3 Antworten

  1. Gerd Herholz
    19. September 2017

    Liebe Inge,
    vielleicht muss man das Ganze schlicht als Farce nehmen, so saukomisch ist das letztlich alles…
    Der groteske Geld- und Werbeaufwand für die lit.RUHR, ihre Inhalte – alles kommt ungeheuer ‚innovativ‘ daher, ist im Verhältnis zu diesem Anspruch aber bloß lächerlich.
    Dieses Jahr zumindest bleibt die lit.RUHR weitgehende Kopie der lit.Cologne, und der zur lit.RUHR parallel laufen lit.COLOGNE SPEZIAL.
    Keinerlei Neuheit, keinerlei Ruhrgebietsspezifik, die sich sehen lassen könnte.
    Und dann lädt man die lit.COLOGNE auch noch als ‚Berater‘ des Stadtschreiber Ruhr-Projekts ein.
    Da wächst zusammen, was zusammengehört – die populär-populistische Eventmaschine lit.COLOGNE und die Regionalmarketing-Träume im Revier, das einmal groß rauskommen möchte und sich dann wie Kleinkleckersdorf über jeden Promi freut und sich mit Analogkäse abspeisen lässt.
    Wie sagt man hier: Watt willze machen?

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  2. Inge Meyer-Dietrich
    18. September 2017

    Lieber Gerd,

    danke! Du beschreibst die Situation so genau, so mutig, und bei allem Zorn, den ich völlig mit dir teile, resignierst du nicht. Ja, es macht oft bitter, wie hartnäckig vieles von dem immer wieder ignoriert wird, was sich im Ruhrgebiet seit langer Zeit literarisch entwickelt, was hier geboten und aufgeboten wird. Doppelt bitter, wenn sich jetzt auch noch fünf große Ruhrstiftungen mit solchen Summen am Zweitaufguss der lit.Cologne beteiligen, um uns literarisch Unterentwickelten endlich auch einmal Poesie im Großformat angedeihen zu lassen.
    Die Initiatoren der lit.Ruhr scheinen deine erfolgreiche Arbeit so wenig zu kennen wie die vielen unermüdlichen Initiativen unserer Ruhrgebietsverlage, unserer Bibliotheken, unserer Buchhändler, all der Institutionen, die du in deinem Beitrag erwähnst, sowie der Autoren, die nicht nach Berlin oder Köln gezogen sind.
    Es braucht viel Energie, Selbstbewusstsein und eine riesengroße Portion Trotz, damit wir hier vor Ort dennoch weitermachen ohne große Förderung und ohne entsprechende mediale Unterstützung.
    Aber gilt nicht als unsere herausragende Eigenschaft, dass wir uns niemals kleinkriegen lassen? Dass wir hartnäckig dranbleiben an unseren Ideen und Visionen? Vielleicht spricht sich das eines Tages herum bis nach Köln und in die Ohren der lit.Ruhr-Initiatoren? Ja vielleicht sogar, dass wir so klein gar nicht sind, dass sie uns auf die Dauer übersehen können?!

    Danke für deine fundierten Ausführungen, lieber Gerd,
    und herzliche Grüße
    Inge Meyer-Dietrich

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  3. Gerd Herholz
    18. September 2017

    Apropos RVR!. Wie steinalt dessen vergebliche Versuche sind, Kultur an der Ruhr zu entwickeln … , wär’s nicht so traurig, man müsste sich ausschütten vor Lachen. Siehe zuletzt nur zum Beispiel:
    https://www.revierpassagen.de/6167/der-rvr-und-die-koordinierte-kultur/20111205_2245

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