Volltextsuche
Archiv aller Beiträge
-
Die 10 neuesten Beiträge
- Meistens leise und lakonisch – Cartoons von Hauck & Bauer
- Ein „offener Fall“: Judith Hermanns schwierige Spurensuche nach dem SS-Großvater
- Faszination des meisterlichen Gesangs: Countertenor Franco Fagioli in der Philharmonie Essen
- Wachwechsel: Zwei Leitfiguren der Revier-Kultur gehen in den Ruhestand
- „Das Gute“: Michael Köhlmeiers Streifzüge durchs menschliche Dasein in 53 Kapiteln
- Öffnung neuer Horizonte: Musik von Frauen beim Essener Festival „her:voice“
- Böse Posse aus dem Giftschrank der Geschichte: Elfriede Jelineks „Burgtheater“ am Burgtheater
- Sinnliches Erlebnis eigener Art: Benjamin Perry Wenzelberg destilliert aus „Ulysses“ von Joyce eine Oper
- „Wie fühlst du dich?“ – Axel Hacke stellt die Grundsatzfrage
- Bildgewaltiges Spiel mit der Vorstellungskraft: „Imagine“ von Kay Voges und Alexander Kerlin am Schauspiel Köln
Meistgelesen (ab 1.10.23)
- Aufklärung, das unvollendete Projekt – opulente Ausstellung in Berlin
- Als Prügel für Kinder zum Alltag gehörten
- Wie sich die chinesische Lyrik nach und nach von Fesseln befreite und…
- Viele, liebe, beste, schöne, freundliche, herzliche Grüße: Die etwas…
- Entdecker in den Gefilden der Rockmusik: Alan Bangs wird 70 Jahre alt
- Konjunktur mit Fußballbildchen: Das Wunder in Tüten aus Dortmund und…
- Woran Goethe glaubte
- Wie sich Pflegedienste nennen
- „Die Brücke“ und „Der Blaue Reiter“ – ein opulenter…
- Die Unternehmer-Familie Quandt und ihr Bezug zum Ruhrgebiet
- Der Struwwelpeter, der Suppenkasper und ihre Wirkung auf die Kunst –…
- „Familie Hauser“ als (un)heimlicher Internet-Hit: Viele Millionen…
- Zum Schluß bleibt noch die Altersmilde – Robert Gernhardts „Lichte…
- Kunst-Stoff für Christo – Fabrik in Emsdetten fertigt das Gewebe für die…
- Kindheit im Ruhrgebiet – Erinnerung an versunkene Zeiten
- Bedeutsam wie eh und je: George Orwells „Farm der Tiere“ gleich in…
- Gemischte Gefühle beim Abschied von sämtlichen Dingen: „Später…
- TV-Nostalgie (19): Werner Höfers „Frühschoppen“ – das Sonntagsritual
- TV-Nostalgie (6): Erik Ode als „Der Kommissar“ – Mal…
- Bürgerinitiative peilt ehrgeiziges Ziel an: Altes Dortmunder Rathaus…
- Heino wird 80 – Sind denn alle Geschmäcker nivelliert?
- Wahn und Wirklichkeit: „Englischer“ Opern-Doppelabend in Duisburg
- Wo selbst Prominentengräber unscheinbar sind – ein Gang über den…
- Die einfachen Dinge des Lebens lieben – Der Schauspieler Heinz Bennent…
- Vor 70 Jahren: Als es das Essen nur auf Lebensmittelmarken gab
- Dortmund damals: Beim Betrachten alter Bilder aus der Heimatstadt
- Früher war einfach mehr Kneipe!
- Von Unna aus ein wenig die Welt verändern – Nachruf auf den vielseitigen…
- Trotz allem optimistisch bleiben – die fabelhaft farbigen Welten…
- „Mächtiger Körper, Wahnsinn im Glas“: Das Vokabular der Weinverkostung
- TV-Nostalgie (28): „Der goldene Schuß“ mit Lou van Burg – „Kimme,…
- Reizendes Kaleidoskop: Anna Vinnitskaya ist Porträtkünstlerin der…
- WDR 4: Radio für Senioren – aber ganz anders als früher
- Dem Ruhrpott seine Sprache
- Was ist denn wohl ein Aminaschlupferle? – Neues Buch über „Wörter, die…
- Vom Mikro zur Motorsäge – die zweite Karriere von Pia Lund („Phillip Boa…
- „Tegtmeier“ lebt nicht mehr – Ruhrgebiets-Komiker Jürgen von…
- Der Flaneur braucht kein Ziel
- Die „Essais“ des Michel de Montaigne und ihr deutscher Übersetzer –…
- Iserlohn: Ein Hauch der weiten Welt im Goethe-Institut – abseits der Metropolen
- Schurke und Biedermann: Ausstellung zum 100. Geburtstag des…
- Entlustet und mohrifiziert – Wortverhunzung und Schlimmeres im…
- Berührende Tragödie: Cecilia Bartoli mit Glucks „Orfeo ed Euridice“ in…
- Vergehende Zeit, hier im Revier: Zum Beispiel die Dortmunder Steinhammerstraße
- Queen für ein ganzes Zeitalter: Vor 200 Jahren wurde die britische…
- Zum Tod von Ulrich Wildgruber: Ein Berserker, der uns sprachlos machte
- Ein Grundklang für Generationen: Bochums Jugendsinfonieorchester feiert…
- Die Geburt des Kinos in Europa: Vor 125 Jahren markierte das Patent der…
- Größter Holzhandel weit und breit: Grabstätte führt auf die Spuren einer…
- Erich Fried: Schriftsteller, Philanthrop, Vor-Denker und…
- Der Vater der Luftschiffe: Vor 100 Jahren starb Ferdinand Graf von Zeppelin
- TV-Nostalgie (24): „Der große Bellheim“ – Die älteren…
- Wenn man vom Rathaus kommt, ist man klüger – ein lehrreicher Rundgang…
- Langer Abschied vom Generalmusikdirektor: Gabriel Feltz wechselt bald…
- Die Kunst des Schmerzes: Marina Abramović in Bonn
- Sprachphilosophie aus der Bauernstube – Brian Friels Stück…
- Das Leben ohne Verdünnung: Otto Dix in Düsseldorf
- Einkaufen früher und heute
- Frauen, die beim Wohnen warten
- 90 Jahre „Kampfbahn Rote Erde“: Wenn Gerd Kolbe erzählt, wird die…
- „Spätlese“ zum 90. von Loriot: Eine Fülle bisher unbekannter…
- Nashorn oder Fuchs: Städtische Symboltiere auf der Straße
- Lachen gegen die absurden Regeln der Welt: Vor 50 Jahren starb Stan Laurel
- Vom Hauen und Stechen im Theater: Kampftrainer Klaus Figge im Porträt
- Nicht nur zum Ende der Zechen-Ära eine Erinnerung wert: August Siegel,…
- TV-Nostalgie (22): „Ein Herz und eine Seele“ – als…
- Wenn Bäume Zähne zeigen
- Es könnte ruhig ein wenig mehr sein – Museum Folkwang zeigt Werke Lyonel…
- Beyenburg mit seinem Stausee – ein bergisches Idyll am Rande von Wuppertal
- „Wie eine Straßenköter-Mischung“ – Jugendstil und Artverwandtes im…
- Beispiel Dortmund: Mit Karstadt schwinden auch Erinnerungen
- Hömma, Dingenskirchen, ey! Und schon wieder liegt ein Asterix-Band auf…
- Kreativer Kosmos, künstlerischer Klamauk – Martin Kippenberger in der…
- Seelenfenster geöffnet: Tschaikowskys „Eugen Onegin“ in Krefeld-Mönchengladbach
- Zum Tod von Marianne Faithfull – Rückblick auf ein Konzert von 1999
- TV-Nostalgie (35): Konversation mit Kitzel – „Je später der…
- TV-Nostalgie (32): Bernhard Grzimeks „Ein Platz für Tiere“…
- Das Ruhrgebiet – von allen Seiten betrachtet: 100 Jahre…
- Impressionismus und Fotografie – zwei Wege in die Moderne
- Garantie auf Gänsehaut: Das Gesangsoktett VOCES8 sprengte beim…
- TV-Nostalgie (17): „Wünsch Dir was“ – als Dietmar Schönherr für…
- Vom Fluch frühen Ruhms: Der Pianist Jan Lisiecki im Konzerthaus Dortmund
- TV-Nostalgie (27): „Auf der Flucht“ – Als Dr. Richard…
- Unbewusstes aus der Dunkelkammer – Bilder des deutschen…
- Bye-bye, Sabine – ein Nachruf auf die Dortmunder Krimiautorin Sabine Deitmer
- Schloss Cappenberg: Nach langer Schließung kehrt bald wieder Leben ein
- Im 100. „Schreibheft“: Vergessene, verkannte, verschollene…
- Erst Rocksängerin, dann Bildhauerin – Pia Bohr: „In der Kultur haben es…
- Von Nöttelefönes, Klötenköhm und Halfjehang – ein Herkunftswörtbuch zur…
- „Schwarze Kohle, rotes Licht“ – Schwere Jungs erinnern sich an ihr…
- Beklemmend schön: „Der Hamiltonkomplex“ mit dreizehn…
- Geflüchtete Kinder in der Schule: Essener Gymnasium am Stoppenberg gibt…
- Der BVB verteilt alljährlich über 155.000 Plastikkarten – muss das denn sein?
- Natur und Kunst, Schönheit und Grauen: Vor 150 Jahren starb der…
- Mathematiker kontra Verbrecher – Antti Tuomainens Comedy-Thriller „Der…
- „Geh nicht durchs Gewischte!“ – Torsten Sträters „Heimspiel“…
- „Wenn der Wind von Hörde kam, roch es wie Pech und Schwefel“…
- Bumsfideler Bergmann anno 1971: „Laß jucken Kumpel“ – der etwas…
- Dem „göttlichen Claudio“ zum 450. Geburtstag: Monteverdi bringt in…
- Onkel Dagoberts Traum: Deutschlands größter Geldspeicher steht…
- Für die Benachteiligten schreiben: Die Werkstatt Dortmund im „Werkkreis…
- Wer erweckt dieses frühere Kino zum Leben?
- TV-Nostalgie (11): Loriot – Humor mit Stil
- Rekonstruktion einer Abtreibung von 1964 – „Das Ereignis“ von Annie Ernaux
- Schonungsloser Blick auf Missstände seiner Zeit: Vor 150 Jahren starb…
- Ruhrgebiets-Flamenco: Rafael Cortés brilliert in der Lichtburg Essen
- Hohe Belastung mit Umweltgift PCB: Uni Bochum reißt zwei Großgebäude ab
- TV-Nostalgie (15): Robert Lembkes „Was bin ich?“ – die…
- Perfekt, freudlos – das Folkwang-Museum zeigt italienische Malerei…
- Mit vokalem Volldampf durch Georgien: Der Trinity Cathedral Choir aus…
- Hach! Hihi! Huch! – Mal wieder ein Buch zur putzigen Dingwelt der…
- Das Ruhrgebiet war gegen Nazis nicht immun: Schon 1932 füllte Hitler die…
- Stadt, Land, Fluss: Andreas Gursky in Düsseldorf
- Wie die Kunst auf die Industrialisierung reagierte – „Vision und…
- „Haus der Löcher“: Ödnis im Porno-Paradies
- Auf dem Berg der Wahrheit – Ein Spaziergang auf den Spuren von…
- Joachim Meyerhoff: Literarisches Denkmal für die Mutter
- Die Posen des jungen Werther – Joachim Meyerhoff im Einpersonen-Stück…
- Schrecken und Schönheit der Natur – Münster zeigt grandiose…
- Lars Vilks „Nimis“: Kunstwerk aus Treibholz reizt seit Jahrzehnten…
- Das Revier im Paket: Adolf Winkelmanns Ruhrgebiets-Filme im Kino und auf DVD
- Goethe-Institut – auf Wellenlänge der neuen Außenministerin
- Der erste Opernstar der Schellack-Zeit: Vor 100 Jahren starb der…
- Erfinder des Saxophons: Vor 200 Jahren wurde Adolphe Sax geboren
- Das Erbe von „Tegtmeier“ wirkt weiter – Jürgen von Manger wurde…
- Kriegsende an der Ruhr: Bei Hattingen gab es „Friendly Fire“
- Duplikate für den historischen Ostfriedhof – warum muss das denn sein?
- Mäuse, Schweinchen, Feen und Pinguine: Sehenswerte Trickserien für…
- Grenzgänge an der Küste – die melancholischen Meeresbilder des Hermann Buß
- Der Krebs und der Krieg – Robert Gernhardts erschütternde „K-Gedichte“
- Alles auf Anfang: Wie die Künstlergruppe „junger westen“ im…
- Schneller Fuchs, träger Hund, Bayern und Sylt oder: Das ganze Alphabet…
- Frank Zappa enttäuscht Publikum in Ahlen – ganz im Gegensatz zu Rory Gallagher
- Olympische Spielstraße, München, 1972 – Erinnerungen an ein fröhliches…
- Verzicht auf die Katastrophe: „Schwanensee“ am Essener Aalto-Theater
- Werke von großer Aussagekraft – eine nachdrückliche Erinnerung an…
- Songs für die Ewigkeit: Zum Tod des großen Dichters und Sängers Leonard Cohen
- „Zupacken Ehrensache“: Wie die Ruhris mit einem…
- Neustart bei den „Mitternachtsspitzen“: Da geht noch was…
- „Ruhrgold“ und silberne Pommes-Picker
- Alles so schön bunt hier – „Das Spiel ist aus“ nach Jean-Paul…
- Die Zeiten ändern sich: Neue Chefin im Dortmunder Museum für Kunst und…
- „Was für ein Jahr!“ (Gesammelte Grußformeln, 2020er…
- „Schöne Scheiße“ im Dortmunder Museum: Die stets unfertige Welt…
- TV-Nostalgie (9): „Bonanza“ – eine Western-Serie für…
- Auto des Wirtschaftswunders: Vor 60 Jahren feierte Volkswagen die erste Million
- Von „Alka Seltzer“ bis „Schapusiak“ – Spitznamen, mit denen…
- Als Frauen aus der Rolle fielen – ein Abend mit Super-8-Filmen der 60er…
- Weltstädte, Technik und Jazz als Triebkräfte – die energetische Bildwelt…
- Künstler auf der Suche – Hagener Museum zeigt frühe Bilder von…
Schlagwort-Archive: Dortmund
Schalke vs. Bayern 0:2 – von Dusel, Revier-Solidarität und zweifelhaften Verknüpfungen
Und wieder hat’s – neben dem bekannten Können – der übliche Bayern-Dusel gerichtet. Sie haben Schalke mit 2:0 unter Wert geschlagen. Warum nur hat Huntelaar diesen unseligen Lattentreffer nicht reingemacht? Und überhaupt…
„Lewandowski macht den Unterschied“ schreibt oder palavert in derlei Fällen der gemeine Sportreporter. Wir rufen ihm spontan und beherzt zu: Halt doch den Schnabel! Morgen drücken wir uns dann etwas zivilisierter aus. Oder auch nicht.
Schalke hat sich eindeutig verstärkt, der neue Trainer Weinzierl scheint wahrhaftig ein Konzept zu haben. Doch was hat es heute genutzt? Die Blauen stehen ganz hinten in der Tabelle, doch das wird sich gründlich ändern.
Was vorher geschah: Kaum war die Bundesliga … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse, Fernsehen und Hörfunk, Leibesübungen, Region Ruhr
Verschlagwortet mit Bayern München, Bundesliga, BVB, Dortmund, Fußball, Gelsenkirchen, Schalke
Schreib einen Kommentar
Wenn die Eschen und Kastanien sterben…
Obacht, hier kommt ein Text, der im naiv-grünen Sinne von „Mein Freund, der Baum“ rezipiert werden könnte und den manche vielleicht belächeln oder herzig finden werden. Mir doch egal. Ich mache mir trotzdem Sorgen um „unsere“ Kastanien. Und um ein paar andere Bäume, zum Exempel Eschen. Ernsthaft jetzt.

Das waren noch Zeiten: Kastanienblüte in der Dortmunder Arndtstraße am 8. Mai 2009. (Foto: Bernd Berke)
Die bange Rede ist von heftigen Baumkrankheiten, gegen die offenbar einstweilen kein Kraut gewachsen ist. Die Ruhrnachrichten schrieben bereits im Juli über „Blutende Stellen am Hauptstamm, eingetrocknete Äste“ und starken Blattverlust. Es schmerzt schon beim bloßen Lesen. Es sei denn, man gehöre zu jenen impotenten Vollidioten, die immer schon lauthals tröten „Mein Auto fährt auch ohne … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Krankheit & Gesundheit, Natur Klima Umwelt, Region Ruhr, Wissenschaft
Verschlagwortet mit Bäume, Bäume fällen, Baumkrankheit, Dortmund, Eschen, Hagen, Kastanien, Witten
Schreib einen Kommentar
Multikulturell und für einen Tag autofrei – The show must go on am Borsigplatz
Im Kulturhauptstadtjahr 2010 war die temporäre Stilllegung der A40 das unvergessene und spektakulärste Projekt, zumindest für die Zehntausende, die dabei waren. Eine Wiederholung gab es nicht, zumindest nicht in dem Ausmaß. Viele kleine Stadtteilinitiativen lehnten sich daran an, so auch am Sonntag auf und an dem wohl berühmtesten Platz Dortmunds, der eigentlich gar kein Platz ist.
Es ist ein verkehrsreicher Kreisverkehr, der als Verteiler in die anderen innerstädtischen Bezirke unerlässlich ist. Quer durchzogen wird der gegrünte Platz in der Mitte von der Straßenbahn. Es ist für viele Bürger der Dortmunder Nordstadt ein Identifikationsort: „Wir am Borsigplatz“.
Nun wurden der Platz und der Kreisverkehr für einen Tag auto- und straßenbahnfrei. „Platz nehmen auf dem Borsigplatz“ hieß … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Architektur & Städtebau, Gesellschaft, Kultur an sich, Region Ruhr
Verschlagwortet mit Aaron Perry, autofrei, Borsigplatz, Dortmund, Roman M. Metzner, Royal Squeeze Box, Wir am Borsigplatz
Schreib einen Kommentar
Mit einem Fest im „Megastore“ startet das Dortmunder Theater in die neue Spielzeit
Sie geht zu Ende, die theaterlose Zeit. In den Häusern regt sich wieder künstlerisches Leben. Überall kündigen sich die Spielzeiteröffnungsfeste an, mit denen die Schauspielhäuser sich und ihr buntes Schaffen in Erinnerung bringen wollen. Dortmund ist ziemlich weit vorne mit dabei, jedenfalls kalendarisch. Am Samstag, 3. September, wird das Fest gefeiert, rund um den „Megastore“, die Ausweichspielstätte an der Nortkirchenstraße.

„Die Show“ hat Chancen auf einen Publikumspreis und ist weiter im Programm. Szene mit Julia Schubert und Frank Genser. (Foto: Birgit Hupfeld/Theater Dortmund)
Das Grillo-Theater Essen, zum Vergleich, feiert am 10. September, das Bochumer Schauspielhaus am 22. September.
Gutes Wetter
Das gute Wetter, alter Veranstalterscherz, ist bestellt und war ziemlich teuer. Start des „Kulturprogramms“, wenn man in Unterscheidung zu einigen … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Region Ruhr, Theater
Verschlagwortet mit Dortmund, megastore, Spielzeiteröffnungsfest, Theater Dortmund
Schreib einen Kommentar
Wie Borussia Dortmund bei der Integration helfen kann – Migranten aus aller Welt erzählen
Reshat Toshi stammt aus dem Kosovo, floh 1997 nach Deutschland und fand damals dank eines BVB-Fanclub-Vorsitzenden eine langersehnte Wohnung. Daraus entwickelte sich – wie könnte es anders sein – Begeisterung für die Borussia, die bis heute Bestand hat. Das ist eine von vielen Geschichten, die man in dem Buch „Schwarzgelbe Freunde überall auf der Welt“ nachlesen kann.
Zahlreiche Migranten und Flüchtlinge erzählen in dem 160 Seiten starken Band ihre Geschichte, in der der BVB oder einer seiner Fanclubs maßgeblich zur Integration beigetragen haben.
Das Buch erscheine passend zu einer Zeit, in der Migration und Integration beherrschende Themen seien, sagte BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball, als ihn Moderator Levent Aktoprak bei der der Präsentation im Borusseum nach dem Stellenwert des Buches fragte. … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Buchmarkt & Lesen, Lebenswege, Leibesübungen, Region Ruhr
Verschlagwortet mit "Wir-Gefühl", Borsigplatz, Borussia, Borussia Dortmund, BVB, Dortmund, Fanclub, Integration, Lars Ricken, Levent Aktoprak, Migration, Reinhard Rauball
Schreib einen Kommentar
Bedauernswerte Promis leiden an Provinzstädten – und erst recht am Ruhrgebiet
…und ich dachte schon: Alle Achtung, diesmal mokieren sie sich nicht übers Ruhrgebiet. Doch weit gefehlt.
Die FAZ-Sonntagszeitung (FAS) lässt seit jeher kaum eine Gelegenheit aus, den „Pott“ unentwegt hochwitzig zu brandmarken. Darin konkurrieren sie gelegentlich im weniger edlen Wettstreit mit der „Süddeutschen Zeitung“. Wahrscheinlich zahlen diese Metropolen-Fuzzis (drastischere Bezeichnungen auf Anfrage) gern so hohe Mieten und Kaufpreise, wenn sie sich anschließend nur aufs hohe Ross setzen können.

Hand aufs Herz: Einen solchen Städteanblick kann man doch einem Model oder Sternchen nicht zumuten! (Innenstadt-Foto, vom Dortmunder Florianturm herab: Bernd Berke)
So auch diesmal in einer Kolumne, die ich von Zeit zu Zeit recht gern lese. „Herzblatt“ heißt sie, befindet sich im FAS-Zeitungsbuch „Leben“, wird zumeist von Jörg Thomann geschrieben und … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Luxus & Moden, Medien, Region Ruhr, Stilfragen
Verschlagwortet mit Dortmund, FAS, FAZ Sonntagszeitung, Fußballstars, Gündogan, Hannover, Herzblatt, Jörg Thomann, Klatschpresse, Models, Provinz, Ruhrgebiet, Schürrle, Sina Sahin, Wanne-Eickel, Wolfsburg, Yellow Press
Schreib einen Kommentar
Ohne Schock-Orange – Programmheft der Dortmunder Philharmoniker in dezenter Optik
Kurz bevor sich Dortmunds Theaterbetrieb in die Sommerpause verabschiedete, lag noch ein Spielplanheft der Philharmoniker im Briefkasten. Der Anlaß für die Herausgabe dieses Heftes erschließt sich automatisch nicht, scheint doch das Programm unverändert geblieben zu sein. Gedruckt liegt es also schon seit der letzten Spielplan-Präsentation vor, als der dicke Gesamtplan verteilt (und hernach verschickt) wurde, der die Aktivitäten aller Sparten auflistet, neben den Konzerten also Schauspiel, Oper, Ballett und Kinder- und Jugendtheater.
Leistungsbeweis
Weil sie in der Pressestelle jetzt ja alle in Urlaub sind, bleibt für den Erkenntnisgewinn nur die Spekulation. Spekulation eins: Der Spielpan der Philharmoniker soll gezielt das Konzertpublikum ansprechen. Falls dem so ist, muß man … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Design, Musik & Konzert
Verschlagwortet mit Design, Dortmund, Dortmunder Philharmoniker, Gestaltung, Philharmoniker, Programmheft
Schreib einen Kommentar
Holländer wird Chef im Dortmunder U
Das ist ein veritabler Coup: Pünktlich vor den großen Ferien kann Dortmund Vollzug verkünden. Ein neuer Chef fürs Dortmunder U (und somit auch fürs Museum Ostwall im U) ist endlich gefunden. Er heißt Edwin Jacobs, kommt aus den Niederlanden und ist derzeit Generaldirektor des Centraal Museum in Utrecht.
Laut Mitteilung der Stadt Dortmund gilt der 56jährige als Museumreformer, der sich mit experimentellen Ausstellungskonzepten zu profilieren wusste und zudem besonderen Wert auf interkulturelle Prozesse und breitenwirksame Vermittlungsformen legt. Man wird abwarten müssen, wie solche Formeln in die Realität des Reviers umgesetzt werden. Jedenfalls ist Mijnheer Jacobs dabei Fortüne zu wünschen.
Die (wohl zu erwartende) Zustimmung des Stadtrates vorausgesetzt, … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Kunst & Museen, Region Ruhr
Verschlagwortet mit Dortmund, Dortmunder U, Edwin Jacobs, Museum Ostwall, Utrecht
Schreib einen Kommentar
Dortmunder Institut für Zeitungsforschung: Neue Leiterin kommt aus Mainz
Was haben Borussia Dortmund und die Dortmunder Kulturbetriebe derzeit gemeinsam? Richtig, sie verpflichten lauter neue Leute, so dass man mit dem Notieren kaum noch nachkommt. Freilich reden wir von anderen finanziellen Dimensionen.
Kürzlich wurde Dr. Jens Stöcker als künftiger Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte präsentiert, auch Bibliotheksdirektor Dr. Johannes Borbach-Jaene ist erst seit relativ kurzer Zeit in diesem Job. Heute nun stellte sich die kommende Leiterin des bundesweit einzigartigen Institus für Zeitungsforschung vor: Die Historikerin und Kunsthistorikerin Dr. Astrid Blome (50) kommt vom Mainzer Gutenberg-Museum, wo sie als Kuratorin für die Themenschwerpunkte Zeitung und Presse zuständig ist.

Über historische Presseerzeugnisse gebeugt: Astrid Blome, künftige Leiterin des Instituts für Zeitungsforschung, flankiert von Kulturdezernent Jörg Stüdemann (li.) und Bibliotheksdirektor Johannes
Veröffentlicht unter Geschichte, Medien, Region Ruhr, Schule, Uni, Bildung
Verschlagwortet mit Astrid Blome, Dortmund, Gutenberg-Museum, Institut für Zeitungsforschung, Stadt- und Landesbibliothek, Studiengang Journalistik, TU Dortmund
Ein Kommentar
Als es im Ruhrgebiet noch Arbeiterschriftsteller gab – vier Skizzen aus persönlicher Sicht
Unser Gastautor Heinrich Peuckmann mit einer persönlichen Betrachtung über Begegnungen mit Arbeiterschriftstellern des Reviers:
1. Richard Limpert
Warum Richard Limpert aus Gelsenkirchen bei seinen Straßenlesungen ein Megaphon benutzt hat, habe ich nie verstanden. Mit donnernder Stimme trug Limpert seine Agitpropgedichte vor, in denen es immer um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Fabriken und unter Tage ging. Er war auch ohne technische Unterstützung in der gesamten Fußgängerzone zu hören.
In Unna, während einer Landesversammlung des Schriftstellerverbandes, hielt er mal eine solche Lesung, stand oben am Markplatz und war sicher noch die Bahnhofstraße hinunter bis zum Rathaus zu hören. Wir anderen, die an verschiedenen Stellen der Straße lesen sollten, konnten unsere Texte getrost in der Tasche behalten und ihm das Terrain … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Arbeitswelt & Beruf, Buchmarkt & Lesen, Gesellschaft, Lebenswege, Literatur, Politik und so, Region Ruhr
Verschlagwortet mit Bergkamen, Dortmund, Emanuel Schaffarczyk, Gelsenkirchen, Heinrich Peuckmann, Horst Hensel, Kurt Piehl, Manfred Laurin, Moppel Claer, Richard Limpert, Rudolf Trinks
Schreib einen Kommentar
Ein bisschen Schwund ist immer: Wie die Erinnerungen an die Rundschau verblassen
Nein, es ist gar kein „Jahrestag“. Die komplette Redaktion der Westfälischen Rundschau in Dortmund wurde zum 31. Januar 2013 entlassen – und das „rundet“ sich gerade mal nicht. Doch was soll’s. Die ganze Angelegenheit geht einem zwischendurch immer mal wieder durch den Kopf, wenn man dort Jahrzehnte seines Berufslebens zugebracht hat.
An trüben Tagen wie diesen kann es geschehen: So dachte ich mir neulich, dass einstige Rundschau-Redakteure und dito freie Mitarbeiter(innen), wenn sie nur lang genug dabei gewesen sind, vielleicht ein wenig nachvollziehen können, wie sich das mit der nachträglich gründlich abgewerteten „Lebensleistung“ (z. B. früherer DDR-Bewohner) anfühlen mag. Da haben viele, viele Leute Tausende von Stunden ihrer … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Alltag, Arbeitswelt & Beruf, Bekenntnisse, Lebenswege, Medien, Region Ruhr
Verschlagwortet mit 2013, Dortmund, Erinnerung, Lebensleistung, Redaktion, Schließung, Schwund, WAZ, Westfälische Rundschau
Ein Kommentar
Kreuzbrave Lektüre für EM-Pausen: Das Buch zum Deutschen Fußballmuseum
So. Die EM läuft also. Wie wär’s jetzt für die Pausen mit etwas Lektüre zur Geschichte der Nationalmannschaft – und dann auch noch mit gewissem Regionalbezug?
Kein Problem. Schließlich ist im letzten Jahr in Dortmund das Deutsche Fußballmuseum des DFB eröffnet worden. Und just dazu gibt es ein ziemlich üppiges Begleitbuch zum vergleichsweise günstigen Preis. Natürlich kommt auch die Edition aus dem Revier, nämlich aus dem Essener Klartext-Verlag.
Der gewichtige Band im Katalogformat heißt „Mehr als ein Spiel“ und ist selbstredend durchweg positiv gestimmt. Es geht vor allem um die Nachfeier der vier deutschen Weltmeistertitel (bekanntlich 1954, 1974, 1990, 2014). Es gibt weder Kritik am Nationalteam noch etwa an Finanzierung oder Architektur des Fußballmuseums und erst recht nicht am Gebaren … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Buchmarkt & Lesen, Geschichte, Leibesübungen, Region Ruhr
Verschlagwortet mit Beckenbauer, Begleitbuch, Deutsches Fußballmuseum, Dortmund, Götze, Klartext Verlag, Lahm, Manuel Neukirchner, Matthäus, Mehr als ein Spiel, Seeler
Schreib einen Kommentar
90 Jahre „Kampfbahn Rote Erde“: Wenn Gerd Kolbe erzählt, wird die Geschichte lebendig
Eigentlich war das damals alles saugefährlich. Die Dortmunder „Kampfbahn Rote Erde“ war für 35000 Besucher ausgelegt, manchmal aber kamen 45000 oder gar 50000 und fanden notdürftig „Platz“, auch im Geäst der Bäume ringsum. Was da alles hätte passieren können!
Nun, falls tatsächlich etwas Schlimmes geschehen sein sollte, so hat sich die damalige Presse offenbar nicht weiter darüber aufgeregt und es ist allenfalls mündlich in kleineren Zirkeln überliefert worden.
„Wellenbrecher“ erst in den 60ern
Erst in den 60er Jahren, als der BVB (frühe Meisterschaften anno 1956, 1957 und 1963 – es kamen später bekanntlich noch einige hinzu) hier auch im Europapokal spielte, wurden zwischen den Stehplätzen erstmals „Wellenbrecher“ installiert, die … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Architektur & Städtebau, Geschichte, Leibesübungen, Region Ruhr
Verschlagwortet mit Borussia Dortmund, BVB, Dortmund, Gerd Kolbe, Hans Strobel, Heinz Neuhaus, Kampfbahn Rote Erde, Karlchen Reiter, Ruhrsandstein, Schalke, Wacker München, Westfalenstadion
Schreib einen Kommentar
„Grenzen soll man überschreiten“ – Gespräch mit „Klangvokal“-Chef Torsten Mosgraber
Mit dem 8. „Fest der Chöre“ steuert das Dortmunder Musikfestival Klangvokal an diesem Samstag (4. Juni) auf seinen besonders publikumswirksamen Gipfel zu. 140 Chöre mit rund 4000 Sängerinnen und Sängern treten in der gesamten Dortmunder Innenstadt auf. Hier ein Gespräch mit dem Klangvokal-Direktor Torsten Mosgraber über Konzept und Zukunftspläne des Festivals, das vor allem Grenzbereiche zwischen verschiedenen Musikrichtungen auslotet:
Revierpassagen: Denkt man ans Konzerthaus, an die Oper, die Chorakademie, das Orchesterzentrum und nicht zuletzt an Ihr Festival, so muss man Dortmund inzwischen wohl als Musikstadt bezeichnen, oder?
Torsten Mosgraber: Auf jeden Fall. Hinzu kommen domicil, FZW, künftig die neue Pop-Halle auf dem Phoenix-Gelände, Veranstaltungen wie Juicy Beats und Mayday. Es ist sehr wichtig für … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Festivals, Musik & Konzert, Region Ruhr
Verschlagwortet mit Chöre, Dortmund, Fest der Chöre, Festival, Klangvokal, Torsten Mosgraber
Schreib einen Kommentar
„Ich träume davon, dass die Sache gut ausgeht“ – zum 25. Todestag des Publizisten Walter Dirks
Walter Dirks, geboren 1901 in Hörde (seit 1928 Stadtteil von Dortmund), ist vor 25 Jahren, am 30. Mai 1991, in Wittnau bei Freiburg gestorben. Er war ein Querdenker, ein wichtiger Publizist der zweiten Hälfte des vergangen Jahrhunderts. Er verzagte nicht, obwohl seine Utopien als „christlicher Sozialist“, der nach 1945 die hessische CDU mitgründete, nie eine Chance hatten, verwirklicht zu werden. Unserem Gastautor Horst Delkus gab Walter Dirks, der spätere Ehrenbürger der Stadt Dortmund, am 13. Marz 1988 eines seiner letzten Interviews. Wir veröffentlichen es hier in Auszügen:

Die gesammelten Schriften von Walter Dirks sind im Zürcher Ammann Verlag erschienen. (Bild: Ammann Verlag/ZVAB)
Herr Dirks, Sie sind jetzt 87 Jahre alt. Was ist Ihre vorherrschende Gemütsbewegung?
Ich muss leider gestehen, … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Geschichte, Lebenswege, Medien, Politik und so, Region Ruhr
Verschlagwortet mit Dortmund, Hörde, Publizist, Walter Dirks
Schreib einen Kommentar
„Nichts als gegeben hinnehmen“ – Der Schriftsteller Max von der Grün wäre jetzt 90
Unser Gastautor Horst Delkus aus Kamen (u. a. Ex-Wirtschaftsförderer von Unna, Bildhauer und Historiker) erinnert an den Schriftsteller Max von der Grün, der vor 90 Jahren geboren wurde und 2005 in Dortmund gestorben ist:
Er war ein Zugereister. Wie viele im Ruhrgebiet. Auch hat er im Bergbau gearbeitet, auf Zeche Königsborn in Kamen. Dann wurde er als freier Schriftsteller erfolgreich.
Er lebte in bescheidenen Reihenhäusern, erst in Kamen-Heeren, danach im äußersten Nordostzipfel von Dortmund, in Lanstrop. Im „alten Dorf“, in der Bremsstraße. Mit Kneipe um die Ecke, bei „Ötte“ in der „Alten Post“, wo sich heute ein Steakhouse befindet. Max von der Grün war in Lanstrop zuhause. „Leben im Ruhrgebiet“, schrieb er 1979 im „Spiegel“, „heißt für mich: Leben in … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Buchmarkt & Lesen, Literatur, Region Ruhr
Verschlagwortet mit Dortmund, Dortmund-Lanstrop, Flächenbrand, Irrlicht und Feuer, Lanstrop, Männer in zweifacher Nacht, Max von der Grün, Späte Liebe, Vorstadtkrokodile, Zeche Königsborn
Ein Kommentar
„Schöne Scheiße“ im Dortmunder Museum: Die stets unfertige Welt des Dieter Roth
Es ist kein unflätiger Fluch und auch keine Lüge, wenn man sagt, man habe jetzt im Museum Ostwall (MO) im Dortmunder U „Schöne Scheiße“ zu sehen bekommen. Denn genau so haben die Macherinnen die Ausstellung mit Werken des Schweizers Dieter Roth (1930-1998) genannt.

Dieter Roth: Tagebuchseiten, 1967 (© Dieter Roth Estate, Courtesy hauser & Wirth, Foto: Jürgen Spiler)
Das Kraftwort mag zunächst haltlos provokant klingen, lässt sich aber immerhin auf Roths Schaffen beziehen. Der manisch-depressive Künstler, der stets zwischen Größenwahn und Selbstverdammung geschwankt haben soll, hat seine eigenen Arbeiten häufig als „Scheiße“ geschmäht und den rüden Ausdruck in zahlreichen Titeln variantenreich verwendet. Und wenn er beispielsweise einen Hasen aus „Hasenkötteln“ geformt hat, wurde Scheiße gar zum Material der Kunst.
Mit … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Alltag, Kunst & Museen
Verschlagwortet mit Dieter Roth, Dortmund, Dortmunder U, Museum Ostwall, Sammlung Spankus
Schreib einen Kommentar
Mats, wat machste nur?
Ich geb’s ja zu, ordentlich Zweckoptimismus war schon dabei, als ich dieser Tage Bernd Berke, meinem Freund im schwatz-gelben Geiste, seine Zweifel über die zukünftige sportliche Heimat des Spielers Mats Hummels nehmen wollte. Ich schrieb, dass dieser ewig beim BVB bleiben werde. Aber ich bin nun mal ein gutgläubiger Mensch.

Solche Szenen wird Mats Hummels nicht mehr erleben: Momentaufnahme vom Meister-Corso durch die Dortmunder Innenstadt im Mai 2011. (Foto: Bernd Berke)
Ich setze nun gern auch mal die Intelligenz voraus, die ich bei Menschen zu erkennen glaube, deren eloquente Art, die eigene Arbeit zu analysieren, durchdacht erscheint. Okay, Mats Julian Hummels habe ich da allem Anschein nach ziemlich überschätzt. Hätte er Liverpool genannt als letzte Herausforderung einer angejahrten Karriere, oder … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse, Lebenswege, Leibesübungen, Stilfragen
Verschlagwortet mit Bayern, Bayern München, Borussia Dortmund, BVB, Dortmund, Mats Hummels
Schreib einen Kommentar
Weltweit für verfolgte Autoren eintreten – zur Jahrestagung der deutschen PEN-Schriftsteller
Als Gastautor berichtet der Dortmunder Schriftsteller Heinrich Peuckmann von der PEN-Jahrestagung in Bamberg – und gibt einen Ausblick auf die nächste Zusammenkunft der Schriftstellervereinigung, die 2017 in Dortmund stattfinden wird. Heinrich Peuckmann ist selbst Mitglied des PEN.
***
Die Ressourcen werden knapper, die Verteilungskämpfe härter, die sozialen Konflikte spitzen sich zu. Regierungen, besonders Diktaturen, denen dazu keine oder nur unzureichende Lösungen einfallen, haben immerhin noch die Möglichkeit, ihre Kritiker zu verfolgen. Und das tun sie.
Über 800 Autoren, Journalisten und zunehmend auch Blogger stehen im Moment auf der Case-List des internationalen PEN, weil sie in ihren Heimatländern im Gefängnis sitzen, gefoltert werden oder sogar mit dem Tode bedroht sind.
Bedrohliche Lage in der Türkei
Im Schatten dieser beängstigenden Zahl … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Gesellschaft, Glaubensfragen, Literatur, Politik und so, Region Ruhr, Weite Welt
Verschlagwortet mit Bamberg, Dortmund, Jahrestagung, PEN, Schriftstellervereinigung, Writers in exile, Writers in prison
Schreib einen Kommentar
Alles steht kopf – Thomas Schweres macht mit dem Krimi „Die Abdreher“ das große Fass auf
Vier frisch abgetrennte Männerköpfe auf dem Fensterbrett einer Wohnung in der Dortmunder Nordstadt. Und gesehen hat natürlich keiner was. Wirklich keiner? Der Jagdinstinkt des Polizeireporters Tom Balzack ist geweckt. Da müssen sich doch Augenzeugen auftreiben lassen, besser noch ein Video. Und am allerbesten, wenn es zu diesem Video noch ein bisschen journalistischen Beifang gibt, mit dem man Mafiabosse an die Angel kriegt.
Blöd allerdings, wenn die Mafia noch der angenehmste Gegner ist und man vor lauter Recherche gar nicht gewahr wird, wer die eigentlichen Hintermänner sind und mit wem man sich da noch alles anlegt. Mit dem IS zum Beispiel. Oder mit der Dortmunder Polizei in Gestalt des mürrischen, aber fähigen Kommissar Schüppe und seinem in der rechten Szene agierenden … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Gesellschaft, Krimi & Kriminalität, Literatur, Region Ruhr
Verschlagwortet mit Die Abdreher, Dortmund, Grafit-Verlag, Krimi, Kriminalroman, Thomas Schweres
Schreib einen Kommentar
Mit Glanz und Gloria: Gabriel Feltz, Johannes Moser und die Dortmunder Philharmoniker

Die Dortmunder Philharmoniker. Foto: Magdalena Spinn
Carl Maria von Weber vermerkte einmal, das Anschauen einer Gegend sei ihm wie die Aufführung eines Musikstücks. „Ich erfühle das Ganze, ohne mich bei den es hervorbringenden Einzelheiten aufzuhalten …“ Dortmunds Generalmusikdirektor Gabriel Feltz hat diese ästhetische Äußerung Webers wohl etwas zu wörtlich genommen: Die Konzertouvertüre „Der Beherrscher der Geister“ rauscht zu Beginn des Achten Philharmonischen Konzerts in angemessenem Presto vorüber, entbehrt aber jeglicher Binnengestaltung.

Carl Maria von Weber auf einer Darstellung des 19. Jahrhunderts.
In den Tutti denunziert Feltz Webers Orchester als bloßen Lärm, das spannungsvoll tremolierende Crescendo verpufft ohne Wirkung, die Oboe singt, aber schwingt nicht und der abschließende majestätische Choral der Blechbläser bleibt steif. Nicht toll, dieser Konzerteinstieg der Dortmunder Philharmoniker … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Musik & Konzert
Verschlagwortet mit Antonin Dvorak, Carl Maria von Weber, Cesar Franck, Dortmund, Dortmunder Philharmoniker, Gabriel Feltz, Johannes Moser
Schreib einen Kommentar
Vieles von allem: Das Theater Dortmund präsentiert sein Programm für 2016/2017

Hier wird derzeit renoviert – und alle hoffen, daß es pünktlich sein Ende hat: Das Theater Dortmund (Foto: Laura Sander/Theater Dortmund)
Die längste Theaterveranstaltung in der kommenden Spielzeit ist ein „54 Stunden Night Club“ im Megastore. Beginnend Freitag, 21. Oktober, und endend am Sonntag, 23. Oktober, will das Dortmunder Schauspiel – hoffentlich! hoffentlich! – Abschied nehmen von seiner provisorischen Spielstätte im Gewerbegebiet an der Nortkirchenstraße.
Das setzt natürlich voraus, daß dann die Renovierungsarbeiten im Großen Haus beendet sind. Dort, im Großen Haus, soll sich erstmalig wieder am 10. Dezember der Vorhang für Bert Brechts „Furcht und Elend des Dritten Reiches“ heben, Regie führt der 1967 geborene Sascha Hawemann, von dem in Dortmund bereits als Regiearbeit das Familiendrama „Eine Familie (August: … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Design, Musik & Konzert, Oper & Ballett, Operette & Musical, Region Ruhr, Rock & Pop, Tanz, Theater
Verschlagwortet mit Andreas Gruhn, Dortmund, Gabriel Feltz, Jans-Daniel Herzog, Kay Voges, Ruhrfestspiele, Spielzeit, Theater Dortmund, Wang
Schreib einen Kommentar
Eine Peter-Rühmkorf-Allee oder Kippenberger-Straße in Dortmund – warum eigentlich nicht?

Irgendwo da unten müssten doch ein paar passende Straßen zu finden sein. Hie und da entstehen ja auch Neubauviertel. (Foto von 2012, vom Florianturm herab: Bernd Berke)
Zuweilen hat man den Eindruck, dass zum Beispiel Dortmund einige seiner Straßen im Rahmen eines engeren Horizonts benannt hat. Jedenfalls sagen einem viele, viele Namen herzlich wenig – und oft genug fehlen erläuternde Hinweise auf den Schildern. Lokale und regionale Verdienste in allen Ehren. Doch manches mutet provinziell an.
Aber gibt es denn nichts Dringlicheres im Gemeinwesen? Sicherlich. Jedoch…
Wenn schon ortsbezogene Namen: Warum bringt es die Kommune dann nicht fertig, Straßen oder Plätze nach wirklich bedeutsamen Kulturschaffenden jüngerer Zeit zu benennen, die immerhin in Dortmund geboren wurden? Zwar sind sie nicht ihr … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Kultur an sich, Kunst & Museen, Literatur, Region Ruhr
Verschlagwortet mit Bernhard Johannes Blume, Dortmund, Martin Kippenberger, Norbert Tadeusz, Peter Rühmkorf, Richard Huelsenbeck, Straßennamen
Schreib einen Kommentar
Bewegender Abend der Bewegung: Das Gehen im Tanztheater Cordula Nolte
„Gehweg“ heißt die jüngste Produktion aus dem Dortmunder Tanztheater Cordula Nolte – das inzwischen neunte Stück der freien Bühne im Unionviertel, die Jahr für Jahr gesellschaftliche Entwicklungen tanz-theatralisch verarbeitet und kommentiert. Diesmal geht’s ums Gehen – eine nur scheinbar profane Angelegenheit, wie die gefeierte Premiere am Samstagabend bewies.
Alles Leben – also auch alle Bewegung – kommt aus dem Wasser. Zu Beginn liegt das Ensemble auf dem Boden, schwimmt, windet sich. Nach und nach streben die Körper aufwärts, entdecken ihre Beine, rollen langsam ihre Füße ab, ertasten den Boden und erproben die Höhe – die Evolution in wenigen Minuten. Und kaum stehen sie auf eigenen Beinen, beginnt der Stress: Die Menschheit hastet vorwärts, immer weiter, an- und voreinander vorbei, dem … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Tanz, Theater
Verschlagwortet mit Dortmund, Tanztheater, Tanztheater Cordula Nolte
Ein Kommentar
Das Museum soll sich ändern: Jens Stöcker als neuer Leiter des MKK in Dortmund
Dortmund muss ja doch etwas Verlockendes an sich haben – oder war’s speziell diese hochinteressante Stelle? Rund 80 Fachleute hatten sich um die Leitung des Dortmunder Museums für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) beworben. Die Entscheidung fiel dann einmütig. Heute wurde der neue Kopf des Hauses offiziell den Medien vorgestellt: Dr. Jens Stöcker kommt aus Kaiserslautern, wo er bislang die Städtischen Museen und das Stadtarchiv leitet.

Im Präsentkorb für den „Neuen“ war auch ein schwarzgelber Schal: Kulturdezernent und Stadtkämmerer Jörg Stüdemann (li.), der neue Museumsleiter Jens Stöcker (Mi.) und Elke Möllmann, Geschäftsleiterin der Dortmunder Museen. (Foto: Bernd Berke)
Mit 42 Jahren ist der Vater zweier kleiner Töchter noch relativ jung. Just das war – neben allen fachlichen Qualifikationen – auch gefragt, … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Geschichte, Kultur an sich, Kunst & Museen, Region Ruhr, Wissenschaft
Verschlagwortet mit Dortmund, Elke Möllmann, Jens Stöcker, Jörg Stüdemann, MKK, Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Schreib einen Kommentar
Start mit Gluck – Intendant Johan Simons stellt das Programm der RuhrTriennale 2016 vor

Auf Zeche Zollern erklingt zumindest an einem Abend Triennale-Musik – allerdings nicht im abgebildeten Verwaltungsgebäude, sondern in der (unsichtbar) dahinter liegenden berühmten und frisch renovierten Jugendstil-Maschinenhalle (Foto: Ruhrtriennale/LWL Hudemann)
Christoph Willibald Gluck macht den Anfang, es folgen Albert Camus, Emile Zola und viele andere. Johan Simons hat das Programm seiner zweiten Ruhrtriennale (12. August bis 24. September 2016) vorgestellt, die an etlichen ehemaligen (oder noch aktiven) Industriestandorten des Ruhrgebiets stattfinden soll. Nach langer Pause ist auch Dortmund wieder mit Spielstätten vertreten, dem Hafen und (endlich!) der renovierten Maschinenhalle von Zeche Zollern in Bövinghausen. Hier ein paar Fakten:
Beginn in der Jahrhunderthalle
Große Auftakt-Produktion ist Glucks Reformoper „Alceste“ in der Bochumer Jahrhunderthalle. Simons hat sie, wie wir den sorgfältig zusammengestellten Presseunterlagen … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Festivals, Kunst & Museen, Musik & Konzert, Oper & Ballett, Theater
Verschlagwortet mit Bochum, Bövinghausen, Camus, Couperus, Daoud, Dortmund, Duisburg, Glück, Johan Simons, Ruhrgebiet, RuhrTriennale, Zeche Zollern, Zola
Schreib einen Kommentar
In eigener Sache: 5 Jahre „Revierpassagen“
Nach Maßstäben des Netzes ist das bereits ein Weilchen: Auf den Tag genau seit 5 Jahren sind die „Revierpassagen“ heute online.
„Established 2011“. Das hört sich noch nicht nach altehrwürdiger Tradition an, deutet aber schon auf eine gewisse Kontinuität und Beharrlichkeit hin. Fünf Jahre sind nicht mehr so ganz „kurzlebig“. Bei vielen Kulturveranstaltern haben wir uns denn auch inzwischen einen Namen gemacht.
Nur wer sich ändert, bleibt sich treu: Das Erscheinungsbild unseres Kulturblogs hat sich seit den Anfängen mehrmals leicht verändert. Vor allem sind heute teilweise andere Autorinnen und Autoren dabei als zu Beginn. Im Gefolge haben sich auch thematische Schwerpunkte mehr oder weniger merklich verschoben.
Der Gesamtumfang der Revierpassagen ist mittlerweile stattlich: … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse, Medien, Netzwelten & KI, Region Ruhr
Verschlagwortet mit 5 Jahre, Dortmund, Kulturblog, Revierpassagen, Ruhrgebiet
4 Kommentare
Das Revier im Paket: Adolf Winkelmanns Ruhrgebiets-Filme im Kino und auf DVD
Witz, Gefühl und Lebensechtheit hat der berühmte Kritiker Hellmuth Karasek Adolf Winkelmann 1981 im „Spiegel“ für den Film „Jede Menge Kohle“ attestiert. Komplimente, die sich auf die gesamte Ruhrgebiets-Trilogie des Regisseurs ausweiten lassen. Sie kommt jetzt, technisch frisch poliert und mit einigem Bonus-Material, passend zum 70. Geburtstag Winkelmanns (10. April), noch einmal in Dortmund ins Kino und in einer DVD-Box auf den Markt.
Wenn man (wie ich) 1978 geboren wurde, hat man zwar das „Entstehungsdatum“ mit den „Abfahrern“ gemein, hat aber gleichwohl den ursprünglichen Kult um die drei Ruhrgebietsfilme von Adolf Winkelmann nicht live miterlebt. Umso erstaunlicher ist es, wie wenig die Distanz zu der Zeit und ihrem … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Geschichte, Kino, Lebenswege, Region Ruhr
Verschlagwortet mit Adolf Winkelmann, Die Abfahrer, Dortmund, DVD, Jede Menge Kohle, Kino, Nordkurve, Ruhrgebietstrilogie
Schreib einen Kommentar
Aus dem Ressort „Kulturlosigkeit“: Die windigen Methoden eines Schlüsseldienstes
Wer länger bei einer Zeitung gearbeitet hat, hat das vielleicht mal erfahren: Wenn einen Chefredakteur etwas ärgert, was rings um seinen privaten Dunstkreis geschieht, spricht er entweder auf kurzem Weg den (Ober)-Bürgermeister bzw. den zuständigen Dezernenten der Kommune an – oder er gibt „seiner“ Redaktion die „Anregung“, doch mal kritisch über die hochinteressante Begebenheit zu berichten. Im Interesse aller Leserinnen und Leser. Was haben Sie denn gedacht?
Wie komme ich nur darauf? Weil ich jetzt auch eine Chose aus dem eigenen Umfeld ausbreite. Die hat zwar reinweg gar nichts mit Kultur zu tun, ist aber womöglich punktuell lehrreich und kündet nebenbei von einer gewissen Verwilderung der Sitten. Also geht’s doch um Kultur. Oder besser: um deren Abwesenheit. Irgendwie.
… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Alltag, Krimi & Kriminalität, Kultur an sich, Technik, Warenwelt & Werbung
Verschlagwortet mit Dortmund, halbseiden, Masche, Schlüssel, Schlüsseldienst, Täuschung, Tricks, unseriös, windig
7 Kommentare
Lebenspralle Literatur: Anton Kalt und der „Hasenkuckuck“ aus Dortmund-Aplerbeck
Gastautor Heinrich Peuckmann über einen lesenswerten, heute aber nahezu unbekannten Schriftsteller aus dem 1929 nach Dortmund eingemeindeten Aplerbeck:
Mitte der 1970er gab es in Unna eine denkwürdige Lesung aus dem wohl besten Buch, das der „Werkkreis Literatur der Arbeitswelt“ in seiner damals stark beachteten Fischer-Taschenbuchreihe jemals herausgegeben hat. „Der rote Großvater erzählt“ hieß dieses Buch und vereinigte Geschichten von Siegen und Niederlagen der Arbeiterbewegung, dargestellt an Einzelschicksalen.
Gleich drei Autoren dieses Bandes lasen ihre Geschichte in Unna vor. Da war zuerst Bruno Gluchowski, wichtiger Autor der „Dortmunder Gruppe 61“ und dem Werkkreis freundschaftlich verbunden, dessen Romane „Blutiger Stahl“ und „Der Honigkotten“ nicht eigens empfohlen werden müssten, wenn im Literaturbetrieb Bücher über die Arbeitswelt nur ein wenig Beachtung fänden.
Gluchowski las … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Buchmarkt & Lesen, Geschichte, Lebenswege, Literatur, Politik und so, Region Ruhr
Verschlagwortet mit Anton Kalt, Aplerbeck, Bruno Gluchowski, Der rote Großvater erzählt, Dortmund, Hans Tombrock, Heinrich Peuckmann, Kapp-Lüttwitz-Putsch, Kommunismus, KPD, Krüger Verlag, Lichtschlag, Paul Polte, Rote Ruhrarmee
Schreib einen Kommentar
Randale für den Rapper
Dies vorangeschickt: Mit Rap habe ich so gut wie nichts im Sinn, noch weniger mit Gangsta-Rap. Das ist auch, aber nicht nur eine Generations- und Schichtenfrage. Ich mag nicht glauben, dass Musik zur Feier von Gewalt und Verbrechen erfunden wurde. Auch besinnungsloses Auskotzen ist nicht ihr Wesenskern.
Nun aber konkreter: Einer dieser Typen, die für eine leider ziemlich zahlreiche Anhängerschaft als Gangsta-Rapper posieren, nennt sich Kurdo. Sein äußerst schmales Textrepertoire kreist kraftwortreich um Phantasien wie („sinn“-gemäß) „Ich-bin-ein-richtiger-harter-Verbrecher-ihr-alle-seid-schwule-Weicheier-mit-Scheiß-Abitur“ sowie „Ich **ck deine Mutter, ich **ck deine Schwester“. Also richtig bodenloser Mist der weithin üblichen Art.
Zu einer Autogrammstunde dieses begnadigten, äh ich meine natürlich begnadeten Künstlers hatte ein Saturn-Markt im Dortmunder Vorort Eving eingeladen. Es erschienen rund 4000 (!) Fans … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Gesellschaft, Krimi & Kriminalität, Region Ruhr, Rock & Pop, Stilfragen, Tonträger
Verschlagwortet mit Dortmund, Gangsta-Rap, Kurdo, Polizei, Rap
2 Kommentare
5. Mai 1966 – Dortmund – Liverpool: Da gibt’s doch ein Jubiläum zu feiern, und zwar zünftig!
Ist das eigentlich schon jemandem so richtig aufgefallen? Am 5. Mai 2016 jährt sich der wohl legendärste sportliche Erfolg einer Dortmunder Mannschaft zum 50. Mal.
Na klar. Hunderttausende von Fußball-Statistikern haben solche Daten allemal im Archiv und im Sinn, wenn auch vielleicht nicht aktuell „auf dem Schirm“: Am 5. Mai 1966 holte Borussia Dortmund im Hampden Park zu Glasgow als erstes deutsches Team einen Fußball-Europapokal – mit einem seinerzeit sensationellen 2:1-Sieg gegen den FC Liverpool.

Diesen Aufkleber bekam ich vor wenigen Tagen von einem Trödelhändler auf dem Flohmarkt in Dortmund-Wambel geschenkt. Er beschwor die Echtheit und Originalität. Ich habe meine Zweifel. Egal. Jedenfalls erinnert der Sticker an 1966. (Foto: Bernd Berke)
Eine ganze Generation von Fußballfans erinnert sich lebhaft an … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Geschichte, Leibesübungen, Region Ruhr
Verschlagwortet mit 1966, Borussia Dortmund, BVB, Dortmund, Glasgow, Jürgen Klopp, Libuda, Liverpool, Thomas Tuchel
6 Kommentare
Islam im Blut – Theater Dortmund zeigt „Geächtet“ von Ayad Akhtar im Megastore
Auf den ersten Blick eint sie die Eigenschaftslosigkeit. Amir, Emily, Isaac und Jory sind in der Dortmunder Inszenierung von Kay Voges farblos-weiße Gestalten mit roten Albino-Augen (Kontaktlinsen), frei von störenden Eigenschaften (des Blutes?) oder Hypotheken einer ungemäßen Herkunft. Wechselseitige Wertschätzung speist sich aus der Höhe sechsstelliger Jahresgehälter, rhetorische Nähe zum Islamismus hier und larmoyantes Judentum dort werden bestenfalls als folkloristische Apercus empfunden, die die lockeren Gespräche eines entspannten Abends zu viert ein wenig zu würzen versprechen. Kleine Provokationen unter guten Freunden, harmlose, gut gemeinte Späße: Was soll da schon passieren?
Nun gut; wenn jemand wie der 1970 geborene amerikanische Autor … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Gesellschaft, Lebenswege, Politik und so, Theater
Verschlagwortet mit Ayad Akhtar, Dortmund, Geächtet, Kay Voges, Schauspiel Dortmund, Theater Dortmund
Schreib einen Kommentar
Dem Pigment verfallen – Bilder und Skulpturen von Thomas Kesseler im alten Ostwall-Museum

Lichthof des „richtigen“ Dortmunder Museums am Ostwall, geschüttete Fläche aus tiefblauem Pigment im Hintergrund, Künstler Thomas Kesseler davor. (Foto: Simone Melenk/BDA-Dortmund)
Das größte Bild in der Ausstellung ist gar keins, jedenfalls kein richtiges. Es ist eine rechteckige Schüttung aus ultramarinblauen Farbpigmenten, um die 100 Quadratmeter groß; Ein Gemälde zum Materialpreis von rund 600 Euro, das nach dem Ende der Ausstellung einfach zusammengefegt werden kann. Geschaffen hat es der Künstler Thomas Kesseler, als Auftakt gleichsam seiner Werkschau aus rund 30 Schaffensjahren.
Thomas Kesseler ist Architekt, Maler und Bildhauer. Bekannt wurde er einem breiteren Publikum durch seine künstlerischen Um- und Neugestaltungen sakraler Innenräume: St. Katharina in Unna, die Kapelle der evangelischen Akademie in Schwerte-Villigst, Kirchen in den Dortmunder Stadtteilen Eving und Rahm … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Architektur & Städtebau, Kunst & Museen
Verschlagwortet mit BDA, Dortmund, MO, Ostwall, Ostwallmuseum, Pigment, Thomas Kesseler
Schreib einen Kommentar
„Das Lachen der Täter“: Klaus Theweleits Gedanken zur monströsen Mordlust
Wir erinnern uns schemenhaft: Damals, ab 1977, haben praktisch alle links bewegten Leute Klaus Theweleits „Männerphantasien“ gelesen oder wenigstens darin geblättert und sich die Köpfe heiß geredet.
Da ging es um soldatisch zugerichtete Männerkörper und ihre Panzerungen, um ihre psychophysische Angst vor Fragmentierung und Auflösung, die sie dann als entgrenzte Gewalt nach außen kehrten – nicht nur in beiden Weltkriegen. So ungefähr. In zwei Bänden mit 1174 Druckseiten war das natürlich alles ungleich differenzierter und vielfältiger ausgeführt.
Klaus Theweleit (73) ist sich offenkundig treu geblieben. Noch immer wandelt er konsequent auf den Spuren seines einstigen Kultbuches, dessen Grundlinien er mit neuen Akzenten bis in unsere Gegenwart fortführt. Jetzt war er zu … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Buchmarkt & Lesen, Geschichte, Gesellschaft, Psychologie, Wahnwitz, Weite Welt, Wissenschaft
Verschlagwortet mit Alexander Kerlin, Blackbox, Breivik, Das Lachen der Täter, Dortmund, Klaus Theweleit, Männerphantasien, Schauspielstudio
Schreib einen Kommentar
Schöner Skandal: Dortmunds Schauspielchef Voges mischt mit „Freischütz“ Hannover auf

Ein „Freischütz“ sorgt für Wirbel in Hannover. Inszeniert hat die umstrittene Produktion der Dortmunder Schauspielintendant Kay Voges. Foto: Werner Häußner
Das ist doch schön! In stumpf gewordenen Zeiten, in denen all die vaginal-anal-erektionale Blut-Sperma-Fäkalmetaphorik des postzeitgenössischen Theaters nur noch Augenrollen oder Schulterzucken hervorruft, schafft die Oper einen Skandal. Richtig befreiend, dass sich sogar die Politik wieder einmal mahnend zu Wort meldet. Wunderbar, dass die CDU-Ratsfraktion in Hannover die Schätze, die uns Dichter und Komponisten hinterlassen haben, „ins Niveaulose und Beliebige“ gezerrt sieht. Inzwischen gibt es sogar eine Anfrage der Landtags-CDU ans niedersächsische Kultusministerium. Und in der Kulturszene Hannovers hält die Debatte an.
Besser hätte es nicht laufen können: Wenn, wie maliziös orakelt, mit einem kleinen Skandal kalkuliert wurde, ist die … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Oper & Ballett
Verschlagwortet mit Ania Vegry, Carl Maria von Weber, Daniel Roskamp, Der Freischütz, Dorothea Maria Marx, Dortmund, Eric Laporte, Eva Verena Müller, Karen Kamensek, Kay Voges, Staatsoper Hannover, Tobias Schabel, Voxi Bärenklau
Schreib einen Kommentar
Aus dem Leben eines Trinkers – „Die Reise nach Petuschki“ im Dortmunder Schauspiel
Man weiß sofort, was mit Wenja los ist. Er ist ein Trinker, immer auf der Suche nach dem nächsten Schluck; einer, der in Hausfluren schläft und klaffende Gedächtnislücken hat. Wenja macht keinen Hehl aus alledem, sondern erzählt (wie man hier vielleicht nicht mehr sagen sollte) frei von der Leber weg.
Wenja hat auch Stil. Und Kultur. Die Abfolge der Getränke, des Wodkas, des Bieres, des Rosés, will bemessen und durchdacht sein. Auch wenn längst schon klar ist, daß nicht Wenja über den Alkohol, sondern der Alkohol über ihn gebietet. Besonders dann, wenn er nach Moskau reist; dann richtet sich sein Pfad nach den Kneipen und Restaurants, die geöffnet haben, weshalb er den Kursker … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Theater
Verschlagwortet mit Alkoholismus, Breschnew, Dortmund, Jerofejew, Petuschki, Schauspiel Dortmund, Theater Dortmund, Trinker, Uwe Rohbeck
Schreib einen Kommentar
Klüngel um Kunst: Wenn die Pressesprecherin den Artikel gleich selbst schreibt…
Seit einiger Zeit steht fest, dass das einstige Dortmunder Museum am Ostwall, dem schon der Abriss drohte, zum Baukunstarchiv umgewidmet wird. Ein durchaus erfreulicher Vorgang. Hier aber geht’s um einen weniger erfreulichen Randaspekt.

Blick aufs frühere Museum am Ostwall, das künftig zum Baukunstarchiv wird. (Foto vom Oktober 2013: Bernd Berke)
Gelegentlich gibt es am Ostwall jetzt schon kurze Ausstellungen, ausgerichtet vom Bund Deutscher Architekten (BDA Dortmund Hamm Unna). Und damit sind wir beim Thema: Jüngst erreichte uns die Einladung zur Pressevorbesichtigung der Schau „Thomas Kesseler, Skulptur – Farbe – Raum“ (16. Jan. bis 14. Feb.). Kein Wort zur Qualität der Ausstellung, ich habe sie bislang nicht gesehen. Wohl aber ein paar Worte zu einem Vorgang, der mit medialen Gepflogenheiten bricht.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Medien
Verschlagwortet mit BDA, Bund Deutscher Architekten, Dortmund, Ostwall, WAZ
3 Kommentare
Adieu, Mittelwelle! – Der Deutschlandfunk hat alte Radios arbeitslos gemacht

Das ist das gute Stück: Philips Sirius, gut 65 Jahre alt und bis Ende letzten Jahres noch Deutschlandfunk-Empfänger (Foto: Pfeiffer)
Dieses Radio ist älter als ich. Tante Else und Onkel Otto haben es um 1950 herum gekauft, so weit ich weiß, ein Philips Sirius, hochmodernes Bakelit-Gehäuse in Schwarz und Nußbaumoptik. Die Ultrakurzwelle gab es zunächst nur als Nachrüstsatz, ein zum Zwecke der Belüftung durchlöchertes Blechkästlein im Gehäuseinneren, in dem zwei Röhren vor sich hinglühten, ohne daß indes je UKW mit dem Radio empfangen worden wäre. Irgendein entscheidendes Drähtchen muß da fehlen; aber um UKW soll es hier ja auch nicht gehen.
Nein, ich möchte an dieser Stelle und aus gegebenem Anlaß der Mittelwelle einige traurige Gedanken hinterherwerfen, genauer gesagt der … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse, Fernsehen und Hörfunk, Kultur an sich, Medien, Netzwelten & KI, Technik
Verschlagwortet mit Deutschlandfunk, DLF, Dortmund, Flirt, Graetz, Internet, Mittelwelle, Philips, Radio, Rundfunk, Sirius, UKW
Schreib einen Kommentar

















