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Tagesarchive: 21. Oktober 2013
Veronica Ferres als Seelsorgerin: Barmherzige Bibelsprüche und viel Psycho-Jargon parat
Weiß der Himmel, woran das liegt: Jedenfalls ist Veronica Ferres eine Schauspielerin, an der sich die Geschmäcker scheiden. Gern gebe ich zu, dass ich nicht zu ihren Anhängern zähle und daher auch ihren neuesten Fernsehfilm „Lena Fauch – Gefährliches Schweigen“ (ZDF) mit gehöriger Skepsis eingeschaltet habe.
Nun muss man aber zugestehen, dass die Geschichte alles in allem ordentlich erzählt wurde. Kameraarbeit und Musikeinsatz konnten sich sehen bzw. hören lassen, wenn auch die Stilmittel der Zeitlupe, der leeren weißen Flächen und der tröpfelnden Klavierklänge eine Spur zu oft verwendet wurden. Aber egal. Seien wir nachsichtig.
Wüste Kreuz- und Querbezüge
Polizeiseelsorgerin Lena Fauch (Ferres) siedelt aus dörflicher Idylle nach München um und lernt dort gleich so manche Härten des Berufsalltags kennen.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Fernsehen und Hörfunk, Glaubensfragen
Verschlagwortet mit Alexander Held, Lena Fauch, Normann Hacker, Veronica Ferres, ZDF
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Dialekte als eigene Sprachen?
Man hat sich schon daran gewöhnt: In Nordspanien gibt es die Straßenschilder auf Katalanisch. Und natürlich, auf Mallorca muss es Mallorquin sein. Baskisch gilt sowieso als die Mutter aller separatistischen Bewegungen – immer mehr Dialekte wollen eigene Sprachen sein, und zumindest beim Baskischen trifft das ja auch zu. Aber wie ist es mit Korsisch, Sorbisch oder Okzitanisch?
Saint-Tropez zum Beispiel ist in aller Welt unter diesem Namen bekannt, aber die wenigen noch verbliebenen Einheimischen zeigen sich stolz als Bewohner von „Sant Troupes“. An den Ortseingängen stehen jetzt zwei Schilder – das größere mit dem Ortsnamen „Sant Troupes“ im okzitanischen Dialekt rückt das französische „Saint-Tropez“ an den unteren Rand. Ach ja, Okzitanisch will ja auch eine Minderheitensprache sein, wie es die Europäische Charta vorgesehen hat.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Sprache
Verschlagwortet mit Baskisch, Dialekt, Friesisch, Katalanisch, Mundart, Niederdeutsch, Okzitanisch, Sprache
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Familienfreuden XI: Die Lauschabschaltautomatik
Ich freue mich schon wahnsinnig auf die Zeit, sobald Fiona sprechen kann. Wenn sie ein bisschen nach mir kommt, sollte es da mit der Quantität keine Probleme geben.
Ob sie wohl auch Wörter erfinden wird? Bei mir heißen bequeme Pantoffeln zum Beispiel Kuschelpuscheln und wenn ich nicht gut drauf bin, aber nicht weiß warum, bin ich unduchtig.
Vielleicht wird es in Fi’s Leben auch kuriose Szenen geben wie jene, die ich zwischen einem Jungen und einem Mädchen hörte, beide sahen aus wie 12: „Damit Du auf dem aktuellen Stand bist“, sagte er und sie nickte eifrig: „Ich und Luise waren so zwei, drei Jahre zusammen.“ Damit war auch ich auf dem aktuellen Stand und außerdem sehr erstaunt.
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Veröffentlicht unter Alltag, Bekenntnisse, Kinderzeiten, Lebenswege, Philosophie, Sprache
Verschlagwortet mit Baby, Bochum, Erfindungen, Erziehung, Hören, Kind, Kinder, Kolumne, Sprechen, Wörter
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Wagner-Jahr 2013: Die Jugendoper „Das Liebesverbot“ in Leipzig

Wagner in Leipzig: Das neue Wagner-Denkmal von Stephan Balkenhol. Foto: Werner Häußner
Wagners Verdikt scheint eindeutig: „Ich irrte einst und möcht‘ es nun verbüßen. Wie mach‘ ich mich der Jugendsünde frei?“. Die Widmung an König Ludwig II. von Bayern galt dem heiter-sinnlichen „Liebesverbot“. Geniusworte werden gemeinhin nicht kritisch hinterfragt. So wurde Wagners opéra comique „Das Liebesverbot“ nach seinem Tode erst 1914 wieder aufgeführt und blieb seitdem ein nur gelegentlich beachteter Sonderling.
Kein Wunder: Wagner selbst hat sich nach der katastrophal misslungenen einzigen Aufführung 1836 in Magdeburg vom Konzept der opéra comique, wie es ihm im Theateralltag in den Werken Daniel François Esprit Aubers formvollendet entgegentrat, gelöst und andere Wege beschritten, die ihn letztlich zurück zur romantischen Sphäre der „Feen“ geführt haben.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Allgemein, Oper & Ballett
Verschlagwortet mit Aron Stiehl, Christiane Libor, Das Liebesverbot, Jürgen Kirner, Matthias Foremny, Oper Leipzig, Richard Wagner
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