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Schlagwort-Archive: neue Sachlichkeit
Wie eine späte Heimkehr: Essener Ruhr Museum zeigt stilbildende Revier-Fotografien von Albert Renger-Patzsch

Blick in die Ausstellung mit Fotografien von Albert Renger-Patzsch. (© Ruhr Museum / Foto: Rainer Rothenberg)
Über Jahrzehnte hinweg hat dieser Mann den Blick geprägt, mit dem viele Menschen die Landschaft des Ruhrgebiets wahrgenommen haben: Albert Renger-Patzsch (1897-1966) ist wahrhaftig ein stilbildender Fotograf gewesen. Jetzt widmet ihm das Essener Ruhr Museum auf dem Gelände der Zeche Zollverein eine Ausstellung, die just hierher gehört: „Die Ruhrgebietsfotografien“ waren ab Ende 2016 zunächst in der Münchner Pinakothek der Moderne zu sehen, jetzt ist die Ausstellung – in stark erweiterter Form – gleichsam heimgekehrt.
Renger-Patzsch, sonst vorwiegend als Auftrags-Fotograf unterwegs, hat die Ruhrgebietslandschaften als sein größtes freies Projekt in Angriff genommen. Es sind keine Ansichten eines kurzfristig Zugereisten. Renger-Patzsch war mit dem Revier vertraut. Der Fotograf lebte von Ende 1929 bis zum Oktober 1944 (als sein Haus bei Luftangriffen zerstört wurde) in der Essener Künstlersiedlung Margarethenhöhe.… Weiterlesen
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Vergessen in Amerika – Haus Opherdicke widmet dem Maler Josef Scharl eine Werkschau
Ein Portrait Albert Einsteins schmückt den Titel des Katalogs und ist zudem das Plakatmotiv der Ausstellung. Das Portrait stammt von Josef Scharl, 1944 hat er den Wissenschaftler gemalt, die beiden kannten und schätzten einander. Scharl kam in München zur Welt und erfuhr dort als junger Künstler wesentliche Prägungen; als er jedoch seinen Einstein malte, lebte er schon seit sechs Jahren in den USA, geflohen vor den Nazis, die seine Arbeiten als „entartet“ klassifiziert und ihn mit einem Malverbot belegt hatten.
Josef Scharl, geboren 1896, hat Deutschland bis zu seinem Tod im Jahr 1954 nicht wiedergesehen. Haus Opherdicke, wohin der Kreis Unna regelmäßig zu Kunstausstellungen einlädt, bietet nun einen umfangreichen Einblick in das langjährige Schaffen des Künstlers.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Albert Einstein, Josef Scharl, Kreis Unna, neue Sachlichkeit, Opherdicke, Unna
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Maler zwischen den Epochen – Conrad Felixmüller in Haus Opherdicke
Suchte man nach einem Wort, das kennzeichnend wäre für den Maler Conrad Felixmüller, so wäre es vielleicht das Wort „dazwischen“. Conrad Felixmüller, der eigentlich Konrad Felix Müller hieß und den Felix seinem Nachnamen zuschlug, um sich von den anderen Müllers dieser Welt zu unterscheiden, lebte und wirkte zwischen Epochen.
Geboren 1897, arbeitete er als junger, hoch begabter und früh geförderter Künstler im modernsten Stil seiner Zeit, dem Expressionismus. Er sah seine Arbeit politisch, wurde früh KPD-Mitglied. 1920, mit gerade einmal 23 Jahren, erhielt er den sächsischen Staatspreis und hätte für zwei Jahre nach Italien in die Villa Massimo ziehen können. Doch statt dessen ging er als Kunststipendiat ins Ruhrgebiet, brachte im harten Schwarzweiß der Tuschezeichnung, der Radierung oder des Holzschnitts Arbeits- und Streikszenen auf das Papier, deren ungeschönte Wirklichkeit sich trotz expressiven Umgangs mit Perspektiven und Dimensionen auch heute noch augenblicklich erschließt.… Weiterlesen
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Auf Ischia der Welt entfliehen – Arbeiten von Ulrich Neujahr in Haus Opherdicke
Was fällt einem ein zu diesem Künstler, nachdem man die Ausstellung gesehen hat? Vielleicht dies: daß der Begriff „holzschnittartig“ für seine Holzschnitte nicht gilt. Licht und durchgezeichnet sind sie, egal, ob sie Menschen oder Landschaften zeigen. Nur wenige Linien blieben im Holz stehen, um beispielsweise 1929 „Gerda“, qualmende Zigarette in der Rechten, druckreif zu machen. Auf den ersten Blick könnte dies auch eine Kohlezeichnung sein. Und selbst ein „Mond über Sant’Angelo“ (ohne Jahr) ist trotz seines Themas ein Bild der leuchtenden Konturen und Schraffuren, nicht der Nacht.
Die lichte, Schatten vermeidende Bildauffassung zieht sich über Jahrzehnte hin wie ein roter Faden durch das Werk Ulrich Neujahrs. Gut 90 Arbeiten sind jetzt in Haus Opherdicke ausgestellt, Aquarelle, Öl, Kohle, Holzschnitte.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Kunst & Museen
Verschlagwortet mit Haus Opherdicke, Hengstenberg, Ischia, Kreis Unna, Malerei, Naturalismus, neue Sachlichkeit, Sant'Angelo, Ulrich Neujahr, Unna, Zielke
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Schattenspiele aus dem Geist der Zeit – Werkschau über Christian Schad in Wuppertal
Von Bernd Berke
Wuppertal. Auch wenn einer seine Künstlerkarriere mit magisch zerrinnenden Bildern wie „Haschisch“ (1913) beginnt, kann er noch zum getreulichen Realisten werden. Derlei Ernüchterung im Lauf der Jahre widerfuhr Christian Schad (1894-1982), den man vor allem als eine Leitfigur der „Neuen Sachlichkeit“ kennt.
Freilich: Etwas schwer zu Fassendes, durchaus Rätselhaftes aus seinen Anfängen hält sich auch später als Unterströmung. Kein platter Oberflächen-Realismus also, sondern einer mit Tiefgang. Davon zeugt nun auch eine Ausstellung in der Kunsthalle Wuppertal-Barmen. Zu sehen sind 107 Arbeiten von Schad: Zeichnungen, Druckgraphik und sogenannte „Schadographien“. Darunter versteht man (vom Dadaismus inspirierte) Experimente mit Gegenstands-Abzeichnungen auf fotografischen Platten und Fotopapier. Es sind Schattenspiele aus dem irrlichternden Geist des technischen Zeitalters.
Viele dieser staunenswerten Zwitter aus menschlicher Inspiration und chemisch-physikalischem Automatismus galten lange als verschollen.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Christian Schad, Dadaismus, neue Sachlichkeit, Schadographien, Wuppertal
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