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Der Nikolaus und die Phantasie, die wir so dringend brauchen

Gastautor Heinrich Peuckmann über den Nikolaus und seine bleibende Bedeutung:

In letzten Jahr habe ich nach vielen Jahren Pause anlässlich des Besuches meiner Nichte und ihrer beiden kleinen Töchter das Nikolauskostüm aus dem Schrank geholt. Während meine Frau und einer meiner Söhne unsere Gäste im Wohnzimmer begrüßten, hielt ich mich versteckt.

Nicht der Verfasser dieses Beitrags, wohl aber der Blogbetreiber Bernd Berke in früheren Jahren mit dem Nikolaus. (Foto: Berke / Privat)

Besuch vom Nikolaus vor etwas längerer Zeit. (Foto: B. Berke / Privat)

In einem passenden Moment schlich ich mich in den Keller, zog mir das Kostüm an, schaute in einen Spiegel und erkannte mich selbst nicht mehr. Kein Zweifel, das war er, der mir da im Spiegelbild entgegen lächelte, der Nikolaus mit seiner Knollennase. Über die Terrasse ging ich offen auf unser Haus zu, die beiden Mädchen entdeckten mich sofort und kamen auf die Tür zugelaufen.

Ein skeptischer Grundschüler

Die Kleinere hat mich zwar sofort erkannt, aber das machte nichts. Bevor der Nikolaus die Geschenke aus seinem Sack holte, haben beide brav ein Gedicht aufgesagt und natürlich nicht mit der Rute Bekanntschaft gemacht. Wo kämen wir da hin? Die bekam sanft einer meiner Söhne zu spüren, weil der seinen Vater im verflossenen Jahr geärgert hatte. Der Nikolaus hatte irgendwie davon erfahren.

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Familienfreuden XIII: Sterne im Tiefflug

Weihnachten glänzt anders, seit Fiona da ist. Entspannter sind die Vorbereitungen aber auch nicht geworden.

Könnte Fiona wählen, wäre wohl immer Weihnachten. Allein schon die Sache mit dem Essen. Normalerweise sind ihre Mahlzeiten immer recht gesund. Jetzt müssen wir aufpassen, dass die Bratwurst-Keks-Waffel-Crêpe-Mischung, die ihr von allerlei wohlmeinenden Seiten (zugegeben auch von unserer) angedeiht, wenigstens ab und zu durch banales Gemüse durchmischt wird. Das Gute: Wenn wir auf dem Weihnachtsmarkt die dollsten Sachen füttern, freut Fi sich meistens trotzdem über Getreide-Obst-Stangen!

Kaum an, schon ausgeblasen: Fiona macht der Kerze den Garaus. (Bild: Albach)

Kaum an, schon ausgeblasen: Fiona macht der Kerze den Garaus. (Bild: Albach)

Der Weg ist das Ziel

Und jeden Morgen krabbelt sie zum Adventskalender ihrer Patentante, um das nächste Geschenk einzufordern, öffnet mit Wonne und Sorgfalt das Papier – und wirft den Inhalt dann achtlos weg; eine kindgerechte Adaption von “Der Weg ist das Ziel”. Deswegen schenken wir ihr vielleicht einfach drei Rollen Geschenkpapier.

Großer Gesang

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Familienfreuden auf Reisen: Die Visitenkarte des Weihnachtsmannes

Ach ja, die Sonne scheint, ich sitze im T-Shirt vor dem Laptop, die Blumen blühen – da kann man schon mal in Weihnachtsstimmung geraten. Zumindest suggeriert mir das mal wieder unser Supermarkt um die Ecke, bei dem es schon Lebkuchen und Spekulatius gibt. Das zumindest passt hervorragend zu unserem Reiseabschluss – denn Fi ist dem Weihnachtsmann begegnet.

Der Weihnachtsmann - der Spannung halber hier anonymisiert.

Der Weihnachtsmann – der Spannung halber hier anonymisiert.

Wenn ich an den Weihnachtsmann denke, ist neben dem üblichen Bart und der roten Kleidung eigentlich immer auch irgendwo Schnee im Bild, auch Tannengrün und ein paar leuchtende Weihnachtsbaumkugeln gehören dazu.

Die Realität sah anders aus, ganz anders. Wir stießen die Tür unseres Campingwagens auf und da stand er: Santa Claus – und bändigte unser Grillfeuer! Mit einem Pusterohr, ganz entspannt. Auch sonst stimmte einiges nicht an dem Bild: Santa trug ein gemütliches Karohemd und Jeans. Und er war mit Freunden da, die allesamt nicht wie Kobolde aussahen. Das, was allerdings am meisten von meiner Vorstellung abwich, war die Tatsache, dass der Weihnachtsmann Harley Davidson fuhr.  Die stand da, blitzblank leuchtend, und war nicht einmal rot.

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Porsche-Christkind

Gerade habe ich im Radio Emerson, Lake & Palmers „I believe in father christmas“ gehört. Ich kannte das Lied vorher gar nicht. Aber als ich beim Hören auf unsere zappelnde, glucksende Tochter schaute, wurde mir ganz schummerig.

Weihnachten, das erste Mal mit Kind! Schon wieder so ein kleines Wunder.

Ich kann mir jetzt schon vorstellen, wie fasziniert Fiona auf den leuchtenden Baum schaut und ahne, dass das Rascheln des Geschenkpapiers ihr viel mehr Spaß machen wird, als die eigentlichen Geschenke.

Wir haben Weihnachten schon immer sehr liebevoll gefeiert, aber jetzt rückt noch ein bisschen mehr in den Vordergrund, worum es in diesen Tagen gehen sollte.

Außerdem steht ja noch eine essentielle Entscheidung an, auch wenn wir in diesem Jahr nochmal drum rumkommen: Werden wir Fiona vom Christkind oder dem Weihnachtsmann erzählen? Oder treten die beiden bei uns vielleicht als (W-)Team an?

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