Alfred Sisley: „Der wahre Impressionist“ in Wuppertal

Natürlich kennt man seinen Namen, der so englisch klingt, weil seine Eltern Briten waren. Aber immerhin wurde der Maler in Paris geboren, und zeitlebens hat er sich vergeblich bemüht, die französische Staatsbürgerschaft zu bekommen.

Aflred Sisley: Le Havre.  (Repro: VDH-Museum)

Aflred Sisley: Le Havre. (Repro: VDH-Museum)

 

Die Kunstbürgerschaft hat er auf jeden Fall erreicht. In Wuppertal, wo zurzeit im Von der Heydt-Museum die erste Sisley-Einzelausstellung in Deutschland hängt, wird er als „der wahre Impressionist“ bezeichnet. Ja, Sisley ist sicher einer der wichtigsten Künstler des französischen Impressionismus, in einem Atemzug zu nennen mit Monet und Renoir, Degas und Pissaro.

884 Gemälde von Sisley sind bekannt, nahezu ausschließlich Landschaften, die er zu den verschiedenen Jahreszeiten in der Umgebung von Paris malte. Dazu gehört auch eine Serie „Überschwemmung in Pont-Marly“, die in den Jahren 1872 bis 1876 entstand.

Sisley wurde 1839 geboren und studierte zunächst Wirtschaftswissenschaften in London. Dort bewunderte er die Werke von Turner und Constable, und ab 1860 studierte er deshalb in Paris bei dem Schweizer Maler Charles Gleyre.

Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 verlor er den größten Teil seines beträchtlichen Vermögens, er lebte danach in bescheidenen Verhältnissen, Anerkennung fand sein Schaffen erst nach seinem Tod 1899. Sein malerisches Werk, das zeigt auch die Wuppertaler Ausstellung, ist jedoch aus künstlerischer Sicht alles andere als bescheiden zu nennen. Ein Ausflug nach Elberfeld lohnt sich also.

Alfred Sisley. Der wahre Impressionist. Bis 29. Januar 2012 im Von der Heydt-Museum, Turmhof 8 in 42103 Wuppertal. Di. und Mi. 11-18 Uhr, Do. und Fr. 11-20 Uhr, Sa. Und So. 10-18 Uhr. Eintritt 12 €.

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Über Hans Hermann Pöpsel

Historiker und Germanist. Pensionierter Redakteur
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