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Schlagwort-Archive: Aquarelle
Berg & Klammern, Bus & Eile
Bisher: Herr Scherl, Held unserer Erzählung, will seit Tagen eine nötige social-media-Pause machen, er kommt aber nicht dazu, weil immer was dazwischen kommt (für dieses »zu – zwi« müßt man (=ich) mal was erfinden. Nà, heut nicht mehr). Zu Anfang dieser Aufzeichnungen weilt er nach einem Arzt-(genauer: Ärztin-)besuch (nur was abholen, da muß man sich ja wegen jedem Mist selber materialisieren) wie immer in der Eisdiele seiner Wahl, wo er, wie immer, zeichner- und soziologische Studien betreibt.
Klar, Wohlstand usw usf, wie immer. Faules Künstlerpack – nix arbeiten, aber immer Pause machen und rauchen und immer Kaffee saufen. Oder noch Schlimmeres! Jaja… (ja – ich weiß, was »jaja« heißt, deswegen schreib ichs ja hin)… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Alltag, Gesellschaft & Soziales, Literatur, Philosophie, Sprache, Unterwegs, Wahnwitz, Warenwelt & Werbung
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Bleierne Zeit im Museums-Bunker – Kunsthalle Recklinghausen zeigt Arbeiten von Joachim Bandau
Von Bernd Berke
Recklinghausen. Auch dies ist ein Weg, die Skulptur vom hehren Sockel zu holen: Wenn man sie einfach auf Rollen setzt und damit signalisiert, dass dies alles jederzeit ins Gleiten geraten könnte.
Joachim Bandau (1936 in Köln geboren) hat seit den bewegten späten 60er Jahren solche im Prinzip mobilen Plastiken gefertigt. Doch sein Werk umfasst auch hermetische, gleichsam still in sich gekehrte und starr wirkende Fügungen aus Blei und Stahl.
Einen Querschnitt durch derlei Vielfalt dokumentiert jetzt mit einer „Gegenüberstellung“ (Untertitel) von Skulpturen und Schwarz-Aquarellen die Bandau-Retrospektive in der Kunsthalle Recklinghausen. Gerade dieser Weltkriegs-Bunkerbau am Bahnhof ist ein passendes Gehäuse für des Künstlers strenge Bunker-Bilder aus den späten 70er Jahren. Sie leiten sich nicht nur aus der fortwährenden Kriegsangst Bandaus her (als Kind durchlitt er schreckliche Bombennächte in Kellern), sondern vermitteln wohl auch etwas von der mulmigen Gefühlslage jener „bleiernen Zeit“ des RAF-Terrorismus um 1977.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Aquarelle, Gegenüberstellung, Joachim Bandau, Kunsthalle, Recklinghausen, Skulpturen
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Die hohe Kunst des flüchtigen Augenblicks – Aquarelle und Zeichnungen von Gerhard Richter in Krefeld
Von Bernd Berke
Krefeld. „In Köln hätte ich diese Bilder nicht zeigen wollen. Dort werden doch nur große Kunst-Spektakel geboten.“ Das sagt ausgerechnet der weltweit am höchsten gehandelte lebende Künstler, Gerhard Richter. Ganz so, als sei er nicht jederzeit für Aufsehen gut.
Trotzdem hat er Recht. Als seinen Hauptberuf hat Richter (68) stets die Herstellung von Ölbildern bezeichnet. Jetzt zeigt das Krefelder Kaiser-Wilhelm-Museum die Resultate zweier „Nebenbeschäftigungen“: Aquarelle und Zeichnungen. Also kleinere, „leisere“, intimere Stücke, mithin nicht so geeignet für die landläufige „Event“-Kultur. Aber ein Ereignis im Sinne einer stillen Sensation ist diese Schau allemal.
Wie eine Befreiung von Düsternis
Malerisches und zeichnerisches Werk laufen bei Richter nahezu unverbunden nebeneinander her, ohne nennenswerten gegenseitigen Einfluss. Die Zeichnungen sind keine Vorstudien, die Gemälde also nicht deren reife Früchte.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Aquarelle, Gerhard Richter, Kaiser-Wilhelm-Museum, Krefeld, Zeichnungen
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Was ist echt, was ist falsch? – Vom Unbekannten mit Schlapphut und der Essener „Jawlensky-Ausstellung“
Von Bernd Berke
Essen. Ein richtiger kleiner Kunst-Krimi verbirgt sich hinter der neuen Ausstellung im Essener Folkwang-Museum. Man stelle sich vor: Da tauchte vor Jahren ein anonymer Herr mit tief ins Gesicht gezogenem Schlapphut auf und führte dem deutschen Markt Hunderte von Aquarellen des modernen Klassikers Alexej von Jawlensky (1864-1941) zu. Von der Existenz einer solchen Werkgruppe hatte bis dato auch die Fachwelt nichts gewußt oder auch nur geahnt.
Spurlos ist der „große Unbekannte“ mit dem Schlapphut dann wieder verschwunden – und er hat ein bisher ungelöstes Rätsel hinterlassen: Sind die angeblich zwischen 1906 und 1920 entstandenen Aquarelle echt, oder handelt es sich um raffinierte Fälschungen?
Die Frage konnte nicht einmal naturwissenschaftlich geklärt werden. Stichprobenartige Materialuntersuchungen (Papier- und Farbsorten usw.) ergaben zwar keine Hinweise auf Fälschungen, doch die Herkunft des Riesenkonvoluts von 600 Aquarellen (waren sie in Revolutions- und Kriegswirren versteckt worden?)… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Alexej von Jawlensky, Aquarelle, Echtheitsfrage, Essen, Fälschungen, Georg W. Költzsch, Michael Bockemühl, Museum Folkwang
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Rodin und die Inszenierung des Körpers
Von Bernd Berke
Münster. Für eine Skulptur des Schriftstellers Honoré de Balzac nahm sich Auguste Rodin viel Zeit. 1891 bekam er den Auftrag, bis 1898 fertigte er zahllose Skizzen und Entwurfsstudien. Rodin recherchierte genau. Sogar den Schneider des berühmten Toten suchte er auf und entlockte ihm exakte Angaben über die KörpermaBe des Dichters – Kunst, mit wissenschaftlicher Akribie betrieben. Auch darin war Rodin ein Kind seiner Zeit.
Daß Rodin (1840-1917) d e r stilbildende Bildhauer des späten 19. Jahrhunderts war, ist fast ein Gemeinplatz. Daß er auch als Zeichner zu kaum weniger vollendete Formen fand, kann jetzt – umfassend wie nie zuvor – im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte nachvollzogen werden. Eine Reihe von Architekturzeichnungen wird erstmals außerhalb Frankreichs gezeigt.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Aquarelle, Auguste Rodin, Landesmuseum, Münster, Zeichnungen
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Faszination technischer Formen – Zeichnungen und Aquarelle von Fernand Léger in Münster
Von Bernd Berke
Münster. Der denkbar größte Gegensatz zu einem Schlüsselbund? Das ist die „Mona Lisa“; befand zumindest der französische Künstler Fernand Léger (1881-1955) – und brachte beides zusammen zu Papier.
Daß Léger, der neben Braque und Picasso (gleichfalls Jahrgang 1881) als einer der wichtigsten Kubisten gilt, auch schon mal derart surrealistisch verfuhr, ist eine – nicht die einzige – Erkenntnis, die jetzt eine Ausstellung im Münsteraner Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte vermittelt.
Zur willkürlichen „Mona-Lisa“-Kombination findet sich in Münster eine Vorstudie, wie denn überhaupt das zeichnerische Werk im Vordergrund steht. Daneben werden Gouachen und Aquarelle gezeigt, insgesamt über 100 Exponate aus allen Werkphasen. Ausgespart bleiben nur die impressionistischen Anfänge Légers. Nicht ohne Grund, denn er selbst hat sich schon frühzeitig von dieser Stilrichtung losgesagt.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Aquarelle, Fernand Léger, Landesmuseum, Münster, Zeichnungen
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