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Schlagwort-Archive: Anglizismen
Das pralle Leben der Pröllmanns: Ein Sozialarbeiter gibt hintersinnige Einblicke
Nabelschau (und das durchaus im eigentlichen Sinn des Wortes) können Leser betreiben, die sich an der Seite eines Sozialarbeiters aus dem Ruhrgebiet Zugang zu einer speziellen gesellschaftlichen Spezies verschaffen. Die Wege werden ihnen in dem Buch „Schantall, tu ma die Oma winken“ geebnet.
Der Titel lässt erahnen, welche Zeitgenossen hier observiert werden. Der Band hätte auch genauso gut die Überschrift „Mach dem Mä mal Ei“ vertragen. Schantall Pröllmann, die vor allem in knalligen Farben auftritt, würde an solch einem Satz nichts Falsches oder Verstörendes finden, ihr kleiner Schastin, also Justin, wüsste auf Anhieb, was gemeint ist.
Willkommen also in einer Familie, die zu betreuen dem Jochen wohl nie in den Sinn gekommen wäre, hätte es da nicht im Rathaus des Städtchens Bochtrop-Rauxel diesen Frauentausch, pardon Rollentausch gegeben.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Alltag, Fernsehen und Hörfunk, Gesellschaft & Soziales, Liebesleben, Literatur, Region Ruhr, Sprache
Verschlagwortet mit Anglizismen, Familie, Kirmes, Konsum, Lloret de Mar, Pröllmann, Schantall, Sprache, Twilfer
Ein Kommentar
Die deutsche Sprache ist „schön, saftig und besonders geschmeidig“ – Wolf Schneiders Buch „Speak German“
Nicht ungeschickt: Wer das massive Eindringen englischer Ausdrücke ins Deutsche bremsen will, sollte zunächst einmal die englische Sprache loben. Sie klingt ja oft so klipp und klar.
Besonders die englischen Einsilber wie Team, Job und Sex haben es Wolf Schneider (82) angetan. Manche Wort-Importe seien eben belebend. Doch wenn es nach dem „Sprachpapst“ des deutschen Journalismus geht, soll’s damit auch weitgehend genug sein. In Frankreich setze man doch auch Grenzen!
Im großen Rest seines neuen Buches preist er vor allem das Deutsche, auf das man „stolz“ sein könne. Vielfach sei es treffender, geschmeidiger und saftiger als andere Sprachen, überdies oft kürzer (Mord statt murder, Geld statt money, Mut statt courage usw.). Auch werde in keine andere Sprache dermaßen viel übersetzt. Deutsch sei also das größte Sammelbecken der Weltliteratur.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Sprache
Verschlagwortet mit "Speak German", Anglizismen, Deutsch, Englisch, Wolf Schneider
Kommentare deaktiviert für Die deutsche Sprache ist „schön, saftig und besonders geschmeidig“ – Wolf Schneiders Buch „Speak German“
Die Sprachschützer sehen Dämme brechen – Hagen: Erste Regionalgruppe des Bundesverbandes formiert
Von Bernd Berke
Hagen. Sie waren bundesweit am schnellsten: Von allen Sektionen des „Vereins Deutsche Sprache e. V.“, der sich vornehmlich gegen ein Übermaß englischer Begriffe wendet, hat sich die Regionalgruppe im Postleitbezirk 58 als erste satzungsgemäß formiert. Sie nennt sich „Verein Deutsche Sprache – Grafschaft Mark“.
Der Name klingt konservativ, und auch die Forderungen, die zur Vereinsgründung im Hagener Lokal „Zum Bauernhaus“ („gutbürgerliche Küche“) erhoben wurden, hatten eher mit ängstlichem Bewahren zu tun. Eigentlich kein Wunder: Das Durchschnittsalter der Erschienenen lag bei 60 Jahren. Jedenfalls war unentwegt von der „Flut“ angloamerikanischer Wörter; die ins Deutsche eindringen, die betrübte Rede.
Vereinzelt vernahm man auch schon mal solche Töne: Warum nur solle man nicht stolz auf die deutsche Sprache sein? Das dürfe man ja heute nicht mehr laut sagen, bedauerte einer.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Gesellschaft & Soziales, Medien, Sprache
Verschlagwortet mit Anglizismen, Hagen, Postleitbezirk 58, Regionalgruppe, Verein Deutsche Sprache e. V., Vereinsgründung, Walter Krämer, Wilhelm Werth
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6000 eingewanderte Wörter – Paderborner Professor Broder Carstensen sammelt Belege für Anglizismen-Wälzer
Von Bernd Berke
Paderborn. Surfen bleibt Surfen. Der Versuch, die englische Sportbenennung mit dem Monsterwort „Brettsegeln“ einzudeutschen, darf als gescheitert gelten. Gescheitert sind auch die meisten anderen Versuche, die Flut von Anglizismen (Wortübernahmen und Entlehnungen aus dem Englischen) einzudämmen.
Bei vielen Worten merkt man inzwischen gar nicht mehr, daß sie von der britischen Insel oder aus den USA stammen. Der Paderborner Anglistik-Professor ler Carstensen (56), seit 20 Jahren eifriger Sammler von Angliszismen, arbeitet derzeit an einem Wörterbuch, mit dem er 6000 „eingewanderte“ Wörter anhand von 80 000 Beispielen (vor allem Belege aus Zeitungen) dokumentieren will.
Dem Wälzer, der in drei Jahren in einem Berliner Verlag herauskommen soll, wird man unter anderem entnehmen können, daß das Wort „Streß“ von einem kanadischem Arzt im Umlauf gesetzt wurde oder daß der Ausdruck „understatement“ (etwa: „Untertreibung“) seit 1956 im Schriftdeutsch gebräuchlich ist.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Allgemein
Verschlagwortet mit Anglizismen, Broder Carstensen, Deutsch, Englisch, Lexikon, Paderborn, Übernahmen
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