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Archiv der Kategorie: Arbeitswelt & Beruf
Klagelied eines Zimmermädchens: So schlimm sind die betuchten Hotelgäste
Wo gibt es hierzulande noch zackig steile Hierarchien wie vor 60 oder 90 Jahren? Wo kann eine Arbeitswoche 70 bis 100 Stunden dauern – und das für ein äußerst bescheidenes Entgelt?
Im Hotelfach. Zumindest „ganz unten“, auf der Zimmermädchen-Ebene, muss sich das Berufsleben elend anfühlen. Ein privates Dasein gibt es auf dieser Stufe ohnehin nicht mehr.
Mit etwas Einfühlungsvermögen hat man sich das vielleicht schon vorstellen können. Doch die junge Frau mit dem Decknamen „Anna K.“ gibt – mit Hilfe zweier Ghostwriter – in ihrem Buch „Total bedient“ etwas genauere Einblicke ins Gewerbe.
Nach dem Abitur hat diese Anna K. einige Praktika in Berliner Hotels und auf einem Kreuzfahrtschiff absolviert; … Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Hotel, Hotelbranche, Zimmermädchen
3 Kommentare
„Stilvoll und lichtdurchflutet“ – Maklerdeutsch ist pure Poesie
Wer sich auf Wohnungssuche begibt, der lernt nach und nach die sprachlichen Bemäntelungen kennen, die in der Maklerzunft üblich sind. Sie lassen sich in manchen Punkten mit den notdürftig beschönigenden Formeln in Arbeitszeugnissen vergleichen.
Hier wie da werden Texte nach Baukastenprinzip aus Standardfloskeln gefügt. Hier wie da verständigt man sich gleichsam im ironisch gebrochenen Modus mit kaschierten Hintergedanken. Es gibt sozusagen eine imaginäre Interlinearversion, die den eigentlichen Sinn enthält.
Damit driftet das Genre der Immobilien-Annonce in literarische Gefilde. Nicht, dass jemand von Rosstäuscherei spreche! Nein, hier sickert Poesie in den tristen Alltag, die Makler schildern uns in herzerwärmenden Worten die herrlichsten Idyllen.
Der Befund ist gewiss nicht neu – und doch staunt man immer wieder über die Chuzpe, pardon, über … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Alltag, Arbeitswelt & Beruf, Architektur & Städtebau, Sprache, Warenwelt & Werbung
Verschlagwortet mit Immobilien, Makler, Maklerdeutsch, Maklersprache
Ein Kommentar
Alltägliche Vorfälle in schmerzlicher Nahsicht – Wilhelm Genazinos Roman „Mittelmäßiges Heimweh“
Von Bernd Berke
Dieter Rotmund ist Controller in einer Frankfurter Pharma-Firma. Doch den Vor- und Nachnamen des Finanzexperten erfährt man erst an weit verstreuten Stellen im hinteren Teil des Romans „Mittelmäßiges Heimweh“. Tatsächlich muss die neue Figur des Büchner-Preisträgers Wilhelm Genazino ihre schüttere Identität mühsam behaupten.
Der 43-Jährige lebt, getrennt von Frau und Tochter, in einem lieblos möblierten Appartment und vereinsamt dort zusehends. Buchstäblich mit Controller-Blick streift er in seiner Freizeit durch die Stadt. Das heißt, er registriert das Verhalten seiner Mitmenschen sçhmerzlich genau.
Gleich anfangs verändert ein surrealer Vorfall sein „Leben in wortloser Verdutztheit“: Abends in einer Kneipe verliert er unversehens ein Ohr. Er lässt es liegen. .Später wird er noch einen Zeh vermissen. Einfach so. Beinahe schmerzfrei. Durch … Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Mittelmäßiges Heimweh, Wilhelm Genazino
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Sons meck Chef
Ob diese Zeilen gelingen? Das wage ich zu bezweifeln. Langsam fürchte ich nämlich, dass ich zu den „Pechvögeln der Woche“ gehöre. Vielleicht sollte ich schnell noch einen Blick ins tägliche WR-Horoskop werfen. Da steht doch tatsächlich unter Steinbock: „Bereits wegen einer Kleinigkeit könnte es Ärger geben.“ Stimmt.
Meine Strähne fing mit einem kostspieligen Auffahrunfall an. Tags darauf gab der Dienst-Computer seinen Geist auf. Wahrscheinlich hat das hundsgemeine Auto ihn dazu angestiftet. Geräte-Verschwörung!
Am Wochenende ging’s unverdrossen zum schwedischen Möbelhaus. Beim Öffnen des Pakets hat mich eine tückische Metallschiene geschnitten. Keine Details. Klar, dass anderntags die EC-Karte nicht mehr am Geldautomaten funktionierte. Wozu braucht man auch den schnöden Mammon? Apropos: Am selben Morgen lag prompt Post vom Finanzamt im Briefkasten. Keine … Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Glosse, Pechsträhne
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Die Unlust der Theatermacher am eigenen Handwerk – Regisseure Langhoff, Castorf und Haußmann schimpfen drauflos
Von Bernd Berke
Was ist nur mit den Regisseuren los? In den letzten Tagen schimpfen sie wie die Rohrspatzen aufs Theater.
Den Anfang machte Matthias Langhoff, der nach Jahren in Paris für eine Gastinszenierung nach Berlin zurückkehrte und dort offenbar einen Kulturschock erlitt. Im deutschen Theater langweile er sich fast immer, barmt Langhoff im „Zeit“-Interview. ?
Erstarrte Strukturen, Cliquenwirtschaft, überzogene Kunstansprüche, unter denen jede Lebendigkeit verschüttet werde. So lautet, in den Grundzügen, seine Diagnose. Überhaupt muss man das ganze Bühnenelend offenbar eher medizinisch betrachten. „Im Grunde ist Theatermachen ja eine Krankheit“, meint Langhoff. Und das Zuschauen? Erst recht. „Ich glaube, dass jeder, der mehr als zweimal im Jahr ins Theater geht, irgendwie einen Defekt hat.“
Gleich morgen werden wir uns … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Arbeitswelt & Beruf, Theater
Verschlagwortet mit Frank Castorf, Frust, Leander Haußmann, Matthias Langhoff, Regisseure, schimpfen, Theater, Unlust
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Der Augenblick, in dem die Ordnung schwindet – Arbeiten des Heidelbergers Michael Bacht am Dortmunder Ostwall
Von Bernd Berke
Dortmund. Unordnung beflügelt mitunter die Kreativität: Als Michael Bacht (51) ein Atelier in einer früheren Tabakfabrik bezog, war diese nicht leergeräumt. Es lagen haufenweise Zigarrenschachteln herum. Bacht warf sie nicht weg. Für einen Künstler kann jeder Zufallsfund tauglich sein.
Und siehe da: Später gingen „Buchobjekte“ daraus hervor. Das sind dünne, aufgeschichtete Kartons, in denen man theoretisch blättern könnte wie in Romanen. Doch sie sind eingefaßt in Gestelle aus Stahl und Stein. Die „Bücher“ sind starre Skulpturen geworden.
Der Heidelberger, der im Dortmunder Ostwall-Museum einen Querschnitt durch sein vielgliedriges Schaffen der 80er und 90er Jahre zeigt, liebt jene anfänglichen Zufalle, deren weiteren Verlauf er ein wenig (aber nicht zu sehr) steuern kann. Wenn etwa Karton sich mit Farbpigmenten … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Arbeitswelt & Beruf, Kunst & Museen
Verschlagwortet mit Dortmund, Heidelberg, Michael Bacht, Museum am Ostwall
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Dienstlich ins Kino – morgens um zehn / Arbeitsalltag in der WR-Kulturredaktion: Zu Hochzeiten tut Auswahl not
Von Bernd Berke
Liebgewordene Vorstellung aus der Mottenkiste: Kulturredakteure haben’s gut. Den Vormittag verbringen sie als Flaneure oder sinnend im Caféhaus. Nachmittags entlocken sie ihren Federn zuweilen edel klingende, aber weitgehend nutzlose Zeilen. Abends setzen sie sich ins Theater, immerzu kostenlos – und dann verreißen sie die armen Schauspieler samt Inszenierung auch noch genüßlich. Die Wirklichkeit sieht etwas anders aus.
Sicher: Die „harten“ Nachrichten überschlagen sich bei uns nicht so wie oft in anderen Ressorts. Doch besonders in den kulturellen Hoch-Zeiten des Jahres – vor allem Mai/Juni und September/Oktober – ist die WR-Kulturredaktion (Anja Luckas, Arnold Hohmann und der Verfasser dieser Zeilen) an sieben Tagen in der Woche mit derart vielen Terminangeboten gesegnet, daß strenge Auswahl nottut. Wobei reiner Termin-Journalismus … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Arbeitswelt & Beruf, Kultur an sich, Region Ruhr
Verschlagwortet mit Arbeitsalltag, Kulturredaktion, Westfälische Rundschau
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Die Zeche als Erlebnispark – „Zollern II/IV“ ist 100 Jahre alt: Zentrale des Westfälischen Industriemuseums wird aufpoliert
Von Bernd Berke
Dortmund. Schwarzkaue, Lohnhalle, Steiger, abteufen. Solche Bergbau-Begriffe werden selbst im Revier allmählich museal. Am 1.August ist es genau 100 Jahre her, daß der erste Spatenstich für die damals hypermoderne Zeche Zollern 11/IV in Dortmund-Bövinghausen gesetzt wurde. 1966 kam, wie man so sagt, „der Deckel auf den Pütt“. Längst ist das Areal Schmuckstück und Zentrale des auf neun Standorte verteilten Westfälischen Industriemuseums. Und hier tut sich derzeit einiges.
1999 will man mit einer Fülle neuer Attraktionen locken. Industrielandschaft als Freizeitpark? Genau. Aber in der Substanz möglichst authentisch. Die beiden Fördertürme etwa, die das Gelände überragen, wurden zwar aus Gelsenkirchen und Herne geholt, gleichen jedoch dem Jahren abgebauten Exemplar. Grundlegender Bewußtseinswandel: In den 60er Jahren ließ man Abriß oder … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Arbeitswelt & Beruf, Architektur & Städtebau, Geschichte, Region Ruhr, Technik
Verschlagwortet mit 100 Jahre alt, Ausbauten, Erlebnispark, Ulrike Gillhaus, Umbauten, Westfälisches Industriemuseum, Zeche Zollern II/IV
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Allein mit der Ewigkeit – zum 100. von Ernst Jünger
Von Bernd Berke
Als der Zweite Weltkrieg 1945 endete, war dieser Mann bereits 50. Und 1914, als der Erste Weltkrieg begann, war er auch kein Kind mehr, sondern 19 Jahre alt. Heute wird der Schriftsteller Ernst Jünger 100. Eine ungeheuere Lebensspanne. Aber muß man ihn deswegen in mythische Höhen entrücken?
Nein, das muß man nicht. Auch wenn Autoren wie z. B. Botho Strauß oder Rolf Hochhuth in letzter Zeit geradezu vor ihm niederknien: Der am 29. März 1895 in Heidelberg geborene Ernst Jünger hat den Zerfall der Weimarer Demokratie und das Heraufdämmern der NS-Diktatur mit bebendem Pathos gefeiert. Derlei Denk-Schuld wird durch kein biblisches Alter getilgt.
Den Jugendlichen zog’s fort zur Fremdenlegion. In den Ersten Weltkrieg stürzte er sich dann … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Arbeitswelt & Beruf, Geschichte, Gesellschaft, Krieg & Frieden, Natur Klima Umwelt, Politik und so, Stilfragen
Verschlagwortet mit 100. Geburtstag, Ernst Jünger
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Kunst-Stoff für Christo – Fabrik in Emsdetten fertigt das Gewebe für die Reichstags-Verhüllung
Von Bernd Berke
Emsdetten. Es rattern und rattern die Webmaschinen. Sie machen Lärm für die Kunst, Tag und Nacht. In einer Emsdettener Fabrik entstehen jene 110.000 Quadratmeter Textil mit denen der Verhüllungskünstler Christo im Juni den Berliner Reichstag in ein magisches Zeichen der Geschichte verwandeln will.
Hart war die Konkurrenz. Gleich 19 Betriebe wollten den Stoff anfertigen, aus dem der l gigantische Kunst-Traum besteht. Den Zuschlag erhielt die Firma im Münsterland: Die J. Schilgen GmbH hat ihre Arbeit fast erledigt. Vier Monate lang sind zwei elektrische Webstühle rund um die Uhr nur für Christo gelaufen. Außerdem ging natürlich die übliche Produktion weiter.
Insgesamt 75 Tonnen wiegt die Fracht. Der Zeitplan ist strikt: Sobald wieder ein paar Rollen fertig sind, gehen … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Arbeitswelt & Beruf, Kunst & Museen, Technik, Wirtschaft & Geld
Verschlagwortet mit Emsdetten, Fabrik, Gewebe, J. Schilgen GmbH, Münsterland, Reichstagsverhüllung, Stephan Schilgen, Stoff
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Die (noch) verborgene Kunst – Ruhrfestspiele und ÖTV-Streik
Von Bernd Berke
Recklinghausen. Nach der Premiere des Musicals „Kiss me, Kate“ (die WR berichtete), liegt jetzt ein zweites Hauptereignis der Ruhrfestspiele wegen des ÖTV-Streiks auf Eis: die Ausstellung „Cowboys and Indians“.
Wirrwarr am Samstag: Hatte es mittags noch geheißen, die Schau werde nicht eröffnet, aber zumindest der Presse vorgestellt, war am Nachmittag schon wieder alles anders. Auch die versammelten Journalisten durften noch keinen Blick hinter jene Eisentür werfen, hinter der Bilder von Andy Warhol, Horst Gläsker, Friedemann Hahn und Horst Antes vorerst verborgen bleiben.
Kunsthallen-Chef Dr. Ferdinand Ullrich hatte eine solche Situation noch nicht erlebt: eine fix und fertige Ausstellung, auf die er merklich stolz ist, die er aber niemandem zeigen darf. Zwar standen keine Streikposten vor der Kunsthalle, … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Arbeitswelt & Beruf, Festivals, Kunst & Museen, Region Ruhr
Verschlagwortet mit 1992, Cowboys and Indians, Ferdinand Ullrich, ÖTV-Streik, Ruhrfestspiele
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DGB sucht nach neuen Wegen in der Kulturarbeit – Beispielhaftes Projekt mit Jugendlichen
Von Bernd Berke
Hattingen. Neue Wege in seiner Kulturarbeit mit Jugendlichen soll der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) beschreiten – wenn es nach dem Team geht, das gestern in Hattingen den Abschlußbericht eines ungewöhnlichen Projekts vorgelegt hat, bei dem nicht – wie so oft – typische Gewerkschaftsthemen (35-Stunden-Woche usw.) nur noch umgesetzt wurden, sondern bei dem Erfahrungen und Bedürfnisse Jugendlicher den Anstoß gaben und Themen, Medien und Darstellung bestimmten.
Ilse Brusis, als Mitglied des DGB-Bundesvorstands an dem Modellversuch interessiert, nannte gestern den Hauptgrund für die Aktivitäten, an denen 12 Gruppen mit insgesamt rund 150 Jugendlichen beteiligt waren: Immer mehr Jugendliche gehen, so Frau Brusis, auf vorsichtige Distanz zur Gewerkschaft, die sie oft genug nur noch als Institution mit zahllosen bürokratischen Gremien erleben. … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Arbeitswelt & Beruf, Gesellschaft, Kultur an sich, Region Ruhr
Verschlagwortet mit Bergkamen, Deutscher Gewerkschaftsbund, DGB, Gewerkschaft, Hattingen, Ilse Brusis, Jugendliche, Jürgen Krings, Kulturprojekt
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Rhythmen der Arbeit und der Kunst
Von Bernd Berke
Recklinghausen. Eigentlich soll, so müßte man meinen, der Mensch sich die Welt mittels Arbeit nach seinen Bedürfnissen zurichten. Doch die Geschichte verlief größtenteils anders: Die Arbeit richtete sich „ihren“ Mensehen zu. Nach ihrem – natürlich letztlich von Menschen bestimmten – Rhythmus hat er sich zu strecken.
Immer wieder haben sich bildende Künstler dieses Themas angenommen. Kein Wunder, da „Rhythmus“ ja auch eine künstlerische Kategorie und also bildkräftig ist. Daran konnten denn auch die Ruhrfestspiele über kurz oder lang kaum vorbeigehen. Über 100 bildnerische Beispiele zahlreicher Stilrichtungen und Kunstmedien (Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, kinetische Objekte, Karikaturen und Fotos) zur Entwicklung von „Arbeit und Rhythmus“ (Titel) präsentieren die Festspiele nun in der Kunsthalle Recklinghausen. Das Thema ist gut gewählt, die … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Arbeitswelt & Beruf, Kunst & Museen, Region Ruhr
Verschlagwortet mit Anneliese Schröder, Arbeit und Rhythmus, Brigitte Kaul, Kunsthalle, Recklinghausen, Ruhrfestspiele
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Bochumer Bergbau-Museum entdeckt die Ökologie – Erweiterungsbau für 13 Millionen DM fertig
Von Bernd Berke
Bochum. An der Ökologie kommen auch technische Museen nicht mehr vorbei: In seinem „Erweiterungsbau Süd“, der am Freitag eingeweiht wird, hat das Deutsche Bergbau-Museum Bochum die wohl wichtigste neue Abteilung der Umwelt-Beeinflussung durch den Bergbau gewidmet.
Schon 1556 hatte der Vorfahr aller Bergbau-Theorien, Georg Agricola, geargwöhnt: „Durch das Schürfen nach Erz werden die Felder verwüstet“. Nun dokumentiert also auch das Bergbau-Museum die Geschichte der Bergschäden, des Landschaftsverbrauchs und der „Altlasten“. Ein Grund dafür sind wohl die Legitimationsnöte im Zuge der (häufig befehdeten) Nordwanderung des Revierbergbaus. Da das Museum (Träger: Westfälische Berggewerkschaftskasse und Stadt Bochum) dem Montanwesen naturgemäß zugetan ist, werden zwar Umweltschäden registriert, aber Erfolge wie Entschwefelung und Neubegrünung von Halden stehen doch im Mittelpunkt.
In dem … Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Altlasten, Bergbau-Museum, Bergschäden, Bochum, Dampfmaschine, Erweiterungsbau, Ökologie
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Der 1. Mai als weltweiter Vorbote einer besseren Zukunft – Ausstellung zur internationalen Geschichte des „Kampftags“
Von Bernd Berke
Recklinghausen. Daß die historische Formel von den „Arbeitern aller Länder“, die sich vereinigen sollen, nicht auf bloßem Wunschdenken beruhen könnte, schwant den Mächtigen zumindest noch an einem Tag des Jahres: Am l. Mai. Diesen Schluß soll zumindest eine Ausstellung im Foyer des Ruhrfestspielhauses nahelegen, die erstmals in dieser Breite und Fülle die internationale Geschichte und Gegenwart des „Kampftags der Arbeiter“ dokumentiert.
1979 waren, an gleicher Stätte, Plakate und Dokumente zu nationalen Aspekten des l. Mai gezeigt worden, nun hat die Berliner Neue Gesellschaft für bildende Kunst (NBK) ihr reichhaltiges Archiv (3500 Sammelstücke) zur weltumspannenden Geschichte dieses Datums geöffnet und Recklinghausen rund 200 Exponate zur Verfügung gestellt. Für die Ausstellung interessieren sich schon jetzt zahlreiche Institute im Ausland.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit 1. Mai, Dokumente, Kampftag, Plakate, Recklinghausen, Ruhrfestspielhaus
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Vom Kopierer kommt die „Kunst auf Knopfdruck“
Beherzt rückt Jürgen O. Olbrich dem Kopiergerät zuleibe. Auf der dünnen Glasplatte (normale Bruchlast: 6 Kilogramm) tanzt er einen verwegenen Rock’n Roll. Ergebnis bei eingestellter Dauerfunktion: verwirrende Geflechte aus Fußabdrücken – Schwarz auf Weiß verewigt. Ein andermal ließ Olbrich Speiseeis aufdem Kopierer schmelzen und hielt den Zerfließ-Vorgang auf Kopien fest.
Derlei Aktivitäten durfte kaum ein Bürochef oder Kopierladeninhaber dulden. Immerhin: Millionen Menschen gehen täglich mit Fotokopiergeräten um. Doch nur ganz wenige kommen auf die Idee, dies spielerisch zu tun oder gar Kunst daraus zu machen. Einer von den Wenigen ist Klaus Urbons (32), der seit 1977 „Copy Art“ betreibt und jetzt in Mülheim/Ruhr das bundesweit erste „Museum für Fotokopie“ eingerichtet hat. Er zeigt dort rare Geräte aus den letzten 25 … Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Copy Art, Jürgen O. Olbrich, Klaus Urbons, Kopierer, Kopierkunst, Mülheim, Museum für Fotokopie, Timm Ulrichs
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„Heldenhafte“ Industriearbeit in Pastellfarben – Bilder des Niederländers Herman Heyenbrock
Von Bernd Berke
Münster. Ausgesprochenes Mitleid hatte Herman Heyenbrock (1871-1948) mit dem Proletariat kaum. Eher bewunderte der niederländische Maler das „Heldentum“ der Industrie-Arbeiter, die alle bis dahin gekannten Schranken der Produktion überwanden.
Der Künstler hielt zu Beginn unseres Jahrhunderts Industrieszenen in Nord- und Westeuropa (Wales, Schweden, Ruhrgebiet) für die Nachwelt fest. Dabei machte er auch für einige Wochen in Hörde, dem heutigen Dortmunder Ortsteil, Station.
80 Heyenbrock-Bilder, darunter einige Ansichten der Hörder Hermannshütte aus der Zeit vor 1910, sind jetzt im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster zu sehen (bis 9. Juni, Katalog 10 DM). Seit 1910 hat kein deutsches Museum eine solche Auswahl zusammentragen können. Insgesamt soll es 1200 Industriebilder von Heyenbrock geben.
Heyenbrock war Sohn eines … Weiterlesen
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Vom Trauma des Lebens in der Fremde – Helmut Ruges „Wer bezahlt die Zeche?“ uraufgeführt
Von Bernd Berke
Recklinghausen. Waren im 19. Jahrhundert polnische Zuwanderer die „Türken des Reviers“? Um diese Frage kreist die neuen Szenencollage des Satirikers Helmut Ruge (Allerweltstitel: „Wer bezahlt die Zeehe?“), die am Samstag im Recklinghäuser „Depot“ als Produktion der Ruhrfestspiele uraufgeführt wurde.
Berge von Koffern sind die Hauptrequisiten, Zeichen für „Heimat“-Losigkeit – und das nicht nur im Hunsrück. Im kohlenschwarzen Bühnenboden klafft ein glühender Riß, als habe sich die Erde aufgetan. Ursache: „soziale Beben“.
Der Türke Erdal führt in fliegendem Rollenwechsel das epochenübergreifende Trauma des Lebens in der Fremde vor. Mal bleibt er der Erdal der „Wende“-Zeit in den 1980ern, mal wird er zum Polen Josef, der hundert Jahre zuvor ins Ruhrgebiet gekommen ist und bei den großen Bergarbeiterstreiks noch … Weiterlesen
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Autoren befürchten Zwang zur Arbeit mit dem Heimcomputer – Unruhe beim Verband Deutscher Schriftsteller
Von Bernd Berke
Im Westen. Ein Gespenst geht um in der bundesdeutschen Verlagslandschaft. Autoren, so glaubt Volker W. Degener, NRW-Landesvorsitzender des Verbands Deutscher Schriftsteller (VS), könnten von „ihren“ Verlagen angehalten werden, Texte nicht mehr zu Papier zu bringen, sondern sie zu Hause am Computerbildschirm druckfertig einzugeben.
Degener („Da ist einiges im Gange“) sieht Gefahren heraufdämmern: Solche Texte könnten eyentuell ohne nennenswerte Kontrolle abgerufen oder vervielfältigt werden, womit Privatsphäre und Copyright empfindlich berührt wären. Außerdem bestünde unter solchen Umständen die Möglichkeit, den jeweiligen Autoren die Arbeit von Setzern und Lektoren zusätzlich aufzuhalsen. Degeners Schlußfolgerung: „Dann müßten ganz neue Normverträge ausgehandelt werden“.
Beim VS haben sich Informationen über Autoren-Heimarbeit an Bildschirm-Terminals inzwischen derart verdichtet, daß die Stuttgarter Bundeszentrale eine entsprechende Mitgliederbefragung in … Weiterlesen
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Rock-Musiker wollen über ihre Renten reden – Erstmals Bundeskongreß: Beruf soll seriöser werden
Von Bernd Berke
Berlin/Lüneburg. Die „wilden Jahre“ sind offenbar endgültig vorüber: Deutsche Rockmusiker wollen ihren Beruf jetzt auf seriöse Grundlagen stellen. Auf ihrem erstmals stattfindenden Bundeskongreß (15.-18. August am Rande der „Show-Tech“-Messe im „ICC“ Berlin) soll eine geregelte Rentenversorgung für „Alt-Rocker“ ebenso diskutiert werden wie eine solide Ausbildung des Nachwuchses.
Treibende Kraft ist die erst 1983 gegründete „Bundesarbeitsgemeinschaft der Rockmusiker“ mit Sitz in Lüneburg und Ortsvereinen in bislang 26 Städten. Ole Seelenmeyer (38), Mitgründer der Organisation und als Bassist seit gut 20 Jahren im Geschäft, klagt: „Es gibt bei uns ein riesiges ,Rock-Proletariat‘. Die meisten Bands krebsen am Rande des Existenzminimums dahin.“
Wo schon die Gegenwart so trübe aussieht, ist es auch um die Zukunft schlecht bestellt. Zwar ist noch … Weiterlesen
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Nach mancher Qual doch noch Glanzlichter – Ruhrfestspiel-Ensemble fünf Stunden lang im „Depot“
Von Bernd Berke
Recklinghausen. Gleich vier neue Produktionen stellte jetzt das Ensemble der Ruhrfestspiele vor – und das erstmals in seiner neuen Spielstätte, einem ehemaligen Straßenbahndepot.
Das Depot ist ein vorzüglicher Ort fürs Theater. Es umfaßt eigentlich drei Spielstätten, so daß zur Einweihung zwei Stücke zeitlich parallel gegeben werden konnten (im „Magazin“ und in der „Werkstatt“). Das fünfstündige Mammutprogramm startete jedoch im Theatersaal des früheren Tramschuppens, und zwar mit „Prometheus und Herakles 5″ von Heiner Müller. An diesem gewichtigen Brocken hat man sich überhoben. Mag sein, daß die wahre Fließbandarbeit des Ensembles, deren erste Ergebnisse hier im Zusammenhang zu sehen waren (künftige Aufführungen erfolgen separat), einen Großteil jener Energie aufgesogen hat, die Müllers Aischylos-Bearbeitung kosten müßte.
Wolfgang Lichtensteins Inszenierung konzentrierte … Weiterlesen
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Neu in Wuppertal: Museum für Frühindustrialisierung
Von Bernd Berke
Wuppertal. Der Weg führt durch eine Gasse zwischen Stellwänden. Plötzlich weitet sich der Raum, und man steht vor dem Modell eines Bürgerhauses. So sinnfällig stellt das neue und bundesweit einzige „Museum für Frühindustrialisierung“, das am Sonntag in Wuppertal seine Pforten öffnet, nicht nur den Gegensatz zwischen Enge und Großzügigkeit von Arbeiter- und der Bürgerviertel dar.
„Anfassen erwünscht!“, lautet das Motto in dem alten Fabrikgebäude, das nun mit dem direkt benachbarten Engels-Haus Wuppertals „Historisches Zentrum“ bildet. Im Blickpunkt steht die Zeit zwischen 1780 und 1850, als speziell der Wuppertaler Raum ein Zentrum der Frühindustrialisierung war, bevor die Region in Sachen Industrialisierungsgrad vom Ruhrgebiet überholt wurde.
Was man hier auf gut 500 Quadratmetern in vorerst drei Etagen an eindrucksvollen … Weiterlesen
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Immer Kohlestaub auf dem Zeichenpapier – Künstler Alfred Schmidt arbeitete vier Monate lang unter Tage an einem Großbild
Von Bernd Berke
Gelsenkirchen. „Nimm lieber ’ne Schippe und verdien dir dein Geld richtig!“ Solche Schmähungen mußte Alfred Schmidt (53) über sich ergehen lassen, als er die ersten Male auf Zeche „Hugo“ in Gelsenkirchen-Buer einfuhr. Seit über 100 Jahren wird auf „Hugo“ Kohle abgebaut, doch ein Maler war noch nie vor Ort.
Alfred Schmidt ließ sich nicht verdrießen: Vier Monate lang war er jeweils mit der Mittagsschiebt unter Tage – Staffelei, Zeichenpapier, Rohrfeder und Tusche immer dabei. Schmidts Dauerstandort: Schacht V, Sohle 7, in 940 Meter Tiefe. Dort kommen praktisch alle 3500 Kumpel vorbei, die bei „Hugo“ unter Tage arbeiten.
Nach und nach gewöhnte man sich an den Künstler, der mit Helm, Stahlkappenschuhen, Schienbeinschutz und Geleucht einfahren mußte und die … Weiterlesen
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Neues Ruhrfestspiel-Ensemble will engen Kontakt zur Arbeitswelt – zu Besuch im Dortmunder Rundschau-Haus
Von Bernd Berke
Dortmund. „Es ist eine ganz neue Erfahrung, Eisenstaub, Hitze und Lärm bei Hoesch selbst zu erleben.“ So staunte, stellvertretend für seine Kollegen, ein Mitglied des neuen Ensembles der Ruhrfestspiele beim gestrigen Besuch im Rundschau-Haus. Die 29köpfige Truppe kam direkt von Betriebsbesichtigungen bei Opel/Bochum und den Dortmunder Hoesch-Werken „Westfalenhütte“ und „Phoenix“.
Beim Redaktionsbesuch diskutierten die Theaterleute mit Wirtschaftsredakteur Frank Bünte und WR-Kulturredakteur Johann Wohlgemuth. Thema: Krise und Zukunftsaussichten des Reviers.
Den Kontakt zur Arbeitswelt nimmt das neue (im Schnitt recht junge) Ensemble sehr ernst. Seit 14 Tagen knüpfte und festigte man Verbindungen zu Betriebsräten, Gewerkschaftern und Belegschaftsmitgliedern. Auch die Kumpel der bedrohten Dortmunder Zeche „Gneisenau“ und ihre streitbaren Frauen standen auf dem Besuchs-Programm der Bühnenleute. Eine „Gneisenau“-Besichtigung vor … Weiterlesen
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Auch Dortmunder Theater erwägt verbilligte Karten für Arbeitslose – Umfrage nach Krefelder Initiative
Von Bernd Berke
Im Westen. Sehr unterschiedliche Reaktionen hat die Nachricht ausgelöst, daß das Krefelder Theater als angeblich erste deutsche Bühne Karten für Arbeitslose um die Hälfte billiger abgeben will.
Während es beim Wuppertaler Theater auf WR-Anfrage hieß, dies könne beispielgebend sein, meinte Bochums BühnenVerwaltungsdirektor Dr. Rolf Paulin: „Verbilligte Theaterkarten für Arbeitslose sind ein uralter Hut. Die gibt’s in Bochum schon seit langem“.
Während in Bochum der Eintrittspreis für Erwerbslose um 50 Prozent reduziert ist, gibt es beim Westfälischen Landestheater (WLT) in Castrop-Rauxel 40 Prozent Ermäßigung. WLT-Rendent Günter Dammeier: „Was die Krefelder jetzt machen wollen, praktizieren wir schon seit Jahren“. Das Angebot werde freilich nicht sehr intensiv genutzt. Eine möglich Erklärung dafür hat Bochums Verwaltungsdirektor Paulin parat: „Kaum ein Arbeitsloser … Weiterlesen
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Kuriosa und Tüfteleien: Schreibmaschinen-Historie seit 1855
Von Bernd Berke
Düsseldorf. Der französische Kavallerist Viry erfand 1914 eine Mini-Schreibmaschine für Notizen, die auf schwankendem Pfelrderücken zu Papier gebracht werden mußten. Zu diesem Zweck schnallte sich der Benutzer das Gerät an den Oberschenkel.
Das seltene Maschinen-Exemplar ist eines von vielen interessanten Exponaten der Ausstellung „Schreibmaschinen-Historie von 1855 bis heute“, die jetzt im Düsseldorfer Landesmuseum Volk und Wirtschaft eröffnet wurde. 127 kostbare Stücke sind zu bewundern. Einen Katalog gibt es leider nicht. Hauptleihgeber Uwe H. Breker: „Die Versicherungssumme verschlang den Etat allein“. Dafür habe man aber eine Schau zusammengestellt, wie sie die Welt in dieser Qualität noch nicht gesehen habe.
Das betagteste Modell ist ein Produkt des Musikinstrumentenbauers Charles Wheatstone aus dem Jahr 1855. Das Farbband war noch nicht … Weiterlesen
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Einziger Böttcher weit und breit: Der Selmer Bernhard Böcker fertigt Fässer auf althergebrachte Art
SELM. Wetten, daß . . . Bernhard Böcker von allen Selmern den mit Abstand seltensten Beruf hat? Das Metier des 48jährigen war schon zu seiner Ausbildungszeit so rar, daß er seine Meisterprüfung vor der Handwerkskammer Münster um ein Jahr verschob, um nicht allein die hohen Prüfungsgebühren berappen zu müssen. 1960 war es dann soweit: Ein Leidensgenosse aus Emsdetten war gefunden und man teilte sich den teuren Spaß. Seither nennt sich Bernhard Böcker Böttcher-Meister.

Das Original: WR-Lokalseite Selm, Bork, Cappenberg vom 17. Juli 1981 – mit Fotos von Ingo Schlattmann
Ein Blick in die Innungsliste zeigt, daß es im gesamten Bundesgebiet nur noch 32 Böttcher gibt, von denen einige aus Altersgründen den Beruf schon lange nicht mehr ausüben. Der letzte Böttcher … Weiterlesen
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Ein Mann ging in die Küche – Hausmann muß noch gegen Vorurteile ankämpfen
Von Bernd Berke
„Manch einer wird sagen: ,Das is’n fau-ler Hund. Schickt seine Olle Geld verdienen und macht sich selbst zu Hause schöne Tage'“, witzelt Hans-Jürgen Gräber (44). Gräber ist Hausmann.
Der gelernte landwirtschaftliche Verwalter hat sich aus dem Berufsleben zurückgezogen und führt den gemeinsamen Haushalt, während seine Frau Tanja (38) arbeitet. Und wenn sie abends das Häuschen am Waldrand von Westbevern bei Münster betritt, findet sie geordnete Verhältnisse vor. Ihr Mann hat, während sie für eine Arzneimittelfirma Arztbesuche machte, gewaschen, geputzt, gebügelt und die zweijährige Tochter Sonja aufs Beste versorgt.
Hans-Jürgen Gräber fürchtet keine Vorurteile à la „Der ist aber faul“ oder „Der steht vielleicht unter dem Pantoffel“. Beinah hätte er sich sogar einem millionenstarken TV-Publikum gestellt. Als das … Weiterlesen
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