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Schlagwort-Archive: Mauerbau
Neuer Mauerbau, Stalins Schatten und der Terror des Digitalen – zum umstrittenen DAU-Kunstprojekt in Berlin
Vor 29 Jahren fielen in Berlin die Mauer und der „Eiserne Vorhang“. Das war der Auftakt vom Ende des Realen Sozialismus und einer Diktatur des Proletariats, die immer nur ein ideologischer Popanz war, mit dem sich schamlose Partei-Bonzen der herrschenden Nomenklatura die Macht über das Volk sicherten. Neben einigen unverbesserlichen Nostalgikern, die sich gern die schlechte Vergangenheit schön reden, gibt es jetzt auch einige Künstler, die vom (temporären) Wiederaufbau der Mauer träumen.
Direkt in Berlins Mitte, in einem etwa 300 mal 300 Meter großen, von einer russischen Beton-Mauer abgeriegelten Areal zwischen Staatsoper und Bauakademie, soll direkt an der Straße Unter den Linden vom 12. Oktober bis 9. November ein … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Geschichte, Gesellschaft, Kunst & Museen, Netzwelten & KI, Wahnwitz
Verschlagwortet mit Berlin, Charkiw, DAU Freiheit, Ilya Khrzhanovsky, Lev Landau, Marina Abramovic, Massive Attack, Mauerbau, Romeo Castellucci, Stalin, Theodor Currentzis, Ukraine
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Denkmal der Deutschen, die Demokratie wagen: Willy Brandt wäre 100 Jahre alt geworden
Wir lauschten in einen Bildschirm, auf dem nur eine Person und deren markantes Gesicht zu sehen war, eine Person, die sich anschickte einer der historischen Bundeskanzler dieser Republik zu werden.
Wir, das waren Christine Markhoff, Malte Markhoff, Klaus Mendel und Rosel Linner und ich (das war so ziemlich der Kernbestand der damaligen Schwerter Ruhrnachrichten). Politisch waren wir aus unterschiedlichen Ecken, doch eines einte uns: Wir waren ziemlich gefesselt von dem, was dieser Willy Brandt 1969 als persönliche Botschaft ins Land schickte: „Mehr Demokratie wagen!“

Der damalige Bundeskanzler Willy Brandt beim Besuch der Dortmunder Zeche Minister Stein am 1. März 1974. (Bild: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung/Ulrich Wienke)
Am 18. Dezember wäre Willy Brandt 100 Jahre alt geworden. Er ist bereits … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse, Geschichte, Lebenswege, Politik und so
Verschlagwortet mit Berlin, Ernst Reuter, Herbert Wehner, Kennedy, Mauerbau, Sozialdemokraten, SPD, Willy Brandt
Ein Kommentar
Politiker mit Widersprüchen: Buch lenkt den Blick auf die menschliche Seite von Willy Brandt
Die Willy-Welle schwappt durch das Land, unter anderem Spiegel, Stern und Zeit haben ihm ausführliche Rückblenden gewidmet. Der 100. Geburtstag von Willy Brandt am 18. Dezember ist auch der Anlass für die Neuauflage der Biographie von Gregor Schöllgen.
„Eine Annäherung“ wäre für das Buch des renommierten Professors für Neuere Geschichte an der Uni Erlangen wohl der treffende Untertitel, schaut der Autor doch vor allem auf den Menschen Willy Brandt mit allen seinen Widersprüchen. Um Missverständnissen vorzubeugen: Schöllgen, der den Nachlass des Friedensnobelpreisträgers von 1971 mitherausgegeben hat, legt hier keine Homestory vor. Er zeichnet vielmehr den Lebensweg des langjährigen SPD-Politikers nach, einen Weg, auf dem Siege und Niederlagen, Höhen und Tiefen meist ganz nah beieinander lagen.
Dabei war es wohl, wenn … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Buchmarkt & Lesen, Geschichte, Gesellschaft, Lebenswege, Politik und so
Verschlagwortet mit Adenauer, Berlin, Bonn, Brandt, Exil, Helmut Schmidt, Hitler, Mauerbau, Nazi-Regime, Norwegen, Schöllgen, Schweden, SPD, Wehner
Kommentare deaktiviert für Politiker mit Widersprüchen: Buch lenkt den Blick auf die menschliche Seite von Willy Brandt
Zutaten der Erinnerung – Klaus Modicks Roman „Klack“ zoomt die frühen 1960er heran
„Au Backe!“ – „Zieh Leine!“ – Das sagt doch heute kein Mensch mehr. Richtig. Klaus Modicks Roman „Klack“ führt uns zurück in die Jahre 1961 und 1962, also geradewegs in die Zeit zwischen Erstarrung und keimender Aufbruchshoffnung, zwischen Adenauer und Beatles. Das Titel gebende „Klack“-Geräusch kommt von einer billigen Agfa-Clack-Kamera, die der Ich-Erzähler namens Markus damals auf der Kirmes gewonnen und mit der er fortan Szenen und Vorfälle aus seinem damaligen Alltag festgehalten hat – eigentlich nach bloßem Zufallsprinzip und gleichsam aus der Hüfte geschossen, aber dennoch, über die Jahrzehnte hinweg, selbst im Misslingen vielsagend.
Markus steckt in der tragikomischen Klemme zwischen Kindheit und Pubertät, er wächst in einer norddeutschen Provinzfamilie auf. Die Oma hält strikt auf Anstand und Sitte, … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Alltag, Gesellschaft, Literatur
Verschlagwortet mit 1961, 1962, Italiener, Klack, Klaus Modick, Kubakrise, Mauerbau, Oldenburg, Provinz, Sturmflut
Ein Kommentar
Als der Widerstand wuchs: Gesichter der „Wende“
Des welthistorischen Tages wollen wir auch an dieser Stelle gedenken: Vor 50 Jahren, am 13. August 1961, hat das DDR-Regime mit dem schändlichen Mauerbau begonnen. Doch wir zäumen die Sache von hinten auf und betrachten ein Buch über die „Wende“ von 1989, die diese Mauer schließlich zu Fall gebracht hat.
Der Dortmunder Fotograf Dirk Vogel porträtiert in dem Bildband „Gesichter der Friedlichen Revolution“ insgesamt 63 Protagonist(inn)en jener bewegenden Phase deutscher Geschichte. Es sind durchweg aufrechte, anständige Charaktere, deren Lebensleistung hohen Respekt verdient. Unter teilweise großem persönlichem Risiko haben sie Courage in einer Diktatur bewiesen. Auch wenn einige es selbst nicht gerne hör(t)en, so darf man sie wohl Heldinnen und Helden der Zeitgeschichte nennen, Vorbilder weit … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Fotografie, Geschichte, Gesellschaft, Lebenswege, Politik und so
Verschlagwortet mit 1989, Biermann, Bohley, DDR, Dirk Vogel, Eppelmann, Mauerbau, Platzeck, Schorlemmer, SED, Wende, Widerstand
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