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Schlagwort-Archive: Armin Rohde
Komödie aus Dortmund: Sag mir, wo das Schnitzel ist…
Was ist nur bei der ARD los? Nach dem sonntäglichen „Tatort“ stand heute schon der zweite abendfüllende, in Dortmund angesiedelte Fernsehfilm zur besten Sendezeit auf dem Programm: „Ein Schnitzel für alle“, Komödie mit Armin Rohde und Ludger Pistor.
Gut, dass es nun wieder mal eine Arbeitslosen-Geschichte aus Dortmund war, dürfte auf lokaler Ebene nicht allzu sehr erfreuen. Vor allem aber hätte man es heute wohl vorgezogen, in der Prime Time einen Themenabend zum Tod von Dieter Hildebrandt zu sehen. Aber solche beherzten Entscheidungen zur Programmänderung erwartet man vom kolossalen Senderverbund gar nicht mehr. Ab 21.45 Uhr ließen sie sich dann herbei…

Wittern ihre Chance: Wolfgang (Ludger Pistor) und Günther (Armin Rohde). (©WDR/Martin Valentin Menke)
Immerhin war die „Schnitzel“-Komödie nicht übel, … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Fernsehen und Hörfunk, Region Ruhr
Verschlagwortet mit Armin Rohde, Dortmund, Ein Schnitzel für alle, Ludger Pistor
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Ein Dreckskerl von heute – Karin Beier verquickt Shakespeares „Richard III.“ mit den New Yorker Anschlägen
Von Bernd Berke
Bochum. Das „Friedens-Trallala“ im „Wackelstaat“ ist Richard III. ein Graus. Auch für die Freuden der Liebe fühlt sich der bucklig-schiefe Mann nicht geschaffen. Da beschließt er eben, „ein Dreckskerl“ zu werden.
Regisseurin Karin Beier stellt Shakespeares monströse Figur in ein Plastik-Pop-Ambiente wie aus den 60er Jahren (Bühne: Florian Etti). Große bunte Zielscheiben markieren in Bochum die prekäre Schwebelage zwischen Show und Gewalt. Natürlich neigt sich die Wippe zum Verderben. Doch Richard (Armin Rohde) schlendert zunächst so lässig wie ein Tramp durch seine Schule des Bösen, in die er uns mit diabolischem Charme einführt.
Die Friedensschlüsse zwischen den Häusern Lancaster und York werden hier als faule Kompromisse dargestellt, die Machtkämpfe gehen weiter – und der Skrupelloseste ist just … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Theater
Verschlagwortet mit Armin Rohde, Bochum, Johanna Gastdorf, Karin Beier, Matthias Leja, Richard III., Shakespeare
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Der wahre Traum vom Theater – Auftakt zur Ära Hartmann mit Turrinis „Die Eröffnung“ und Marivaux‘ „Triumph der Liebe“
Von Bernd Berke
Bochum. Am Samstag pochte in Bochum das Herz unserer Theaterwelt. Die Spitzenkräfte der „Großkritik“ waren angereist – endlich einmal wieder, nach jahrelanger Ignoranz, mit der sie den vormaligen Intendanten Leander Haußmann abgestraft hatten. Nun aber galt es, den Beginn der neuen Ära Matthias Hartmann zu begutachten.
Gleich zwei Premieren wurden aufgeboten: Als Uraufführung gab’s Peter Turrinis dem Anlass angegossenes Stück „Die Eröffnung“ (Regie: Hartmann), hernach vollzog sich der „Triumph der Liebe“ (Regie: Patrick Schlösser) von Pierre Carlet de Marivaux, ein rokokohaft abgezirkeltes erotisches Intrigenspiel des 18. Jahrhunderts, als Vorbotschaft heutiger „Coolness“ und taktisehen Kalküls im Umgang der Geschlechter zu deuten. Keine schwere Kost also, doch beileibe keine Leichtgewichte.
„Ich eröffne Ihnen mein Leben. Ich bin für die … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Region Ruhr, Theater
Verschlagwortet mit Ära Hartmann, Armin Rohde, Bochum, Die Eröffnung, Margit Carstensen, Marivaux, Matthias Hartmann, Michael Maertens, Patrick Schlösser, Peter Turrini, Schauspiel Bochum, Triumph der Liebe
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Komik zwischen Heulen und Zähneklappern – Frank-Patrick Steckels großartige Inszenierung von „Warten auf Godot“
Von Bernd Berke
Bochum. Auf der schmutzigbraunen Halde stehen die zwei berühmtesten Landstreicher der Theatergeschichte. Der eine nestelt an seinem Schuh, er stöhnt und ächzt dabei. Der andere pult geistesabwesend in seiner Nase. Es könnte immer so bleiben. Denn Wladimir und Estragon haben nichts zu tun, nur dies eine: „Warten auf Godot“.
Der Kerl, von dem in Samuel Becketts Stück die Rede 1st, kommt bekanntlich nie. Doch die Theaterzuschauer tun es seit Jahrzehnten den beiden Hauptgestalten gleich. Sie warten immer wieder mit. Vielleicht entschlüsselt sich ja doch eines Tages auf irgend einer Bühne dieser Welt, wer dieser „Godot“ ist?
Diese Hoffnung kann man fahren lassen. Becketts längst sprichwörtlich gewordener Klassiker stellt unablässig Paradoxe auf, revidiert sich ständig selbst, spiegelt sich … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Theater
Verschlagwortet mit Armin Rohde, Bochum, Frank-Patrick Steckel, Michael Weber, Oliver Nägele, Samuel Beckett, Susanne Raschig, Warten auf Godot, Wolf Redl
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Manege frei für die blutige Geschichte der Deutschen – Frank-Patrick Steckel inszeniert in Bochum Heiner Müllers „Germania Tod in Berlin“
Von Bernd Berke
Bochum. Heiner Müllers fragmenthafte Szenen-Collagen wie „Germania Tod in Berlin“ sind große Herausforderungen an das Theater: Jede Szene hat ihren speziellen Charakter und muß, soll sie ihre Kraft entfalten, mit je besonderen Mitteln auf die Bühne gebracht werden. Da wird denn rasch deutlich, wie groß die Ideenfülle eines Regisseurs ist und wieviel Phantasie er wirksam freisetzen kann.
In Bochum, wo am Samstag mit dem „Germania“-Stück die Schauspielsaison recht verheißungsvoll eröffnet wurde, zeigte sich, daß Frank-Patrick Steckel in dieser Hinsicht aus dem Vollen schöpft. Mittel des Straßen- und Clownstheaters setzt er ebenso ein wie Formen der Pantomime und des Tanzes (Choreographie: Gerhard Bohner).
Zu Beginn eine Toncollage (Ronald Steckel): Marschtritte und der verzerrte „Heil“-Schrei einer ekstatischen Masse. Ein … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Theater
Verschlagwortet mit Andrea Schmitt-Futterer, Armin Rohde, Bochum, Frank-Patrick Steckel, Germania Tod in Berlin, Heiner Müller, Johannes Schütz
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Kinder aus Nazi-Familien: Fluch der späten Geburt – Monolog-Folge „Schuldig geboren“ in Bochum
Von Bernd Berke
Bochum. Draußen in der kalten Nacht geht, nervös kettenrauchend, ein Mann auf und ab. Es ist der Schauspieler Sven-Eric Bechtolf. Wir Theaterzuschauer sehen ihn durch die Fensterscheiben des Kammerspiel-Foyers, hören ihn via Mikrophon und Lautsprecher.
Hinter Bechtolf: (echte) Taxifahrer und ihre Fahrgäste, über den „verrückten“ Nachtwandler lachend. Noch weiter hinten, auf der gegenüberliegenden Straßenseite: das fernsehabendliche Flimmerlicht in den Wohnzimmern. Drinnen, im Foyer, laufen auch zwei Monitore, das Alltäglichste vom Alltäglichen zeigend, vorüberhuschende Autos.
Eine gespenstische Verzahnung: Drinnen ist draußen, draußen drinnen – und gestern ist heute. Die Texte, die hier gesprochen werden, sind authentisch. Sie entstammen Peter Sichrovskys Buch „Schuldig geboren – Kinder aus Nazifamilien“.
Sichrovsky, Jahrgang 1947, dessen Eltern als jüdische Emigranten in England lebten, … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Allgemein
Verschlagwortet mit Andrea Breth, Armin Rohde, Bochum, Jochen Tovote, Monologe, Peter Sichrovsky, Schauspiel, Schuldig geboren, Sven-Eric Bechtolf, Thomas Kallin
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