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Schlagwort-Archive: Büchner
Bochumer Theaterpläne: Fleischfabriken, Abstieg in die Unterwelt – und endlich der „Macbeth“

Eingehende Beschäftigung mit Euripides, Büchner und Shakespeare: Intendant Johan Simons, hier bei der heutigen Bochumer Programm-Pressekonferenz. (Foto: Daniel Sadrowski)
Kürzlich kursierte im Netz das Schaubild über Anteile der vielfältigen Todesarten bei Shakespeare. Erdolchen stand mit 30 Fällen weit vorn, Ableben durch Schlangenbiss kam nur einmal vor, das finale „Einbacken in Kuchen“ immerhin zweifach. Wie ich darauf komme? Weil heute bekannt wurde, wann in Bochum eines der schaurigsten Shakespeare-Dramen, der wegen Corona immer wieder verschobene „Macbeth“ (Regie: Johan Simons), endlich Premiere haben soll: am 12. Mai 2023. We hope so.
Zur heutigen Spielplan-Pressekonferenz zogen Intendant Simons und Chefdramaturg Vasco Boenisch Zwischenbilanz. Auch nach (vorläufigem?) Abebben der diversen Corona-Wellen sei nicht das gesamte Publikum ins Theater zurückgekehrt. Offenbar hätten manche Menschen immer noch Angst vor Ansammlungen, hätten vielleicht keine Lust auf Kultur mit Maske – oder sie seien unsicher, ob man sich auch wirklich auf die Termine verlassen kann.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Alkestis, Am laufenden Band, Bochum, Büchner, BVDS, Corona, Das Tierreich Underworld, Der Bus nach Dachau, Euripides, Gorki, Johan Simons, Kinder der Sonne, Macbeth, Schauspielhaus, Shakespeare, Toneelgroep, Woyzeck
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Ein Mensch zerbricht: Alban Bergs „Wozzeck“ im Konzerthaus Dortmund
Mit versteinertem Gesicht steht er da: Ein Bär von einem Mann, bebend, die Hände an der Hosennaht. Sichtlich gequält, aber wehrlos. Ein gefesselter Gigant, ein Vulkan kurz vor der Eruption.
Das ist Johann Christian Woyzeck, in der Oper von Alban Berg schlicht „Wozzeck“ genannt. Ein armer Soldat, der sich für ein wenig Geld krumm macht, der von seinen Vorgesetzten schikaniert und von seinen Mitmenschen mitleidlos ausgenutzt wird. Eine Kreatur wie ein geprügelter Hund.
Es hat ihn um 1800 wirklich gegeben, den Sohn eines Leipziger Perückenmachers, der aus Eifersucht zum Mörder wurde. Sein Schicksal befeuerte Georg Büchner zu seinem berühmten Dramenfragment und Alban Berg zu seiner bahnbrechenden Oper. Die Alban Berg gewidmete „Zeitinsel“ im Konzerthaus Dortmund erreichte durch einen exzellent besetzten „Wozzeck“ jetzt erschütternd intensive Stunden.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Alban Berg, Angela Denoke, Büchner, Esa-Pekka Salonen, Johan Reuter, Konzerthaus Dortmund, Wozzeck
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„Naked Lenz“ frei nach Büchner: Nackte Jungs im Badezuber
Ich bin fast verzweifelt. Mehr mit mir selbst als durch das Erlebnis im Theater am Abend. Ich hadere mit mir selbst und doch bin ich gleichzeitig aufgeregt – inwendig Getös‘. Das wird sich legen. Bin ich der einzige, der da flau hinausgeht? Bin ich zu alt? Habe ich einen schlechten Tag erwischt?
Okay, man muss im Theaterraum stehen, muss manchmal gehen, um am Ort des Geschehens zu sein oder zu bleiben. Das ist nicht bequem. Aber der Mensch soll gefordert werden angesichts der Kunst.
Naked Lenz. Studio Schauspiel Dortmund. Lenz? Das ist doch Büchner. Ja, aber egal. Wir sehen René Pollesch für Dramaturgen. Sorry, das ist mir so rausgerutscht. In der Mitte der Bühne, umgeben von festgeschnallten Birkenzweigen und –stämmen – eine kleine Bude, schmal, weiß und eng, aus der die Schauspieler flitzen und wieder hinein und wieder hinaus.… Weiterlesen
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Goethe muss natürlich unbedingt ins Sturmzentrum – Eine Traumelf deutscher Dichter und Denker aufstellen
Von Bernd Berke
Heute geht’s endlich gegen Argentinien rund. Aber gestern und vorgestern waren bei der WM erstmals spielfreie Tage. Seufz! Da wusste man ja fast schon gar nicht mehr, was man mit der leeren Zeit anfangen sollte.
Was tut man also? Sich doch mal wieder spielerisch mit Kultur und Fußball befassen. Etwa mit der reizvollen Idee, eine Traumelf mit ruhmreichen deutschen Dichtern und Denkern aufzustellen. Richtig gelesen.
Wer steht im Tor? Immanuel Kant! Der Mann hat sich in der T-Frage gegen Leibniz und Heidegger durchgesetzt. So abgeklärt wie er ist sonst keiner. Er bleibt nicht auf der Linie kleben, sondern denkt weit voraus. Und er dient der ganzen Mannschaft als Ansprechpartner in moralischen Sinnfragen.
Viel wild er wohl nicht auf den Kasten kriegen.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Leibesübungen, Literatur, Philosophie
Verschlagwortet mit Benn, Brecht, Büchner, Fußball, Goethe, Heine, Hoffmann, Hölderlin, Kant, Kleist, Lessing, Literatur, Nietzsche, Philosophie, WM 2006
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Ein fast schon harmlos wüster Weltenzirkus – Wolfgang Trautwein inszeniert Georg Büchners „Woyzeck“ in Dortmund
Von Bernd Berke
Dortmund. Beim Militär wird der mittellose Mann nach Belieben geschurigelt, die Medizin demütigt ihn mit schäbigen Experimenten, und die dralle Marie hintergeht ihn mit einem strammen Tambourmajor. Geld weg, Frau weg, Ehre weg – der traurigste Blues. Schulbuchhaft gesagt: Georg Büchners „Woyzeck“ ist eine der großen Leidensgestalten unserer Dramenliteratur.
Aufwühlender Stoff also, den sich Wolfgang Trautwein am Dortmunder Schauspiel vornimmt. Blatt- und astlose Baumstümpfe hängen hier vom dunklen Himmel herab, im Hintergrund leuchtet grob skizziertes Liniengeflecht nach Art eines ausweglosen Straßen-Labyrinths (Bühnenbild: Thomas Gruber). Eine abgetötete Welt. Stumme Figuren zeigen anfangs ein Transparent mit unverständlichen Wortfetzen. Eine Welt, gegen die man auch nicht protestieren kann, weil die Sprache zerstört ist.
Dann aber betritt jener Woyzeck (Jürgen Uter) die Szenerie, und man ist erst einmal etwas beruhigt.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Andreas Weißert, Büchner, Dortmund, Heinz Ostermann, Jürgen Uter, Wiebke Mauss, Wolfgang Trautwein, Woyzeck
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„Dantons Tod“: Die Revolution als Kasperltheater
Von Bernd Berke
Wuppertal. „Dantons Tod“ ist von der ersten Szene an eine Tatsache, die nur noch nicht ganz eingetreten ist.
Der ehedem revolutionäre Melancholiker verbirgt sich vor der elenden Schreckensherrschaft Robespierres unter Julies weißem Rock – und der ist schon ein symbolisches Leichentuch. Mit Georg Büchners Stück, dessen Untertitel „Die Revolution frißt ihre Kinder“ lauten könnte, eröffnete das Wuppertaler Schauspielhaus die neue Spielzeit.
Von „Revolution“ ist nichts mehr zu spüren in Ulrich Greiffs Inszenierung. Robespierres Guillotinen-Terror, im Namen einer genußfeindlichen „Tugend“ rasend geworden, hat nicht nur die politische Vernunft, sondern die ganze Realität ausgelöscht. Simon (Holger Schamberg) hockt, dem Publikum zugewandt, wie ein Shakespearscher Narr in seinem Souffleurkasten und pocht – zum Ersten, zum Zweiten, zum Letzten – die Stationen des Unaufhaltsamen ab.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Theater
Verschlagwortet mit "Dantons Tod", Büchner, Heiner Stadelmann, Siegfried Maschek, Ulrich Greiff, Wuppertal
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