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Schlagwort-Archive: Geld
Berg & Klammern, Bus & Eile
Bisher: Herr Scherl, Held unserer Erzählung, will seit Tagen eine nötige social-media-Pause machen, er kommt aber nicht dazu, weil immer was dazwischen kommt (für dieses »zu – zwi« müßt man (=ich) mal was erfinden. Nà, heut nicht mehr). Zu Anfang dieser Aufzeichnungen weilt er nach einem Arzt-(genauer: Ärztin-)besuch (nur was abholen, da muß man sich ja wegen jedem Mist selber materialisieren) wie immer in der Eisdiele seiner Wahl, wo er, wie immer, zeichner- und soziologische Studien betreibt.
Klar, Wohlstand usw usf, wie immer. Faules Künstlerpack – nix arbeiten, aber immer Pause machen und rauchen und immer Kaffee saufen. Oder noch Schlimmeres! Jaja… (ja – ich weiß, was »jaja« heißt, deswegen schreib ichs ja hin)… Weiterlesen
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Wer fliegt denn da einfach mal so nach Zypern?
Also bitte, reden wir nicht mehr drüber. Über das ärgerliche Spiel gestern Abend. Schon während der BVB-Blamage beim erschröcklichen Giganten Apoel Nikosia (da steckt das reviertypische „Pöhlen“ quasi schon im Vereinsnamen, hoho) schweiften meine Gedanken ab.
Als es dann eh nichts mehr zu deuteln gab, habe ich mich ablenkungshalber gefragt: Was sind das wohl eigentlich für Leute – diese sangesfreudigen Fußballfans, die an einem gewöhnlichen Dienstag einfach mal so nach Zypern fliegen und dort ins Stadion strömen? Allgemeines Gemurmel: „Billigflieger“. Trotzdem muss man schon ein paar Mark mitbringen und genügend Muße haben. Sie fahren oder fliegen ja auch nicht nur einmal.
Ja, sie scheinen immerhin Zeit u n d Geld für derartige Exkursionen übrig zu haben, eine wahrhaft beneidenswerte Kombination also.… Weiterlesen
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Geld ist keine Ware, sondern ein System – die Thesen des Briten Felix Martin
Was ist Geld? Diese Frage stellt der britische Wirtschaftswissenschafter Felix Martin. Die Antwort hingegen fällt landläufig anders aus, als er es sich wünscht. Martin, der früher Mitarbeiter der Weltbank war, ist der Ansicht, dass unsere herkömmliche Betrachtungsweise des Geldes im Kern falsch ist und hat die seiner Meinung nach wahre Biographie des Geldes aufgeschrieben.
Die weitverbreitete Ansicht und herkömmliche Definition von Geld sei die von Geld als Ware respektive als Tauschmittel. Dies sei von Grund auf ein Irrglaube und somit zum Beispiel auch die Ursache der jüngsten Finanzkrise. Nach Felix Martin ist Geld keine Ware, sondern ein Kredit-und Verrechnungssystem. Wobei ein Schuldschein erst dann zu Geld wird, wenn es die Möglichkeit einer Übertragung gibt. Die Entdeckung, dass eine Verbindlichkeit eine verkäufliches Gut ist, sei d e r entscheidende Entwicklungsschritt in der Geschichte der Menschheit gewesen, sozusagen die Urmutter aller Revolutionen.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Felix Martin, Geld, Wirtschaft
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Soziale Miniaturen (1): An der Kasse
Die Frau, wahrscheinlich in den Fünfzigern, ist vielleicht ein wenig verhuscht, aber überhaupt nicht verwahrlost. Sie hält noch etwas auf sich, wenn auch nicht mehr so viel wie ehedem. Sie ist auf unscheinbare, gläsern verletzliche Art adrett. Es ist, als stünde sie auf papierenen Füßen. Sie lebt allein, so viel scheint gewiss.
Sie steht an der Kasse. Bevor sie an die Reihe kommt, sortiert sie ihren bescheidenen Einkauf auf dem Laufband sehr sorgfältig um und um. Geradezu liebevoll. Unsinnig liebevoll.
Der Kassierer tippt die Beträge ein und drückt die Additionstaste. 19 Euro und… Mit Mühe kratzt sie knapp 16 Euro zusammen. Ihr hilfloser Blick.
Dieser Kassierer, ein massiver Mensch, schlägt vor: „Was brauchen Sie denn nicht so dringend? Dann lassen Sie das weg.“… Weiterlesen
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Wenn uns die Gier beim Kragen packt – über ein menschliches Grundgefühl
Von Bernd Berke
Ja, darüber kann man sich von Herzen moralisch empören: Wie schrecklich gierig sind doch jene Menschen, die viele Millionen auf dem Konto haben und dann auch noch Steuern hinterziehen! Oder Leute, die an der Börse zocken, bis nichts mehr geht. Anlässe zur Entrüstung gab’s jüngst genug. Aber ist man selbst frei von solchen Regungen?
Wohl kaum. Die Gier ist zwar mit einiger Mühe halbwegs beherrschbar, doch gehört sie zur menschlichen Grundausstattung. Erst wenn wir Lust- und Glückshormone wie das Dopamin abgeschafft hätten, wäre vielleicht auch die Gier verschwunden. Bei allem furchtsamen Respekt vor der Gentechnik: Damit ist auf mittlere Sicht denn doch nicht zu rechnen.
Geiz und Neid sind nur die Spiegelbilder
Unsere Wirtschaft und das Profitstreben, auf dem sie basiert.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Gesellschaft & Soziales, Luxus & Moden, Warenwelt & Werbung, Wirtschaft & Geld
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