Tagesarchive: 30. August 2011

Erhabene Schönheit der Renaissance

Diese Schönheit und Anmut, dieser Stolz, dieses Selbstbewusstsein, diese Eleganz. Seit Wochen beherrschen die von zeitloser Erhabenheit erzählenden „Gesichter der Renaissance“ das Berliner Stadtbild. Überall hängen Plakate und Transparente.

Jetzt endlich ist die Zeit des neugierigen Wartens vorbei. Und das Ergebnis lässt den Betrachter vor Ehrfurcht in die Knie gehen: Das auf der Berliner Museumsinsel gelegene Bode-Museum öffnet die Pforten zu einer opulenten Bilderschau und zeigt mehr als 170 Hauptwerke der Renaissance, Gemälde, Zeichnungen, Medaillen und Büsten, die erstmals zusammen zu sehen sind. Zu den Leihgebern der fragilen und nur selten auf Reise geschickten Kunstwerke gehören die Florentiner Uffizien und der Pariser Louvre, die National Gallery in London und die Sammlung Czartoryski aus Krakau.

Leonardo da Vinci: "Dame mit dem Hermelin" (Portrait der Cecilia Gallerani), 1489/90, Copyright bpk/Scala

Leonardo da Vinci: "Dame mit dem Hermelin" (Portrait der Cecilia Gallerani), 1489/90, Copyright bpk/Scala

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. . . und das Buch bleibt

Neulich im Berliner Sony-Center durchstöberte ich – Elektronik-Freak, der ich bin – die ultimativen Angebote und erfreute mich an überwältigenden Klängen, die aus winzig erscheinenden Lautsprecherlein in mein Ohr drangen. Keine Sorge, mein Berlin-Aufenthalt bekam trotz derartiger Shopping-Attacken ausreichend kulturelle Würze.

Da gleich nebenan recht preisgünstig Reader feilgeboten wurden, mit denen man e-books mit aufs Klo nehmen kann, begab es sich, dass ein grauschläfiger Herr mich ansprach und wissen wollte, wie das denn ginge „mit so einem Ding“. Ich erläuterte höflich die Funktion dieser schwarzen Frühstücksbrettchen und erhielt als Konter die Frage: „Wo liegt denn der Vorteil – etwa nur darin, dass ich mir die Regale spare, in die ich Bücher stellen kann?“

Schnell schob ich noch einen vermeintlichen Vorteil nach: „Na, ja, einen gäbe es noch. Sie sparen Gewicht beim Flug in den Urlaub.“ Räumte aber ebenso schnell ein, dass nachhaltige Vorteile nicht zu beschreiben sind, die Reader seien eben modernes Spielzeug, gegen ein richtiges Buch könnten sie derzeit nicht bestehen.

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