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Schlagwort-Archive: Deutsch
Einreise? Nur ohne Umlaute!
Demnächst steht mal wieder eine kleine Reise nach London an. So weit, so gut und heutzutage gewöhnlich. Doch leider ist das Vereinigte Königreich (United Kingdom – UK) bekanntlich seit Jahren nicht mehr in der EU. Drum benötigt man als Visum eine ETA (Electronic Travel Autorisation), um für eine begrenzte Zeit einreisen zu dürfen. Damit beginnen eventuell ein paar Schwierigkeiten.
Den Bedarf machen sich einige private Anbieter zunutze, die deutlich erhöhte Gebühren verlangen – letztlich mit Billigung der Behörden. Das offizielle Regierungsportal, erkennbar u. a. an der Krone als Emblem, verlangt hingegen „lediglich“ 20 Euro plus Umrechnungs-Gebühren in Pfund. Zum Prozedere sollte man tunlichst die entsprechende App herunterladen und installieren.… Weiterlesen
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Schneller Fuchs, träger Hund, Bayern und Sylt oder: Das ganze Alphabet soll es sein

Mal abgesehen von Pangrammen: Selbstverständlich ist dieser Fuchs (aus Schottland) gegen die Fuchsjagd (Protestkarte aus Cornwall / UK). (Foto: Bernd Berke)
Ich weiß auch nicht, warum ich ausgerechnet heute darauf komme. Jedenfalls gibt es da die sogenannten Pangramme. Was das sei? Nun, es sind etwas wirre und zuweilen komische Sätze, deren vornehmster Zweck darin besteht, sämtliche Buchstaben des Alphabets zu enthalten.
Man fragt sich, wer diese Sprach-Bastelei betrieben hat. Im Deutschen ist jemand – nach vermutlich langem Grübeln (oder fröhlichem Assoziieren) – auf diese Idee verfallen:
„Franz jagt im komplett verwahrlosten Taxi quer durch Bayern.“
Nicht schlecht. Aber da fehlt doch noch was? Richtig, es kommen keine Umlaute vor, die fürs Deutsche nun mal typisch sind. Auch vermisst man das „ß“.… Weiterlesen
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„The Awful German Language“ – Wie Mark Twain über die deutsche Sprache wetterte
Das überreicht womöglich der feixende Englischlehrer seiner Kollegin vom Fach Deutsch: Das schmucke Geschenkbändchen „The Awful German Language“ enthält Mark Twains legendäres Pamphlet gegen die deutsche Sprache; natürlich nicht im fürchterlichen Deutsch, sondern im nahezu makellosen Englisch.
Nur 40 Seiten schmal ist die No. 1419 der Insel-Bücherei. Mark Twain (1835-1910), dem das Erlernen des Deutschen offenkundig recht schwer gefallen ist, zieht kräftig vom Leder. Er wettert über den Treibsand der Regellosigkeit, der einen an diesem Idiom verzweifeln lasse.
Wie froh konnte der Mann sein, wäre doch um ein historisches Haar beinahe Deutsch die Kernsprache der Vereinigten Staaten geworden – und nicht dieser seltsame Seemannsdialekt, den ein gewisser Shakespeare und ein paar andere noch halbwegs hochgejazzt haben. (*zwinker, zwinker*).
Besonders die Artikel „der“, „die“ und „das“ regen den literarischen Vater von Tom Sawyer und Huckleberry Finn auf, während es doch im Englischen bekanntlich schon mit „the“ getan ist.… Weiterlesen
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Sie hat es wirklich nötig – heute ist der Tag der deutschen Sprache
Heute haben wir mal wieder einen wichtigen Tag. Der 13. September ist nicht nur der spezielle Tag der Ersten Hilfe (ja, wirklich), es ist auch der Tag der Deutschen Sprache. Die hat es aber auch wirklich extrem nötig.
Nein, ich bejammere jetzt an dieser Stelle und zu dieser Gelegenheit nicht, dass immer mehr undeutschlich sprechende Menschen was vom Whatsappen brabbeln, oder (statt miteinander zu sprechen) sich was simsen. Nein, ich will ich keineswegs bekritteln, dass der deutschsprachige Zeitgenosse gern mit einem Handy telefoniert oder biked statt Fahrrad oder Motorrad zu fahren. Das ist nun mal so und der Jööte hätte sich auch nicht vorstellen können, dass manches heute völlig anders und dennoch korrekt geschrieben würde, als die Vorschriften seiner Zeit es erlaubten.… Weiterlesen
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Das neue Kurz-Sprech: „Kann das Müll?“
Vor einigen Tagen überraschte ich mich und meine Familie mit einer für alle ungewöhnlichen Frage: „Kann das Müll?“ Die Präposition „in“ und den Artikel „den“ hatte ich einfach geschlabbert, unbeabsichtigt, unbewusst. „Und so sprichst Du als Germanist“? empörte sich meine Gattin. Ja. Leider.
Werbung und Alltagshören hat wohl doch größeren Einfluss auf unser Sprechen als die Schulerziehung in Kindertagen. „So muss Technik“ schallt es uns – grammatisch falsch – aus dem Fernseher entgegen, und neulich in der Bahn von Düsseldorf nach Hagen hörte ich einen Jugendlichen in sein Handy rufen: „Nach Schule lauf isch Elberfeld“.
Spätestens seit dem Linguisten Noam Chomsky wissen wir aber, dass unvollständiges oder vom Soziolekt geprägtes Sprechen den gleich großen Kommunikationswert haben kann wie die gerühmte Hochsprache.… Weiterlesen
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„Die deutsche Sprache verkommt“ – finden 65 Prozent bei einer Allensbach-Umfrage
Spitzen wir es mal probehalber zu: „Hilfe, die deutsche Sprache verkommt!” Mit einem solchen Notruf kann man die Resultate der neuen Allensbach-Umfrage auf den Gipfelpunkt treiben. Doch es steht noch ein bisschen mehr drin. Mancher Befund ist zudem auslegungsbedürftig. Um die leidige Rechtschreibreform geht es ebenso wie um die Vielzahl englischer Ausdrücke im Deutschen. Ferner wurde die bundesweite Beliebtheit bestimmter Dialekte ausgelotet (Bayerisch und Hamburgisch vorn, Sächsisch ganz hinten). Schließlich befasst sich die Studie mit der Ekelschwelle angesichts derber Kraftworte (siehe Anhang). Wahrlich Stoff genug.
Schlagzeilenträchtige 65 Prozent aller Befragten meinen, dass unsere Sprache im Niedergang begriffen ist, die über 60-jährigen Menschen denken dies sogar zu 73 Prozent. Die „Schuldigen” an der vermeintlichen Misere sind ausgemacht: Es werde weniger gelesen, und das wiederum liege vorwiegend an Fernsehen, Mobiltelefon und Computer.… Weiterlesen
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Die deutsche Sprache ist „schön, saftig und besonders geschmeidig“ – Wolf Schneiders Buch „Speak German“
Nicht ungeschickt: Wer das massive Eindringen englischer Ausdrücke ins Deutsche bremsen will, sollte zunächst einmal die englische Sprache loben. Sie klingt ja oft so klipp und klar.
Besonders die englischen Einsilber wie Team, Job und Sex haben es Wolf Schneider (82) angetan. Manche Wort-Importe seien eben belebend. Doch wenn es nach dem „Sprachpapst“ des deutschen Journalismus geht, soll’s damit auch weitgehend genug sein. In Frankreich setze man doch auch Grenzen!
Im großen Rest seines neuen Buches preist er vor allem das Deutsche, auf das man „stolz“ sein könne. Vielfach sei es treffender, geschmeidiger und saftiger als andere Sprachen, überdies oft kürzer (Mord statt murder, Geld statt money, Mut statt courage usw.). Auch werde in keine andere Sprache dermaßen viel übersetzt. Deutsch sei also das größte Sammelbecken der Weltliteratur.… Weiterlesen
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6000 eingewanderte Wörter – Paderborner Professor Broder Carstensen sammelt Belege für Anglizismen-Wälzer
Von Bernd Berke
Paderborn. Surfen bleibt Surfen. Der Versuch, die englische Sportbenennung mit dem Monsterwort „Brettsegeln“ einzudeutschen, darf als gescheitert gelten. Gescheitert sind auch die meisten anderen Versuche, die Flut von Anglizismen (Wortübernahmen und Entlehnungen aus dem Englischen) einzudämmen.
Bei vielen Worten merkt man inzwischen gar nicht mehr, daß sie von der britischen Insel oder aus den USA stammen. Der Paderborner Anglistik-Professor ler Carstensen (56), seit 20 Jahren eifriger Sammler von Angliszismen, arbeitet derzeit an einem Wörterbuch, mit dem er 6000 „eingewanderte“ Wörter anhand von 80 000 Beispielen (vor allem Belege aus Zeitungen) dokumentieren will.
Dem Wälzer, der in drei Jahren in einem Berliner Verlag herauskommen soll, wird man unter anderem entnehmen können, daß das Wort „Streß“ von einem kanadischem Arzt im Umlauf gesetzt wurde oder daß der Ausdruck „understatement“ (etwa: „Untertreibung“) seit 1956 im Schriftdeutsch gebräuchlich ist.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Anglizismen, Broder Carstensen, Deutsch, Englisch, Lexikon, Paderborn, Übernahmen
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