Tagesarchive: 21. Februar 2012

Historisches Stichwort: „Landwehr“

Wer das Wort „Landwehr“ hört, denkt an die Vorläufer der Wehrpflicht, an stehende Heere und an Berufssoldaten. Das Wort Landwehr hat aber auch eine andere, sogar noch ältere Bedeutung, und wer in den ländlicheren Teilen des südlichen Ruhrgebiets, im Bergischen oder im Münsterland spazieren geht, der kann sogar auf die Reste dieser Landwehren stoßen.

Reste der Landwehr im Süden von Ennepetal

Der Begriff bezeichnet lang gestreckte Erdwälle, die im Mittelalter angelegt wurden, um das Territorium gegen Eindringlinge zu schützen oder um Räuberbanden die schnelle Flucht vor allem mit Fuhrwerken zu vereiteln. Die Landwehren waren bis zu 18 Meter breit und folgten im Wesentlichen der Landesgrenze, zum Beispiel zwischen dem Herzogtum Berg und der Grafschaft Mark. Diese Grenze besteht heute noch als Grenzlinie zwischen Rheinland und Westfalen, also zwischen den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf auf der einen und Arnsberg auf der anderen Seite.

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Meilensteine der Popmusik (4): The Mamas and the Papas

Kalifornien 1966: Sonne out, Strand out, Surf out. Nach der ersten großen Drogen-Welle und mit den Songs von Bob Dylan hatte sich die Welt verändert. Als Amerikas Engagement in Vietnam eskalierte, gab es neue Schlagworte: „love and peace“, „make love not war“. Die Studenten von Berkeley waren die ersten, die friedlich rebellierten. Der anrückenden Nationalgarde steckten sie Rosen in die Gewehrläufe. Die Gesellschaft war irritiert, bisweilen sogar schockiert. Auch hierzulande machten sie sich langsam breit; in den Augen des Nachkriegsspießbürgers waren sie nur langhaarige Nichtsnutze, diese „Gammler“. Wer sich rechtzeitig informiert hatte, sprach auch schon von „Hippies“. Das alles ließ sich schon damals toll vermarkten. Die Mode-Industrie setzte auf Parka, Boots und Blümchen. Und auch die übergroßen Beatles sangen ein Jahr später „All you need is love“. Mit Blumen im Haar machten sie Kasse mit der neuen Masche: Flower Power.

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