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Schlagwort-Archive: 1995
Zum Tod des Weltkünstlers Christo: Eine Erinnerung an seine Reichstagsverhüllung – und an ein Projekt in Oberhausen

Der verhüllte Reichstag (1995), eines der spektakulärsten Projekte von Christo und seiner künstlerischen Lebensgefährtin Jeanne-Claude. (Foto: Bernd Berke)
Der aus Bulgarien stammende Weltkünstler Christo ist kurz vor seinem 85. Geburtstag gestorben. In Erinnerung bleibt er vor allem auch als Stifter großer Gemeinschafts-Erlebnisse. Niemand, der 1995 dabei war, wird seine Reichstagsverhüllung in Berlin jemals vergessen. Meine damaligen Eindrücke, soweit sie (seinerzeit in alter Rechtschreibung) in der Zeitung gestanden haben:
Von Bernd Berke
Dortmund/Berlin. „Tschuldigen Sie, ist das der Sonderzug zu Christo?“ Frei nach Udo Lindenberg hätte man’s trällern können. Denn die Bahn schuf am Wochenende zusätzliche Kapazitäten zwischen Ruhrgebiet und Reichstag. Auf zur Verhüllung also, ab Dortmund in aller Frühe – am Samstag um 5.58 Uhr.
Zu Beginn der Fahrt sehen die meisten Leute noch ein bißchen unausgeschlafen aus.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Kunst & Museen
Verschlagwortet mit 1995, Berlin, Christo, Reichstagsverhüllung
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„Wo sind Sie, meine Null?“ – Schöne Stunden mit dem Übersetzungs-Computer
Kennen Sie sie auch – jene Zeitgenossen, die alles gar zu wörtlich nehmen und daher ziemlich unangenehm werden können? So einer sitzt jetzt bei uns auf dem Schreibtisch.
Er ist handtellergroß, besteht aus grauem Plastik, nennt sich „Hexaglot Square one“ und kostet stolze 699 DM. Seine Hersteller behaupten, es sei ein Übersetzungcomputer, der zwischen Englisch und Deutsch – in beiden Richtungen – ganze Sätze bewältige. Mal schauen.
Um die „Rohübersetzungen von hervorragender Qualität“ (Eigenwerbung) auf die Probe zu stellen, wollen wir dem Bürschchen mal ein paar einfache Fragen stellen. Was heißt „The United States of America“ auf Deutsch? Einschalten, Übersetzungsrichtung wählen, die Buchstaben auf winzigen Tasten eingehen. Das dauert ein bißchen. Dann drücken wir erwartungsvoll den Übersetzungsknopf „Translate“. Nach etwa zehn Sekunden verrät der Apparat: „Die vereinigten Zustände von america.“… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Sprache, Technik, Warenwelt & Werbung
Verschlagwortet mit 1995, Englisch - Deutsch, Hexaglot Square one, Übersetzungs-Computer
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Bob Dylan und die Phantasie vom Jungsein – Auftritt in Dortmund vor kleinerem Publikum
Von Bernd Berke
Dortmund. Bob Dylan war hier, doch die ganz große Zugnummer ist er nicht mehr. Bei den vorigen Dortmunder Gastspielen, 1978 und 1987, konnte Dylan noch das weite Rund der Westfalenhalle 1 buchen. Diesmal mußte er sich mit der Halle 2 begnügen. Die Folk- und Rocklegende auf dem Abstellgleis?
Der mittlerweile 55jährige gilt als launisch. An einem Abend spielt er genial, am nächsten vielleicht lustlos und miserabel. Man wußte also nicht so recht, was man in Dortmund zu erwarten hatte. Doch dann durften die Auguren aufatmen. Erste Anzeichen der günstigen Stimmung: Dylan und seine Band begannen mit einer vergleichsweise moderaten halbstündigen Verspätung, und der Meister, der vorab jegliches Fotografieren untersagt hatte, war optimistisch hell gekleidet.
Ohne Ansage zur musikalischen Sache
Dylan mag keine Ansagen, keine verbale Zwiesprache mit den Zuschauern.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Rock & Pop
Verschlagwortet mit 1995, Bob Dylan, Dortmund, Westfalenhalle 2
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Musik mit tiefen Wurzeln – Michelle Shocked in der Essener „Zeche Carl“
Von Bernd Berke
Essen. Manchmal singt sie glockenrein und mädchenhaft wie einst Joan Baez, dann wieder schwillt ihre Stimme an wie die einer Janis Joplin. Die Texanerin Michelle Shocked, jeder musikalischen Festlegung abhold, ist nach wie vor ein Geheimtipp. Sie hat aber eine treue Gemeinde um sich geschart. So auch jetzt in der Essener „Zeche Carl“.
Ihre Songs sind keine künstlichen Produkte. Wenn sie einen Refrain wie „I’ve come a long way“ singt, glaubt man ihr den langen Weg, den Staub auf den Stiefeln. Und wenn sie jenen „Cotton-eyed Joe“ hochleben läßt, fühlt man sich auf ein ländliches Fest in den südlichen US-Staaten versetzt.
Sie hat viel zu erzählen. Oft spricht sie sich in die Anfänge der Lieder hinein, oder sie unterbricht mittendrin den Fluß einer Melodie, berichtet von persönlichen Dingen, breitet ihr Leben vor dem Publikum aus.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Rock & Pop
Verschlagwortet mit 1995, Essen, Michelle Shocked, Zeche Carl
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„Westzeit“ bei WDR 2: Das eine oder andere Risiko auf dem Boulevard
Von Bernd Berke
Boulevard ist nicht gleich Boulevard. Es gibt Prachtstraßen, aber auch heruntergekommene Zeilen. Achtung, kurvige Überleitung: Auch im Radio ist nicht jedes Boulevard-Programrn gleich.
Die seit 2. Januar täglich aus Dortmund landesweit gesendete „Westzeit“ (WDR 2, Hörfunk) hatte einen ziemlich schlechten Start erwischt, wie man jetzt – nach zweieinhalb Wochen – deutlicher erkennt: Das bunte Magazin ist teilweise besser, als es anfangs zu werden drohte.
Sicher: Vieles gerät nach wie vor herzlich belanglos und ist kaum geeignet, daß man länger konzentriert hinhört (was auch nicht das Ziel dieser Sendeform ist). Besonders gewisse Rubriken könnten kritische Revision vertragen. Ärgerlich ist etwa das Gebaren der Psychologin, die immer erst verständnisvoll „Mhh, mh!“ murmelt, den Ratsuchenden dann doch recht barsch das Wort abschneidet und schließlich – oh Wunder!… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Fernsehen und Hörfunk, Medien, Region Ruhr
Verschlagwortet mit 1995, Hörfunk, Manfred Breuckmann, Sabine Brandi, WDR 2, Westzeit
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Kleine Wunder – im Dortmunder „Luna“-Varieté
Charlie Chaplin in Dortmund? Quatsch! Stimmt natürlich nicht. Aber es gibt doch eine täuschend ähnliche „Wiedergeburt“.
„Chaplin“ ist ein Highlight im neuen Programm des Dortmunder „Luna“-Varietés. Knapp ein Jahr gibt es diese Stätte der schönen, so schwer erarbeiteten Leichtigkeit. Man mag sie nicht mehr missen.
Zurück zu Charlie: Hinter dem steckt der Schweizer Angel Emah. Der hat nicht nur das Aussehen, sondern auch die Bewegungsabläufe des weltberühmten Vorbilds bis ins Allerkleinste studiert. Was er im neuen Programm „Comedy? Varieté!“ zeigt, erscheint zunächst banal, ist aber subtil. Er holt sich Freiwillige aus dem Publikum und verwandelt sie mit sanfter Gewalt auf offener Bühne. Dem einen wird eine liebevolle Rasur verpaßt, dem anderen ein Toupet auf den Kopf gedrückt, dann werden die Jacken ausgetauscht usw.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Kleinkunst & Comedy
Verschlagwortet mit 1995, Chaplin, Dortmund, Luna, Luna-Varieté
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