, da lass Dich ruhig nieder ..“ erklang, dann war für die Eltern das Wochenend-Pflichtprogramm eröffnet.

Den kleinen Heinz zog es schon als Kind an die Rampe, genauer in die Bütte, darin Hessen Reden schwingen, wenn der Karneval Humor zur Bürgerpflicht macht. Dann unterhielt der begabte Jüngling die Gästinnen und Gäste des Mainzer Frauenchor-Karnevals gar trefflich. Das früh entdeckte Talent ließ er aber erstmal schlummern, schloss am Bischöflichen Willigis-Gymnasium die Schulzeit ab und stürzte sich in eine Lehre beim Wiesbadener Kaufhaus Krüger & Brandt, Fachabteilungen Teppiche und Gardinen.

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