Volltextsuche
Archiv aller Beiträge
Themenbereiche
-
Die 10 neuesten Beiträge
- Soziale Miniaturen (25): Die Frau bei den Eseln
- Das Unheimliche im Vertrauten: Performance, Installationen und Skulpturen rund um den Dortmunder Hauptbahnhof
- Nichts mehr zu retten – T. C. Boyles dystopische Storys „Das Ende ist nur ein Anfang“
- Deprimierend und zum Brüllen komisch – Heinz Strunks Roman „Memories of Heidelberg“
- Mit „großem Bock“: Julien Chavaz wechselt 2028 als Intendant von Magdeburg ans krisengeplagte Essener Aalto-Theater
- Hauptsache unterwegs – Felicitas Hoppe über das Reisen
- Comedy plus Oper: Bülent Ceylan entert an der Berliner Staatsoper Mozarts „Entführung aus dem Serail“
- Es ist 38 Grad im Schatten, nebenher läuft zuweilen diese seltsame Fußball-WM – und mehr mag ich jetzt auch nicht schreiben
- Mozarts Klangwelten: Maxim Emelyanychev als Pianist in der Philharmonie
- Die Römer sind los: Der Archäologische Park Xanten feiert fünf Jahre als UNESCO-Welterbe
Meistgelesen (ab 1.10.23)
- Aufklärung, das unvollendete Projekt – opulente Ausstellung in Berlin
- Als Prügel für Kinder zum Alltag gehörten
- Wie sich die chinesische Lyrik nach und nach von Fesseln befreite und…
- Wahn und Wirklichkeit: „Englischer“ Opern-Doppelabend in Duisburg
- Viele, liebe, beste, schöne, freundliche, herzliche Grüße: Die etwas…
- Entdecker in den Gefilden der Rockmusik: Alan Bangs wird 70 Jahre alt
- Konjunktur mit Fußballbildchen: Das Wunder in Tüten aus Dortmund und…
- Woran Goethe glaubte
- Wie sich Pflegedienste nennen
- „Die Brücke“ und „Der Blaue Reiter“ – ein opulenter…
- Die Unternehmer-Familie Quandt und ihr Bezug zum Ruhrgebiet
- „Familie Hauser“ als (un)heimlicher Internet-Hit: Viele Millionen…
- Der Struwwelpeter, der Suppenkasper und ihre Wirkung auf die Kunst –…
- Kindheit im Ruhrgebiet – Erinnerung an versunkene Zeiten
- Zum Schluß bleibt noch die Altersmilde – Robert Gernhardts „Lichte…
- Kunst-Stoff für Christo – Fabrik in Emsdetten fertigt das Gewebe für die…
- Gemischte Gefühle beim Abschied von sämtlichen Dingen: „Später…
- TV-Nostalgie (19): Werner Höfers „Frühschoppen“ – das Sonntagsritual
- Bedeutsam wie eh und je: George Orwells „Farm der Tiere“ gleich in…
- Heino wird 80 – Sind denn alle Geschmäcker nivelliert?
- Bürgerinitiative peilt ehrgeiziges Ziel an: Altes Dortmunder Rathaus…
- TV-Nostalgie (6): Erik Ode als „Der Kommissar“ – Mal…
- Von Unna aus ein wenig die Welt verändern – Nachruf auf den vielseitigen…
- Vor 70 Jahren: Als es das Essen nur auf Lebensmittelmarken gab
- Früher war einfach mehr Kneipe!
- Trotz allem optimistisch bleiben – die fabelhaft farbigen Welten…
- Wo selbst Prominentengräber unscheinbar sind – ein Gang über den…
- Dortmund damals: Beim Betrachten alter Bilder aus der Heimatstadt
- „Das Gurkerl“ – eine ätzende Petitesse
- Die einfachen Dinge des Lebens lieben – Der Schauspieler Heinz Bennent…
- TV-Nostalgie (28): „Der goldene Schuß“ mit Lou van Burg – „Kimme,…
- Garantie auf Gänsehaut: Das Gesangsoktett VOCES8 sprengte beim…
- „Mächtiger Körper, Wahnsinn im Glas“: Das Vokabular der Weinverkostung
- Reizendes Kaleidoskop: Anna Vinnitskaya ist Porträtkünstlerin der…
- WDR 4: Radio für Senioren – aber ganz anders als früher
- Dem Ruhrpott seine Sprache
- Vom Mikro zur Motorsäge – die zweite Karriere von Pia Lund („Phillip Boa…
- Der Flaneur braucht kein Ziel
- Die „Essais“ des Michel de Montaigne und ihr deutscher Übersetzer –…
- „Tegtmeier“ lebt nicht mehr – Ruhrgebiets-Komiker Jürgen von…
- Was ist denn wohl ein Aminaschlupferle? – Neues Buch über „Wörter, die…
- Schurke und Biedermann: Ausstellung zum 100. Geburtstag des…
- Iserlohn: Ein Hauch der weiten Welt im Goethe-Institut – abseits der Metropolen
- Entlustet und mohrifiziert – Wortverhunzung und Schlimmeres im…
- Vergehende Zeit, hier im Revier: Zum Beispiel die Dortmunder Steinhammerstraße
- Queen für ein ganzes Zeitalter: Vor 200 Jahren wurde die britische…
- Berührende Tragödie: Cecilia Bartoli mit Glucks „Orfeo ed Euridice“ in…
- Erich Fried: Schriftsteller, Philanthrop, Vor-Denker und…
- TV-Nostalgie (24): „Der große Bellheim“ – Die älteren…
- Zum Tod von Ulrich Wildgruber: Ein Berserker, der uns sprachlos machte
- Die Geburt des Kinos in Europa: Vor 125 Jahren markierte das Patent der…
- Größter Holzhandel weit und breit: Grabstätte führt auf die Spuren einer…
- Die Kunst des Schmerzes: Marina Abramović in Bonn
- Ein Grundklang für Generationen: Bochums Jugendsinfonieorchester feiert…
- Der Vater der Luftschiffe: Vor 100 Jahren starb Ferdinand Graf von Zeppelin
- Wenn man vom Rathaus kommt, ist man klüger – ein lehrreicher Rundgang…
- Das Leben ohne Verdünnung: Otto Dix in Düsseldorf
- Einkaufen früher und heute
- 90 Jahre „Kampfbahn Rote Erde“: Wenn Gerd Kolbe erzählt, wird die…
- Lachen gegen die absurden Regeln der Welt: Vor 50 Jahren starb Stan Laurel
- Langer Abschied vom Generalmusikdirektor: Gabriel Feltz wechselt bald…
- Frauen, die beim Wohnen warten
- Nashorn oder Fuchs: Städtische Symboltiere auf der Straße
- Nicht nur zum Ende der Zechen-Ära eine Erinnerung wert: August Siegel,…
- Es könnte ruhig ein wenig mehr sein – Museum Folkwang zeigt Werke Lyonel…
- Beispiel Dortmund: Mit Karstadt schwinden auch Erinnerungen
- Sprachphilosophie aus der Bauernstube – Brian Friels Stück…
- TV-Nostalgie (22): „Ein Herz und eine Seele“ – als…
- „Spätlese“ zum 90. von Loriot: Eine Fülle bisher unbekannter…
- Vom Hauen und Stechen im Theater: Kampftrainer Klaus Figge im Porträt
- Beyenburg mit seinem Stausee – ein bergisches Idyll am Rande von Wuppertal
- „Wie eine Straßenköter-Mischung“ – Jugendstil und Artverwandtes im…
- Hömma, Dingenskirchen, ey! Und schon wieder liegt ein Asterix-Band auf…
- TV-Nostalgie (35): Konversation mit Kitzel – „Je später der…
- Impressionismus und Fotografie – zwei Wege in die Moderne
- TV-Nostalgie (27): „Auf der Flucht“ – Als Dr. Richard…
- Wenn Bäume Zähne zeigen
- Schloss Cappenberg: Nach langer Schließung kehrt bald wieder Leben ein
- TV-Nostalgie (17): „Wünsch Dir was“ – als Dietmar Schönherr für…
- Kreativer Kosmos, künstlerischer Klamauk – Martin Kippenberger in der…
- Erst Rocksängerin, dann Bildhauerin – Pia Bohr: „In der Kultur haben es…
- Zum Tod von Marianne Faithfull – Rückblick auf ein Konzert von 1999
- Das Ruhrgebiet – von allen Seiten betrachtet: 100 Jahre…
- TV-Nostalgie (32): Bernhard Grzimeks „Ein Platz für Tiere“…
- Bye-bye, Sabine – ein Nachruf auf die Dortmunder Krimiautorin Sabine Deitmer
- Vom Fluch frühen Ruhms: Der Pianist Jan Lisiecki im Konzerthaus Dortmund
- Seelenfenster geöffnet: Tschaikowskys „Eugen Onegin“ in Krefeld-Mönchengladbach
- Unbewusstes aus der Dunkelkammer – Bilder des deutschen…
- Natur und Kunst, Schönheit und Grauen: Vor 150 Jahren starb der…
- Bumsfideler Bergmann anno 1971: „Laß jucken Kumpel“ – der etwas…
- Im 100. „Schreibheft“: Vergessene, verkannte, verschollene…
- „Schwarze Kohle, rotes Licht“ – Schwere Jungs erinnern sich an ihr…
- Onkel Dagoberts Traum: Deutschlands größter Geldspeicher steht…
- Geflüchtete Kinder in der Schule: Essener Gymnasium am Stoppenberg gibt…
- Schonungsloser Blick auf Missstände seiner Zeit: Vor 150 Jahren starb…
- Der BVB verteilt alljährlich über 155.000 Plastikkarten – muss das denn sein?
- Mathematiker kontra Verbrecher – Antti Tuomainens Comedy-Thriller „Der…
- Von Nöttelefönes, Klötenköhm und Halfjehang – ein Herkunftswörtbuch zur…
- „Geh nicht durchs Gewischte!“ – Torsten Sträters „Heimspiel“…
- Dem „göttlichen Claudio“ zum 450. Geburtstag: Monteverdi bringt in…
- Die Zeiten ändern sich: Neue Chefin im Dortmunder Museum für Kunst und…
- TV-Nostalgie (15): Robert Lembkes „Was bin ich?“ – die…
- Für die Benachteiligten schreiben: Die Werkstatt Dortmund im „Werkkreis…
- Beklemmend schön: „Der Hamiltonkomplex“ mit dreizehn…
- „Wenn der Wind von Hörde kam, roch es wie Pech und Schwefel“…
- Wer erweckt dieses frühere Kino zum Leben?
- TV-Nostalgie (11): Loriot – Humor mit Stil
- Wie die Kunst auf die Industrialisierung reagierte – „Vision und…
- Das Ruhrgebiet war gegen Nazis nicht immun: Schon 1932 füllte Hitler die…
- Rekonstruktion einer Abtreibung von 1964 – „Das Ereignis“ von Annie Ernaux
- Ruhrgebiets-Flamenco: Rafael Cortés brilliert in der Lichtburg Essen
- Perfekt, freudlos – das Folkwang-Museum zeigt italienische Malerei…
- Auf dem Berg der Wahrheit – Ein Spaziergang auf den Spuren von…
- Hohe Belastung mit Umweltgift PCB: Uni Bochum reißt zwei Großgebäude ab
- Die Posen des jungen Werther – Joachim Meyerhoff im Einpersonen-Stück…
- Stadt, Land, Fluss: Andreas Gursky in Düsseldorf
- Hach! Hihi! Huch! – Mal wieder ein Buch zur putzigen Dingwelt der…
- Joachim Meyerhoff: Literarisches Denkmal für die Mutter
- Duplikate für den historischen Ostfriedhof – warum muss das denn sein?
- Erfinder des Saxophons: Vor 200 Jahren wurde Adolphe Sax geboren
- Kriegsende an der Ruhr: Bei Hattingen gab es „Friendly Fire“
- Mit vokalem Volldampf durch Georgien: Der Trinity Cathedral Choir aus…
- Mäuse, Schweinchen, Feen und Pinguine: Sehenswerte Trickserien für…
- Olympische Spielstraße, München, 1972 – Erinnerungen an ein fröhliches…
- Das Revier im Paket: Adolf Winkelmanns Ruhrgebiets-Filme im Kino und auf DVD
- Der Krebs und der Krieg – Robert Gernhardts erschütternde „K-Gedichte“
- Lars Vilks „Nimis“: Kunstwerk aus Treibholz reizt seit Jahrzehnten…
- Der erste Opernstar der Schellack-Zeit: Vor 100 Jahren starb der…
- Schrecken und Schönheit der Natur – Münster zeigt grandiose…
- Werke von großer Aussagekraft – eine nachdrückliche Erinnerung an…
- Schneller Fuchs, träger Hund, Bayern und Sylt oder: Das ganze Alphabet…
- Grenzgänge an der Küste – die melancholischen Meeresbilder des Hermann Buß
- Alles auf Anfang: Wie die Künstlergruppe „junger westen“ im…
- Songs für die Ewigkeit: Zum Tod des großen Dichters und Sängers Leonard Cohen
- „Haus der Löcher“: Ödnis im Porno-Paradies
- Das Erbe von „Tegtmeier“ wirkt weiter – Jürgen von Manger wurde…
- Goethe-Institut – auf Wellenlänge der neuen Außenministerin
- Künstler auf der Suche – Hagener Museum zeigt frühe Bilder von…
- Schlapphüte und andere Trends: BVB-Spielerfrau Jana Kirch als neue…
- Frank Zappa enttäuscht Publikum in Ahlen – ganz im Gegensatz zu Rory Gallagher
- Wenn Dichter baden gehen
- Neustart bei den „Mitternachtsspitzen“: Da geht noch was…
- Verzicht auf die Katastrophe: „Schwanensee“ am Essener Aalto-Theater
- Helles Malz, Aroma-Hopfen, weiches Wasser: Vor 175 Jahren erfand der…
- „Nichts als gegeben hinnehmen“ – Der Schriftsteller…
- „Zupacken Ehrensache“: Wie die Ruhris mit einem…
- „Schöne Scheiße“ im Dortmunder Museum: Die stets unfertige Welt…
- Von „Alka Seltzer“ bis „Schapusiak“ – Spitznamen, mit denen…
- TV-Nostalgie (9): „Bonanza“ – eine Western-Serie für…
- „Was für ein Jahr!“ (Gesammelte Grußformeln, 2020er…
Archiv der Kategorie: Bekenntnisse
Ungereimtheiten auf der Alm
Man macht das ja manchmal so. Reime erzwingen um des Reims willen. Und vielleicht für ein wenig Haha. Bei Geburtstagsfeiern oder auf Grußkarten zum Beispiel. Ich hab es gerade erst wieder getan, in einem der klassischen Orte für solcherlei Wortpressversuche: In einem Gästebuch einer Ferienwohnung, in der wir uns sehr wohlfühlten, habe ich willkommen auf gern wiederkommen gereimt und sogar Drachenfels mit Zahnschmelz gepaart. Ein bisschen rote Ohren, ein
bisschen Schmunzeln – und die nachfolgenden Gäste können sich dran ergötzen.
So etwas aber geschieht in der stillschweigenden Übereinkunft einer Halböffentlichkeit, die nur wenige Zeugen kennt. Weil letztlich doch alle Beteiligten wissen, dass solches Gereime von Dichtkunst so weit entfernt ist, wie eine Baumscheibenbemalerin von Frida Kahlo.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Alltag, Bekenntnisse, Design, Gesellschaft & Soziales, Glaubensfragen, Medien, Unterwegs, Wahnwitz, Warenwelt & Werbung, Weite Welt
Verschlagwortet mit Promi, Reim
Ein Kommentar
Pleurants – Trauernde
Mein Vater liegt auf demselben Friedhof wie die Krupps begraben, wenngleich sehr viel bescheidener. Die Krupps – zumindest die Männer der Familie – ruhen unter veritablen Denkmälern. Hier ein Adler, dort eine trauernde Schönheit, wie sie im 19. Jahrhundert zur internationalen Friedhofsmode gehörte. Eine lebensgroße Skulptur aus Bronze, die – Allegorie hin oder her – unter nur angedeuteten Schleiern ihre vollen Brüste über dem Kopf des Industriebarons schaukeln lässt, lasziv wie ein Groupie über dem Grab von Jim Morrison, sinnlich wie Maria Magdalena am Fuß des Kreuzes. Was haben halbentblößte Weiber, die nicht zur Familie gehören, auf den Grabplatten von Industriellen zu suchen?
Ich denke an Mutter. Als mein Vater starb, waren die beiden vierundfünfzig Jahre verheiratet. Mutter erzählte mir später, Vater sei ihr erster und einziger Mann gewesen.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse, Kultur an sich, Region Ruhr, Scherz, Satire, Ironie, Stadt Land Fluss
Verschlagwortet mit Friedhof, Friedhofskunst, Trauer
Kommentare deaktiviert für Pleurants – Trauernde
Alles ist ermattet, doch Elvis lebt!
Die Mehrheit der „Revierpassagen“-Autorinnen und Autoren ist derzeit auf Reisen, weite Bereiche des Kulturbetriebs haben jetzt eh geschlossen. Ohnehin hat der Müßiggang seine unwiderstehlichen Reize…
Aber das ist ja das Schöne am Bloggen. Während Zeitungen im Druck und mit ihren Ablegern im Netz sich abquälen müssen, trotz alledem täglich ihre Seite(n) zu füllen (ein bis auf weiteres unvergängliches Motto dabei: „Große Bilder sind schnell geschrieben“), können wir es zuweilen geruhsamer angehen lassen.
Aus gutem Grund haben wir niemandem tägliche Lieferungen versprochen, erst recht kassieren wir nicht für Abo oder Einzelverkauf, auch erheben wir keinerlei Gebühren, stecken ferner null Subventionen oder sonstige Zuschüsse ein.
Doch wenn auch die hiesige Kulturkritik ein wenig ermattet darnieder liegt und sich allenfalls zum sommerlichen Kriechgang aufrafft, so steht doch eines felsenfest: Elvis lebt!… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse, Kultur an sich, Lebenswege, Scherz, Satire, Ironie
Verschlagwortet mit Elvis, Ferien, Müßiggang, Pause, Urlaub
7 Kommentare
Völlerei
Völlerei ist eine der Todsünden.
Ich will mich vollsaugen jeden Tag. Bis ich nicht mehr kann. Ich will morgens das Zwitschern der Vögel aufsaugen. Ich will die Sonnenstrahlen wie Goldstaub auf meine Haut legen. Ich will das kostbarste Frühstück einnehmen, ein Ei, dessen Eigelb das Gelb überhaupt ist, das Gelb der Sonne. Ich will die teuerste Marmelade aller Zeiten auf das edelste Brot streichen. Jeder Ton, den mir die Natur schickt, will ich in feinsten Nuancen erkennen und verinnerlichen. Ich will das Wetter als meinen Freund bezeichnen, wie immer es auch spielt. Der Regen soll so weich an mir herunter tropfen, ohne dass er den Klang verliert. Ich will die kühnsten Leckereien über meine Lippen schieben, hinunterschlucken und verdauen. Das Verdauen soll in einem Wohlgefühl stattfinden, wie es nur das Verdauen hervorbringen kann.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse, Literatur
Verschlagwortet mit "Bratkartoffeln mit Speck"
3 Kommentare
Als Heinrich Heine von den Franziskanern lernte
Mitten im Trubel der Düsseldorfer Altstadt gibt es seit etwa fünf Jahren einen sehr ungewöhnlichen Ort der Ruhe – das „Max-Haus“.
Es ist katholisches Stadthaus, Veranstaltungszentrum, Kunstgalerie, Gebetsstätte, Cafe und Konzerthaus in einem. Ungewöhnlich wirkt es nicht nur durch die Ausstrahlung, sondern vor allem durch seine preiswürdige Architektur, seine Offenheit für jedermann und seine Geschichte.
In der Nähe des früheren Hafens hatten Franziskaner auf den Resten der alten Citadelle 1661 ein Kloster errichtet, eine Kirche gebaut und ab 1695 eine Lateinschule eingerichtet, die Vorläuferin der heute noch bestehenden Max-Schule. Die Kirche war ursprünglich dem heiligen Antonius von Padua gewidmet. Als jedoch 1803 durch den Beschluss zur Säkularisation auch Kirche und Kloster abgerissen werden sollten, benannten die Mönche ihren Komplex schnell um nach dem heiligen Maximilian – dem Namenspatron des Kurfürsten.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Architektur & Städtebau, Bekenntnisse, Geschichte, Kunst & Museen, Lebenswege, Literatur, Musik & Konzert, Schule, Uni, Bildung, Stadt Land Fluss
Verschlagwortet mit Düsseldorf, Franziskaner, Heine, Latein, Max-Haus
Ein Kommentar
Ich bin Raucher und Querulant!
Ich bin empört! Da saust mir der unsägliche Begriff „Wutbürger“ um die Ohren. Aber eins nach dem anderen.
Der Gesundheitsterror geht weiter. Wir werden reguliert! Alles, was krank macht, wird ausgelöscht. Die Grüne Partei entwickelt sich weiter zur Weltrettungsvereinigung, deren einziges Ziel es ist, die Selbstbestimmung des Menschen zu reduzieren, die Freiheit weiter runterzuregeln. Und das alles unter dem Mantel der Gesundheit und der Umwelt. Gesund – was ist das? Rein und sauber? Was macht krank? Alles, wenn man täglich Zeitung liest oder andere Medien verfolgt. Essen ist ungesund, trinken sowieso, atmen gar, je nachdem wo wir uns befinden und welche Verunreinigungen gerade unterwegs sind. In den USA gibt es Orte, da werden junge Leute ins Gefängnis gesteckt, weil sie auf der Straße geraucht haben.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse
Verschlagwortet mit Alkohol, Gesundheit, Nichtraucher, Raucher, Sucht
7 Kommentare
Teil einer Massenbewegung sein
Wollten Sie schon immer Teil einer Massenbewegung sein? Nein? Ich auch nicht. Dann ist eine „Kritische Masse“ sicher genau das Richtige. Am Wochenende gab es in Dortmund Gelegenheit, auszuprobieren, wie es sich anfühlt: Critical Mass!
Was das sein soll? Das kann wikipedia besser erklären: „Critical Mass (Kritische Masse) ist eine international verwendete Aktionsform, bei der sich mehrere nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer scheinbar zufällig und unorganisiert treffen, um mit gemeinsamen und unhierarchischen Protestfahrten durch Innenstädte mit ihrer bloßen Menge und ihrem konzentrierten Auftreten auf ihre Belange und Rechte gegenüber dem motorisierten Individualverkehr aufmerksam zu machen.“
Kurz gesagt, Critical Mass ist eine Demonstration auf dem Fahrrad für das Fahrrad, wobei die Demonstranten weder Forderungen auf Plakaten erheben noch lautstark skandieren, sondern höchstens dann und wann ihre Klingel betätigen.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse, Gesellschaft & Soziales, Leibesübungen, Region Ruhr, Unterwegs, Utopien & Dystopien
Verschlagwortet mit Critical Mass, Dortmund, Fahrrad
5 Kommentare
30 Jahre „Dallas“: Als Larry Hagman der fiese J.R. wurde
Es war ein Dienstag vor 30 Jahren, zum ersten Mal gab’s „Dallas“. Genau genommen ist das schon einen Tag her, dieser Dienstag von 30 Jahren war ein 30. Juni, aber ich kann es nicht unterlassen, einige Worte darüber zu verlieren.
Der intellectuell correctness widersprach es ja zutiefst, sich dergleichen Flachsinn anzuschauen. Glatt, ultra-amerikanisch, superreich und mit seinen Protagonisten auch extrem fies – geht doch gar nicht!
Dennoch haben wir es zu Hauf geschaut. Wir staunten, was für Bösartigkeiten sich Larry Hagman als J.R. einfallen lassen konnte, wo er doch als der trottelig-liebenswerte Major Tony Nelson noch kurz zuvor die bezaubernde Jeannie bezaubert hatte, litten mit Sue Ellen, wenn sie sich dem Alkohol ergab, fieberten mit Bobby, wenn er um Pam warb oder seinem perfiden großen Bruder das ach so fiese Geschäft verderben wollte.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Alltag, Bekenntnisse, Gesellschaft & Soziales, Medien
Verschlagwortet mit Dallas, Fernsehen, J.R., Larry Hagman
11 Kommentare
Viertes Gebot: Du sollst dich nicht über Neil Young ärgern!
Ich habe mir – aus altgedientem, bislang oft belohntem Vertrauen – gleichsam „blind“ Neil Youngs CD „A Treasure“ besorgt. Ganz gegen meine sonstige Gewohnheit ohne jedes Probehören, ohne jede vorherige Information, quasi hechelnd im Pawlowschen Reflex, auf den bloßen medialen Zuruf hin: „CD von Neil Young kommt auf den Markt“.
Und schon war das Ding bestellt. Hätte ich nur zur Kenntnis genommen, dass der Kanadier hier mit den „International Harvesters“ (benannt nach einem Landmaschinenhersteller, daher auch das sorgsam auf „verblasst“ getrimmte Coverbild mit Traktor) musiziert hat, so wäre ich hellhörig geworden. So aber habe eine bittere Enttäuschung mit einem ansonsten verehrten Musiker erlebt. Eigene Schuld. Über mich selbst muss ich mich ärgern, nicht so sehr über Neil Young.
Nebenbei: Ich habe die Platte auf eigene Rechnung gekauft, nicht etwa ein Rezensionsexemplar erhalten.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse, Lebenswege, Rock & Pop, Tonträger
Verschlagwortet mit Bob Dylan, Neil Young
2 Kommentare
Morgen-Notiz aus der Provinz
Nein, ich zweifel nicht daran,
dass heute Freitag ist.
Man sagt, es ist Freitag und wer reibt sich heute
nicht alles die Hände…
Manchmal werden sie auch gefaltet.
Oh, gesegneter Freitag !
Oh, heiliges Wochenende!
Ach, ändert sich denn wirklich etwas?
Wer ändert sich denn schon?
Immer wird verlangt, die anderen sollten sich ändern.
Von sich selbst nimmt man in dieser Sache lieber Abstand.
Da betreibt man gerne Denkmalpflege…
Mit den letzten Ruinen gehen sie hausieren…
und merken es nicht einmal…
Verschanzt hinter ihrem eigenen Gedankengut,
welches alles andere als gut ist.
Es sind Brocken und mit diesen Brocken –
brocken sie einem was ein,
wenn man sie lässt…
Manchmal sollte man besser Abstand halten,
sonst werfen sie einem einfach die Brocken,
nicht einmal vor, sondern auf die Füße.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Alltag, Bekenntnisse, Gesellschaft & Soziales, Lebenswege, Psychologie & Seelenleben, Wahnwitz
Verschlagwortet mit Notizen, Tagebuch
Kommentare deaktiviert für Morgen-Notiz aus der Provinz
Und ewig grüßt das Facebook-Tier
Computerlogdaten: Web 0, 17690
Langgezogene Breitengrade. Rotweinreste im System.
Schwerkraft beträchtlich.
Die Vögel pfeifen trotzdem.
Zur Untermalung, prasselnder Regen.
Auf Facebook gibts quasselnden Regen.
Da trommelts auf die Festplatte.
Manchmal fühlt man sich wie Spock.
Vulkanisiert.
Da geht nichts mehr durch.
Man ist dicht.
Eine gummierte Haut schottet einen ab.
Was hat man mit der Welt zu tun?
Welche Welt überhaupt?
Man spricht so leicht von Welt.
Als ob man wüsste, was das sei.
Man gibt sogar vor zu wissen,
was das ist.
„Die Welt zu Gast bei Freunden“ – hieß das nicht so?
Das wäre eng geworden.
Weltfußballer. Weltmeister. Weltbaumeister. Weltschriftsteller.
Welthausfrau. Weltpolitiker. Weltbademeister…
Wir sind getitelt.
Wir sind sowas von getitelt, dass uns manchmal etwas fehlt.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Allgemein, Alltag, Bekenntnisse, Gesellschaft & Soziales, Kultur an sich, Medien
Verschlagwortet mit Facebook, Gesellschaft, Medien, Siegen
4 Kommentare
Verbrieft – Bekenntnisse eines Briefschreibers
Die Sondermarke prangt glänzend auf dem Umschlag.
Man denkt kurz an Ringelnatz und verabschiedet sich.
Ein Kulturwelt-Erbe befindet sich auf dem Rückzug.
Letzte Gefechte?
Noch ein Brief, nochmal an den Schreibtisch, der diesen Namen auch verdient. Freies Sichtfeld. Ein weißes Blatt Papier, jungfräulich schön. Das Schreibgerät liegt gut in der Hand. Das sollte so sein. Man hat ein paar Stunden zu tun. Das ist nicht immer so, aber es ist eine Option, mit der man rechnen muss.
Man kann von einer langen Tradition sprechen. Unzählige Kulturschaffende standen in Briefkontakt und pflegten ihn. Schriftsteller schrieben Briefe, die den Vergleich mit Büchern nicht scheuen mussten. Es ist hier nicht die Rede von Geschäftsbriefen, sondern von persönlichen Kunstwerken,
intimen Mitteilungen und „archäologischen“ Unternehmungen.
Die Reise zum Mittelpunkt des Ichs.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Allgemein, Bekenntnisse, Kultur an sich, Kunst & Museen, Literatur, Medien, Sprache
Verschlagwortet mit Brief, Briefmarke, Kultur, Post, Ringelnatz
8 Kommentare
40 Jahre danach: Abrechnung mit den 68ern – Persönliche Erinnerungen und nachträgliche Analysen zur Revolte
Von Bernd Berke
Vierzig Jahre ist es nun schon her, doch das Thema scheint schier unerschöpflich: Was ist vom Mythos des rebellischen Jahres 1968 geblieben? Was wirkt weiter? Was hat sich womöglich „erledigt“? Mit solchen Fragen befassen sich in diesen Jahr etliche Buchautoren. Eine Auswahl:
Höchst provokant geht Götz Aly zu Werke, ein einstiger Mitstreiter der Revolte. Verglichen mit damals, vollzieht er eine komplette Kehrtwende. Schon der Titel seiner Abrechnung, „Unser Kampf 1968″, der gefährlich an Adolf Hitlers „Mein Kampf“ anklingt, lässt es ahnen. Zwar kann auch Aly bis heute die Anstöße zum Aufstand (verdrängte NS-Vergangenheit, Vietnamkrieg, Springer-Presse) nicht ganz leugnen, doch wendet er ansonsten alles gegen die studentischen Akteure.
Als wolle er sich und seine Generation nachträglich selbst bestrafen, bezeichnet Götz die Studentenrevolte als eine „Bewegung“, die manches mit den verhassten Vätern aus der NS-Zeit gemein gehabt hätte – bis hin zur Figur des Anführers, dem laut Aly „machthungrigen“ Rudi Dutschke.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse, Buchmarkt & Lesen, Geschichte, Gesellschaft & Soziales, Lebenswege, Politik und so, Schule, Uni, Bildung, Utopien & Dystopien
Verschlagwortet mit 1968, 40 Jahre danach, Abrechnungen, Achtundsechziger, Adorno, Dutschke, Fritz Teufel, Götz Aly, Peter Schneider, Rebellion und Wahn, Reinhard Mohr, Rückblicke, Studentenrevolte, Unser Kampf, Wolfgang Kraushaar
Kommentare deaktiviert für 40 Jahre danach: Abrechnung mit den 68ern – Persönliche Erinnerungen und nachträgliche Analysen zur Revolte
Die Kultur des Rauchens schwindet
Tja, Leute, bald ist es so weit. Dann darf man an vielen, vielen Orten nicht mehr ungestraft rauchen. NRW-Gaststätten werden ab 1. Januar 2008 vermutlich fast durchweg zur qualmfreien Zone, bei der Bahn ist ab 1. September auch in Fernzügen Sense. Das bedeutet auch, dass eine Kulturepoche verrinnt. Pflichtschuldiger Hinweis: Dieser Zeitungsartikel wird Ihrer Gesundheit nicht schaden!
Die europäische Ära des gekräuselten blauen Dunstes hat im Prinzip mit Kolumbus begonnen, in dessen Gefolge das von Anfang an umstrittene Tabakszeug aus der „Neuen Welt” zu uns kam. Es gab Zeiten, in denen manche Ärzte das Laster sogar als gesund einstuften. Doch früh wurde es auch als „Saufen des Nebels” geschmäht. Goethe war strikt dagegen, Hitler auch. Aber was besagt das schon?
Um nur ein paar Beispiele aus der Hochkultur zu nennen: Ist Bert Brecht ohne Zigarre denkbar?… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Alltag, Bekenntnisse, Lebenswege, Psychologie & Seelenleben
Verschlagwortet mit Brecht, Kultur des Rauchens, Rauchen, Wilhelm Busch, Zigaretten
Kommentare deaktiviert für Die Kultur des Rauchens schwindet
Die neue Sehnsucht nach dem Land – Interview mit Florian Illies über sein Buch „Ortsgespräch“
Von Bernd Berke
Mit „Ortsgespräch“ legt der Autor Florian Illies („Generation Golf“) jetzt ein Buch über seine kleinstädtische Herkunft vor. Die teilweise wehmütigen Schilderungen und Anekdoten führen zurück in seine Kindheit im hessischen Heimatort Schlitz, der gewiss für viele deutsche Provinzen steht. Die WR sprach mit Florian Illies über Stadt, Land und ein neuerdings gewandeltes Lebensgefühl.
Sind Sie der Metropolen überdrüssig?
Florian Illies: Nein. ich lebe sehr gern in Berlin. Doch in den letzten Jahren kann man ein auffälliges Phänomen beobachten: Leute aus meiner Generation bekennen sich, wieder zu ihrer provinziellen Herkunft. Früher sagten sie verschämt: Ich komme aus der Nähe von…Dortmund, Frankfurt, München oder dergleichen. Sie waren froh, endlich in der großen Stadt zu wohnen. Nun aber gibt es immer mehr Menschen, die geradezu mit Lust sagen, aus welchem Kuhdorf sie stammen und in welchem Fachwerkhaus sie aufgewachsen sind.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse, Buchmarkt & Lesen, Gesellschaft & Soziales, Luxus & Moden, Stadt Land Fluss
Verschlagwortet mit Florian Illies, Generation Golf, Ortsgespräch
Kommentare deaktiviert für Die neue Sehnsucht nach dem Land – Interview mit Florian Illies über sein Buch „Ortsgespräch“
Alles auf Plakaten: Private Probleme und Polit-Sprüche – Vorläufige Bilanz der Kölner Bemalungs-Aktion
Von Bernd Berke
Köln. „In Köln gibt es 5472 Plakatwände zu viel“. Da schreibt’s mal einer. Und ausgerechnet bei einer Aktion, die sich des Mediums „Plakat“ bedient. Genau 224 Wände hatte – wie berichtet – eine private Initiative in der Domstadt für je 70 DM Miete zwecks freier Meinungsäußerung reserviert. Was ist daraus geworden?
„Mein Mann betrügt seine Frau. Wer bin ich?“, schrieb eine Teilnehmerin in Riesenlettern auf „ihr“ Plakat. Ein offenbar wenig mitfühlender Zeitgenosse setzte als Antwortvorschlag „Mona Lisa“ darunter. Eine der ganz wenigen Beschwerden handelte sich der Autor ein, der den Pauschal-Spruch „Kölner Frauen sind weich, warm und willig“ überdimensional zu Papier brachte.
Die Plakattexter stießen jedoch beileibe nicht nur in zweideutige Bereiche vor. Die Bauwut in der Kölner City bleibt beispielsweise auch nicht unkommentiert: „Macht den Dom nicht jeck“, heißt es da in Anspielung auf die rund um den Gotik-Bau aufgetürmten Betonmassen.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse, Gesellschaft & Soziales, Politik und so
Verschlagwortet mit Aktion, bamelen, Clemens Böll, Hanne Zens, Köln, Plakate
Kommentare deaktiviert für Alles auf Plakaten: Private Probleme und Polit-Sprüche – Vorläufige Bilanz der Kölner Bemalungs-Aktion
Engelmann übt friedlichen Widerstand im Trainingscamp – Aktionen gegen Nachrüstung: Volker W. Degener rät zur Vorsicht
Von Bernd Berke
Im Westen. Verschiedene Meinungen über die ratsamste Haltung westdeutscher Autoren im „heißen Herbst“ der NATO-„Nachrüstung“ haben der Bundes- bzw. der NRW-Landesvorsitzende des Schriftstellerverbandes (VS) auf Anfrage der WR geäußert. Während Nordrhein-Westfalens VS-Vorsitzender Volker W. Degener sich „gegen jede gesetzwidrige Handlung“ im Zusammenhang mit einer Pershing-2-Stationierung wendet und auch Blockade-Aktionen dazu zählt, will sich Bundesvorsitzender Bernt Engelmann selbst an Blockaden beteiligen.
Zugleich kündigt Engelmann effektreiche „Aktionen im Verlauf der Frankfurter Buchmesse“ (11-17. Oktober) an, die sich mit der bundesweiten „Friedenswoche“ (ab 15. Oktober) überschneidet. Details werden nicht verraten, denn: „Seit den Krefelder Ereignissen sind wir vorsichtiger. Wir wollen nicht, daß Gewalttäter sich uns anschließen.“
Volker W. Degener, hauptberuflich bei der Bochumer Polizei, gibt sich zurückhaltender. Mit Engelmann sowohl einig im strikten Nein zur „Nachrüstung“ als auch in der grundsätzlichen Ablehnung gewaltsamen Widerstands, setzt er doch andere Akzente: Prominente wie Heinrich Böll und Günter Grass stellten Degener zufolge ihre Teilnahme an Blockade-Aktionen vor allem deshalb in Aussicht, „weil das sin aufsehenerregender Appell ist.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse, Gesellschaft & Soziales, Krieg & Frieden, Literatur, Politik und so
Verschlagwortet mit Bernt Engelmann, Blockade, Böll, Drewitz, friedlich, gewaltfrei, Grass, Heißer Herbst, Nachrüstung, Pershing 2, Verband Deutscher Schriftsteller, Volker W. Degener, VS
Kommentare deaktiviert für Engelmann übt friedlichen Widerstand im Trainingscamp – Aktionen gegen Nachrüstung: Volker W. Degener rät zur Vorsicht





