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Archiv des Autors: Bernd Berke
Hohe Belastung mit Umweltgift PCB: Uni Bochum reißt zwei Großgebäude ab
Was muss man da heute lesen? Die Ruhr-Uni Bochum (RUB) will bis März 2015 gleich zwei ihrer Großgebäude abreißen.
Und zwar nicht etwa aus ästhetischen Gründen, um vielleicht den architektonischen Brutalismus rückgängig zu machen. Im Gegenteil: Die beiden Bauten der Ingenieurwissenschaften (Kürzel IA und IB) sollen bis 2017 in gleicher Form und Höhe an selber Stelle wieder erstehen, um die „denkmalwürdige Silhouette“ der Ruhr-Uni zu erhalten.
Doch das ist zwar ein Aspekt, aber beileibe nicht der aktuelle Kern der Sache. Der Abrissgrund klingt nämlich durchaus beunruhigend. Es ist die offenbar viel zu hohe PCB-Belastung in den Gebäuden. Nicht nur als jemand, der einige Jahre in anderen Uni-Gebäuden (vornehmlich GA und GB) zugebracht … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Architektur & Städtebau, Region Ruhr, Schule, Uni, Bildung, Technik, Wissenschaft
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Schopf und Schöpfung: Oberhausen zeigt „HAIR! Das Haar in der Kunst“
In der „flotten Schreibe“ älterer Machart hätte man formuliert, die neue Ausstellung in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen sei „eine haarige Angelegenheit.“ Und was der Redensarten mehr sind. Richtig ist, dass „HAIR! Das Haar in der Kunst“ das Titelthema rundum abhandelt. Wer da noch eine wesentliche Lücke entdeckt, ist wirklich findig.

Domenico Gnoli: „Hair Partition“ (Scheitel), 1968 (© Museum Ludwig im Statlichen Russischen Museum St. Petersburg/VG Bild-Kunst, Bonn 2013)
Gleich der erste Raum verheißt große zeitliche und ästhetische Bandbreite, die dann auch eingelöst wird: Bei Tilman Riemenschneiders „Marientod“ (um 1515) spielt die Haar- und Barttracht der Figuren eine entscheidende, charakterisierende Rolle – bis hin zur so genannten „Petrus-Locke“, die eben genau diesen Apostel kennzeichnet. Direkt gegenüber hängt eine Fotografie von Cindy … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Geschichte, Kunst & Museen, Natur Klima Umwelt, Stilfragen
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Ein Kommentar
Der Mann mit den wuchtigen Meinungen – Zum Tode von Marcel Reich-Ranicki
Prägnante Szene bei einer schon länger zurückliegenden Frankfurter Buchmesse: Am Stand der Deutschen Verlagsanstalt (DVA) wird Marcel Reich-Ranicki von Bewunderern umlagert wie ein Popstar. Einer ruft ihm die (wahrhaft müßige) Frage zu, wer denn wohl der größte russische Autor aller Zeiten sei. Von ihm hat man eben literarische Urteile wie von einer höchstrichterlichen Instanz erwartet.
Jetzt wird diese Instanz für immer fehlen. Marcel Reich-Ranicki, der mit Abstand prominenteste Literaturkritiker deutscher Zunge, der sogar vielen Banausen ein flüchtiger Begriff war, ist heute im Alter von 93 Jahren gestorben.
Der „Großkritiker“ ließ sich damals in Frankfurt – wie üblich – nicht lange bitten, mochte sich freilich in jenem Falle nicht so recht festlegen: … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Buchmarkt & Lesen, Fernsehen und Hörfunk, Geschichte, Lebenswege, Literatur, Medien
Verschlagwortet mit Das Literarische Quartett, Günter Grass, Kritiker, Literaturbetrieb, Marcel Reich-Ranicki, Martin Walser
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Dieses übliche Leben im Mittelmaß – Daniel Kehlmanns Roman „F“
„Sehen Sie der Wahrheit ins Gesicht. Sie werden nie glücklich sein. Aber das macht nichts. Man kann auch so leben.“ Solche Sätze hören sich ähnlich ernüchtert an wie der alte Begrüßungs-Klassiker: „Wie geht’s? – Muss. – Hauptsache.“
Aber wir wollen uns nicht belustigen. In Daniel Kehlmanns neuen Roman mit dem fauchend kurzen Buchstabentitel „F“ müssen praktisch alle Figuren damit zurechtkommen, dass sie auf ihrem Gebiet allenfalls Mittelmaß darstellen. Da stellt einer schon zeitig fest: „Was bedeutet es, mittelmäßig zu sein – plötzlich ließ die Frage mich nicht mehr los.“ Nun mal ehrlich: Ist das nicht, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, unser aller Lebensthema?
„Mein Name sei Niemand“
Gewiss, sie wehren sich hin und wieder gegen die Erkenntnis, dass sie nicht … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Gesellschaft, Glaubensfragen, Lebenswege, Literatur
Verschlagwortet mit Daniel Kehlmann
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Deutschland – Österreich: Die alte Hassliebe – diesmal völlig unaufgeregt
Lange nicht mehr einen solch leidenschaftslosen Fußballabend erlebt wie diesen. Das Resultat beim alten Hassliebe-Duell Deutschland gegen Österreich war mit 3:0 klar wie Kloßbrühe.
Das Münchner Stadionpublikum blieb denn auch vergleichsweise still. Und der ZDF-Kommentator Oliver Schmidt fiel allenfalls durch Zurückhaltung auf. Der Mann versucht gar nicht erst zu glänzen oder aufzutrumpfen. Ob er es im Fall des Falles könnte, lassen wir mal dahingestellt.
Ein Duo zwischen Krampf und Komik
Das Geplänkel vor dem Spiel tue ich mir in der Regel nicht an. Da wird doch meistens enorm viel heiße Luft in den Äther geblasen. Diesmal mussten Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein und Experte Oliver Kahn (unterstützt von optisch aufgemotzten Einspielfilmchen) rund eine halbe Stunde bis zum ersehnten Anpfiff überbrücken.
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Veröffentlicht unter Fernsehen und Hörfunk, Leibesübungen
Verschlagwortet mit Deutschland, Fußball, Katrin Müller-Hohenstein, Länderspiel, Mats Hummels, Mehmet Scholl, Oliver Kahn, Oliver Schmidt, Österreich, ZDF
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„Das TV-Duell“ – und wer war jetzt „besser“?
Du meine Güte, wie hoch ist „Das TV-Duell“ zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück schon seit Wochen eingeschätzt worden! Ganz so, als hinge das Schicksal der Nation davon ab. Zumindest soll der Ausgang der Bundestagswahl am 22. September angeblich wesentlich von dieser Begegnung beeinflusst werden. Ja, wo sind wir denn? Kann es sein, dass sich die Fernsehleute manchmal gar zu wichtig nehmen und dass andere ihnen dabei auf den Leim gehen? Die Aussicht auf rund 15 Millionen Zuschauer schien nicht nur Günther Jauch zu berauschen, der für die ARD den Countdown vor der eigentlichen Sendung und hernach die Talkshow zum Thema moderierte. „Das TV-Duell“, das praktisch alle Parteien außer CDU und SPD ausblendete, wurde zeitgleich von ARD, ZDF, RTL, Pro … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Fernsehen und Hörfunk, Politik und so
Verschlagwortet mit Angela Merkel, Anne Will, Das TV-Duell, Maybrit Illner, Peer Steinbrück, Peter Kloeppel, Stefan Raab
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Das Begehren in den Zeiten der Krise – Uwe Timms Roman „Vogelweide“
Auf der deutschen Nordsee-Insel Scharhörn lebt nur ein einziger Mensch, nämlich ein Vogelwart. Genau auf diesen Außenposten hat sich Eschenbach zurückgezogen, die männliche Hauptfigur in Uwe Timms neuem Roman „Vogelweide“. Von hier aus wird weitschweifig rückblickend erzählt.
Durch wirtschaftliche Wechselfälle hat der Mittfünfziger Eschenbach ein paar Jahre zuvor seine einst gut gehende Berliner Softwarefirma verloren, in der man alle denkbaren Abläufe hat beschleunigen und optimieren wollen. Das Ende einer solchen Unternehmung ist schon per se vielsagend. Da platzt sozusagen eine neoliberale Blase, wenn nicht gleich eine ganze Weltanschauung.
Die Krise vertieft sich ins Existenzielle, als Eschenbach (von Haus aus eigentlich Theologe!) seine große Leidenschaft verliert. Jene Kunstlehrerin Anna war zuvor mit dem Architekten Ewald liiert, Eschenbach selbst mit der Silberschmiedin … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Liebesleben, Literatur, Wirtschaft & Geld
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Neues von der „Generation Farbbeutel“
Zunächst wollte ich Anfang Juli ja selbst am so genannten „Holi Festival of Colours“ im Dortmunder Fredenbaumpark teilnehmen. Warum sollte man’s nicht mal ein bisschen bunter treiben? Doch dann habe ich zwischendurch nicht mehr dran gedacht. Plötzlich war die Chose bereits ausverkauft. Und als ich erfuhr, wie hoch die Eintrittspreise waren, habe ich eh gern verzichtet.
Kurz darauf gab’s im Internet einen Film vom „Event“, von dem ich vorher gar keine rechte Vorstellung hatte. Viele Leute auf einer großen Wiese, es erschallten teils meditative, teils aber auch nervtötend technoide Klänge. Zwischendurch ließen sich die Menschen nur gar zu gern mit Farbpulver bewerfen oder besorgten dies selbst – bis alle halt über und über knallbunt waren. Vorwiegend hochsommerlich leicht bekleidet, hie … Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Color Runs, Dortmund, Farbbeutel, Fredenbaum, Holi Festival of Colours, Westfalenpark
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„Deutschlands neue Slums“: TV-Reportage über das Elend in Dortmund und Bulgarien
„Deutschlands neue Slums“ hieß die gerade mal halbstündige Reportage im ARD-Programm. Da wird es ja wohl weitläufig von Ost nach West und von Nord nach Süd gegangen sein? Weit gefehlt! Das WDR-Team um „Monitor“-Redakteurin Isabel Schayani und Autor Esat Mogul machte einzig und allein in der Dortmunder Nordstadt Station, um zu zeigen, wie vor allem Bulgaren und Rumänen unter menschenunwürdigen Bedingungen hausen.
Mag sein, dass diese Betrachtungsweise etwas einseitig gewichtet war. Doch die Empörung in der verbliebenen Dortmunder Tageszeitung ist höchstens im Ansatz berechtigt. Das Image der Stadt und der Stadtverwaltung, die inzwischen immerhin gelegentlich an Brennpunkten eingreift, ist angesichts der unbestreitbar desolaten Gesamtlage nur zweitrangig. Wenn ab 1. Januar 2014 die komplette Freizügigkeit zwischen Deutschland, Bulgarien und Rumänien herrscht, … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Alltag, Arbeitswelt & Beruf, Fernsehen und Hörfunk, Gesellschaft, Politik und so, Region Ruhr, Wirtschaft & Geld
Verschlagwortet mit Bulgarien, Dortmund, Isabel Schayani, Nordstadt, Rumänien, Stolipinowo, WDR
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Viel Porto fürs Schneckentempo: Wie die Deutsche Post Bücher befördert
Immer nur auf der Deutschen Bahn herumzuhacken, das ist doch öde. Zwischendurch muss man auch mal auf die Telekom oder auf die Deutsche Post einsticheln. Wohlan denn!
Da habe ich doch vorhin eine Büchersendung zum Postamt gebracht. Aufregend, nicht wahr? Was ich freilich bisher nicht gewusst habe: Wenn man auf die Büchersendung auch „Büchersendung“ draufschreibt (Voraussetzung: Sie muss dann mit einem schnellen Griff zu öffnen sein – Gibt’s da etwa Stichproben auf den Inhalt?) und redlich sein ermäßigtes Porto bezahlt, verwirkt man damit die Aussicht auf normale Beförderung.
Vollends abstrus wird der Vorgang, weil – wie man mir am Schalter erläuterte – der Postbote am Zielort die Sachen herausfischt, die mit ermäßigtem Porto versehen sind, um sie für den nächsten … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Alltag, Arbeitswelt & Beruf, Buchmarkt & Lesen, Stilfragen, Wirtschaft & Geld
Verschlagwortet mit Büchersendung, Deutsche Post, Porto
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Angela Merkel im ZDF-Porträt: Fast perfekte Machtstrategie – mit einem Schwachpunkt
„Wenn man sie unterschätzt, hat man verloren“, sagt Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) über Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Wahrheit dieses Satzes haben schon manche erfahren müssen, vor allem etliche Parteifreunde aus der CDU. Und so lautete denn auch eine Prognose im Merkel-Porträt des ZDF, dass die CDU am Boden liegen dürfte, wenn diese Kanzlerin irgendwann aus ihrem Amt scheidet. Die geradezu beängstigenden personellen Verluste in den eigenen Reihen, die Merkels Weg nun einmal pflastern, sind offenkundig eine Schwäche ihres ansonsten perfekten Machtsystems. Apropos: Dass Hessens Ex-Ministerpräsident Roland Koch sich nur zu nichtssagenden Aussagen durchringen mochte, ist doppelt schade. Er hätte uns verraten können, wie sich eine Niederlage gegen Merkel anfühlt. Aber er wird schon wissen, warum er sich so zurückhält.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Fernsehen und Hörfunk, Gesellschaft, Medien, Politik und so
Verschlagwortet mit Angela Merkel, Bundestagswahlen, CDU, Kanzleramt, Macht Mensch Merkel, Peer Steinbrück, ZDF
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TV-Nostalgie (4): „Raumpatrouille“ – Als „Orion“ in die märchenhafte Zukunft schwebte
So hat man sich vor 47 Jahren die Zukunft vorgestellt: Die Menschen leben in einer keimfreien Unterwasserwelt. Das Mobiliar sieht poppig und furchtbar avantgardistisch aus. Leute in Einheitskluft vollführen schon mal seltsam roboterhafte Tänze. Vor allem aber brechen sie tagtäglich in die unendlichen Weiten fremder Galaxien auf.
Willkommen bei der „Raumpatrouille“, der legendären Science-Fiction-Spielserie aus den 1960er Jahren! Willkommen an Bord des Raumschiffs „Orion“!
Der „alte Adam“ ist noch lebendig
Als „Märchen von übermorgen“ wird das Ganze schon im Vorspann der einstündigen Auftaktfolge bezeichnet, die ich mir jetzt noch einmal angesehen habe. Unter den Erdbewohnern herrscht Frieden, es gibt keine Nationalstaaten mehr. Doch der blaue Planet muss sich unentwegt gegen extraterrestrische Angreifer wehren – allen voran die geheimnisvoll glitzernden, ungreifbaren … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Fernsehen und Hörfunk, Geschichte, Technik, Utopien & Dystopien
Verschlagwortet mit Dietmar Schönherr, Eva Pflug, Orion, Raumpatrouille
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Warum das 100-Meter-Finale der Männer keinen richtigen Spaß mehr macht
Ach nein, es macht keinen richtigen Spaß mehr. Nicht so wie früher, als man an wirkliche Leistungen, an den Lohn für Talent und Trainingsfleiß geglaubt hat. Ich spreche vom 100-Meter-Finale der Herren, das heute die Leichtathletik-WM in Moskau krönen sollte. Doch vor einem bestenfalls halb ausverkauften Stadion erlebte man eine sehr gedämpfte Show.
Der Jamaikaner Usain Bolt, der den Endlauf in 9,77 Sekunden (bei Regen und Gegenwind) geradezu selbstverständlich gewann, wirkte für seine Verhältnisse sehr zurückgenommen. Seine berühmte, himmelwärts gerichtete Bogenschützen-Geste vollführte er nur noch wie eine Pflichtübung. Auch ihm selbst scheint die einst unbeschwerte Freude abhanden gekommen zu sein.
Eiertanz des ZDF-Kommentators
Für den ZDF-Kommentator Peter Leissl geriet das Ganze zu einem verbalen Eiertanz. Einerseits will man das Ereignis, … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Fernsehen und Hörfunk, Gesellschaft, Leibesübungen, Medien
Verschlagwortet mit 100 Meter, Doping, Leichtathletik, Moskau, Usain Bolt, Weltmeisterschaft
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Endlich wieder Bundesliga! – Doch der ARD mangelt es an Spielpraxis
Endlich rollt der Ball wieder. Die 51. Bundesliga-Saison ist eröffnet. Manche(r) wird seufzen, andere werden frohlocken. Jedenfalls war – selten genug – die ARD mal wieder mit einer Live-Übertragung der Liga an der Reihe. Wenn man so selten zum Zuge kommt, kann sozusagen keine richtige Spielpraxis entstehen.
Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach hieß die Paarung, der Klassiker der 70er Jahre also. Bereits nach 16 Minuten stand es 2:0 für die Bayern, es drohte jene Langeweile, die viele (wohl etwas voreilig) für die ganze Saison befürchten. Abwarten! Zwischendurch wurde es – durch ein Eigentor von Dante – ja auch noch mal ein wenig spannend, bevor die Münchner mit dem doppelten Handelfmeter zum 3:1 alles klar … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Fernsehen und Hörfunk, Leibesübungen
Verschlagwortet mit ARD, Bayern München, Borussia Mönchengladbach, Gerd Gottlob, Matthias Opdenhövel, Mehmet Scholl, Pep Guardiola
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TV-Nostalgie (3): „Einer wird gewinnen“ mit Kulenkampff – Bildung auf charmante Art
Die 1960er Jahre waren in der Bundesrepublik zweifellos die ganz große Fernsehzeit. Da saß oft noch die ganze Familie gemeinsam vor dem Gerät; ganz besonders dann, wenn große Samstagabendshows wie Hans-Joachim Kulenkampffs „Einer wird gewinnen“ (EWG) auf dem Programm standen.
EWG lautete auch die Abkürzung für Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, den frühen Vorläufer der EU. In jenen Jahren herrschte noch europäische Zuversicht, obwohl die Schlagbäume noch unten und die Währungen verschieden waren.
Für die ganze Familie
„Kulis“ Show war jedenfalls rundum so nett, elegant, lehrreich und jugendfrei, dass man nach dem samstäglichen Bad auch als Kind zuschauen durfte. Die erste, heute längst legendäre Staffel lief von 1964 (Start am 25. Januar) bis 1969. Im Internet ist eine Sendung in voller Länge greifbar, … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Fernsehen und Hörfunk, Geschichte, Gesellschaft, Medien, Schule, Uni, Bildung, Stilfragen
Verschlagwortet mit Gerhard Wendland, Hans-Joachim Kulenkampff, Martin Jente, Uschi Sievers, Willy Berking
2 Kommentare
Peer Steinbrück im ZDF-Porträt: Auf der Suche nach der wahren Empfindung
Kaum zu glauben: Noch stecken wir mitten im Sommerloch, doch in einigen Wochen sind schon Bundestagswahlen. Allmählich aber läuft die Medien-Maschinerie an, die uns vor dem 22. September (bis zum Überdruss?) mit allen Bildern und Daten über die Spitzenkandidaten der großen Parteien füttert. „Kante Klartext Kandidat“ hieß jetzt – etwas albern alliterierend – das ZDF-Porträt des SPD-Mannes Peer Steinbrück. In dem gestammelten Sprachschema bleibt man auch am nächsten Dienstag, wenn Angela Merkel (CDU) unter dem Etikett „Macht Mensch Merkel“ vorgestellt wird. Proporz muss sein. In jeder Hinsicht.
Es begann mit Bildern des Billard spielenden Peer Steinbrück, was sogleich mit politischer Präzision, Karambolagen und kühler Strategie kurzgeschlossen wurde. Geschenkt. Irgendwie … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Fernsehen und Hörfunk, Gesellschaft, Politik und so
Verschlagwortet mit Angela Merkel, Bundestagswahl, Peer Steinbrück
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Zeitschriften (1): „Homes & Gardens“ – Die Welt als schöne Dekoration betrachtet
Nein, ich war nie ein Freund solcher Magazine und werde mein Lebtag auch keiner mehr sein. Doch der Reihe nach: Ich wollte hier seit langem eine Serie über Zeitschriften starten, die in ihrer immer noch überbordenden Fülle tausenderlei Interessen zu bedienen scheinen – und hatte eigentlich vor, mit der offenbar gründlich zum Boulevard-Brüller mutierten „Bravo“ anzufangen. Doch die alte Tante unter den Jugendillustrierten gehört nicht zum Sortiment des Schmalspur-Händlers ums Eck.
Also spontan umdisponieren. Mein Blick fiel nun auf eine andere Regalreihe und ich dachte bei mir, als hätte ich Verbotenes im Sinn: Warum nicht mal stilvoll in der deutschen Ausgabe von „Homes & Gardens“ blättern? Den Titel muss man gleichsam oxfordianisch aussprechen. In Ermangelung einer zierlichen Coffee Table habe … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Architektur & Städtebau, Design, Medien, Stilfragen, Warenwelt & Werbung
Verschlagwortet mit Deko, Homes & Gardens, Immobilien, Mode, Wohnen
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TV-Nostalgie (2): „Monaco Franze“ bleibt unvergesslich
Auf der Suche nach Figuren, die wir im Fernsehen schmerzlich vermissen, gibt’s manchmal kein Vertun: Helmut Fischer als „Monaco Franze – Der ewige Stenz“ gehört unbedingt dazu. Und alle anderen, die an Helmut Dietls grandioser Serie von 1983 mitgewirkt haben, denn die war bis in die kleinste Nebenrolle passgenau besetzt.
Auf Bayern III werden derzeit, den ganzen Sommer hindurch (jeweils montags und donnerstags, immer um 20.15 Uhr), die Folgen des ARD-Zehnteilers abermals gezeigt. Da kann man wirklich sagen: Wiederholung macht Freude!
Wehmütiger Blick zurück
Selig in wehmütiger Nostalgie schwelgend, habe ich mir die Auftaktfolge mit dem schönen Titel „A bissel was geht immer“ noch einmal angeschaut, die am 2. März 1983 erstmals ausgestrahlt worden ist. Du meine Güte, über 30 … Weiterlesen
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Springer, die WAZ und der ganz große Deal
Ich bin so stolz, ein Ruhri zu sein. Jetzt noch ein bisschen stolzer als bisher schon. Denn wir haben jetzt bald das „führende nationale Medienhaus“, falls das Kartellamt nicht doch noch etwas gegen den gigantischen Deal zwischen Springer und WAZ/Funke-Mediengruppe einzuwenden hat.
Woher die WAZ-Leute auf einmal blanke 920 Millionen Euro hernehmen, wo sie doch angeblich so sehr unter den Verlusten geächzt haben, die beispielsweise die Westfälische Rundschau verursacht haben soll? Diesen Batzen kann man doch nicht mit der Einsparung von ein paar Hundert Journalisten und sonstigen Mitarbeitern verdient haben, oder? Und wurde da nicht gemunkelt, dass die Banken angeblich Druck auf Petra Grotkamp ausüben, die Mehrheitseignerin der WAZ-Gruppe, die für ihre zusätzlich erworbenen Anteile einen namhaften Kredit aufgenommen hat?… Weiterlesen
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Magie der monumentalen Baukörper: Bilder von Walter Eisler im Hagener Osthaus-Museum
Der Maler Walter Eisler stellt ins Zentrum seiner Bilder meist riesenhafte Gebäude, die er aus ihren ursprünglichen Zusammenhängen gelöst hat – von der Brauerei bis zum biblischen „Turm zu Babel“. Sind die Bauten von Landschaft umgeben, so bleibt die Natur bloße Kulisse, lediglich ein Kontrast zu den gefügten Steinen.
Doch nichts und niemand trumpft hier auf. Diese Bilder sind gleichsam defensiv, sie wirken wie nach innen gerichtet, in sich selbst versunken. Gerade deshalb üben sie allerdings eine stille, durchaus rätselhafte Anziehungskraft aus.

Walter Eislers Fabrikbild „Krasnaja Snamija“, 2009, Öl auf Leinwand (© Walter Eisler/Foto: Lars Wiedemann)
„Krasnaja Snamija“ heißt die kleine Schau, die das Hagener Osthaus-Museum Eisler jetzt in der oberen Galerie ausrichtet. Die russischen Worte bedeuten „Rotes Banner“ und … Weiterlesen
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Götz George als sein umstrittener Vater Heinrich: Entlastung aus lauter Sohnesliebe
Seit Wochen schreiben die Zeitungen in gehöriger Länge darüber. Jetzt ist das Fernseh-Ereignis erstmals bei arte zu sehen gewesen. In „George“ spielt der große Götz George seinen vielleicht noch größeren Vater Heinrich George. Der hatte sich in der NS-Zeit zutiefst verstrickt und in üblen Propagandafilmen wie „Jud Süß“ oder „Kolberg“ mitgewirkt. Ein wahrlich heikles, geschichtlich schwer belastetes Thema, das unbedingt eine filmische Aufarbeitung wert ist. Man kann nur zu gut verstehen, dass Götz George sich dem Mythos seines Vaters nähern möchte, der ihn seit jeher umtreibt. Aber es war wohl keine gute Entscheidung, dass er den Altvorderen selbst dargestellt hat. Was da alles mit hineinspielt! Und wie da in nahezu jeder Szene die dringend nötige Distanz fehlt…
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TV-Nostalgie (1): Was für ein Kerl! – Ein Wiedersehen mit Schimanskis erstem Fall
Von Zeit zu Zeit liebe ich ein Wiedersehen solcher Art. Darum habe ich mir jetzt den allerersten Schimanski-„Tatort“ noch einmal angeschaut. Untertitel: „Duisburg-Ruhrort“. Erstausstrahlung: 28. Juni 1981. Damalige Zuschauerzahl: 15,38 Millionen. Wenn ich mich recht entsinne, durfte ich den Film schon damals rezensieren. Ich lese lieber nicht nach, was ich da geschrieben habe. So viel Wiedersehen muss denn doch nicht unbedingt sein.
Anlass der erneuten (leider nächtlichen) Sendung im WDR-Programm war natürlich der 75. Geburtstag von Götz George (23. Juli). Der Darsteller, der mit den Jahren zusehends die Statur eines – auch ohne viele Worte – allseits Respekt gebietenden Titanen angenommen hat, taucht dieser Tage häufiger auf; vor allem in der Rolle seines Vaters, des in die NS-Zeit verstrickten Schauspielers … Weiterlesen
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Schlapphüte und andere Trends: BVB-Spielerfrau Jana Kirch als neue Kolumnistin der Ruhrnachrichten
Der Dortmunder Lokalteil der Ruhrnachrichten (RN) hat jetzt eine neue Mitarbeiterin. Sie heißt Jana Kirch.
Ja, und?
Nun, Jana Kirch veröffentlicht seit gestern eine regelmäßige Kolumne mit dem herzigen Titel „Janas schöne Aussichten“. Darin – so die Ankündigung – werde sie ab sofort „von Mode, gemütlichen Cafés, ihren Lieblings-Hotels und von ihren persönlichen Erlebnissen rund um Borussia Dortmund“ berichten.
Jana Kirch geb. Flötotto ist nicht irgendwer. Die Ehefrau des BVB-Ergänzungsspielers Oliver Kirch trägt vor allem als weit gereistes Model (New York, Paris etc.) und Boutique-Inhaberin (Bielefeld & Sylt) zum wahrscheinlich nicht allzu schmalen Familieneinkommen bei.
Nebenher betreibt „der schönste Neuzugang beim BVB“ („Bild“) auch noch ein Blog namens ohlalalovelylife, das so geschniegelt aussieht, als werde es von einer Agentur … Weiterlesen
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Dortmund damals: Beim Betrachten alter Bilder aus der Heimatstadt
Manchmal entdecke ich im Internet Vorlieben wieder, die zwischendurch geschlummert haben. Da gibt es z. B. intelligente Schwärme, die schöne, noch schönere oder gezielt hässliche Worte aufspüren, was sich mitunter als Hauptspaß, seltener auch als Tiefsinn erweist. Doch hier und jetzt geht es um alte, zuweilen nostalgische Fotos aus meiner Heimatstadt Dortmund.
Bei Facebook und wohl auch in anderen Netzwerken tummelt sich dazu die eine oder andere Interessengruppe, die mit Fleiß und Akribie bei der Sache ist. Eine hat sogar rund viertausend Mitglieder: Man kann dort quasi keinen Pflasterstein oder Grashalm aus der Stadt posten, den nicht irgend jemand wiedererkennen, exakt benennen und mit historischen Hintergrundinfos anreichern könnte.
Da gibt es Leute, die sich mit lokalen Details offenbar mindestens ebenso … Weiterlesen
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„Polizeiruf 110“ aus München: Stärker als die allermeisten „Tatort“-Folgen
Eine Transsexuelle stirbt in der Haftzelle. Ist sie etwa ein Opfer der eingeschworenen Truppe von der Polizeiinspektion 25 geworden? Dass man aus dieser Vorgabe einen ungemein spannenden, immens dicht gewobenen Krimi machen kann, das hat der „Polizeiruf 110“ mit dem fast poetischen Titel „Der Tod macht Engel aus uns allen“ bewiesen. Nach diesem Film (Regie: Jan Bonny) fragt man sich abermals, ob der „Polizeiruf“ im Schnitt nicht sogar besser als die ARD-interne „Tatort“-Konkurrenz ist, bei der man sich zuletzt auf gar zu vielen Schauplätzen verausgabt hat.
München als hässliche Stadt
Gewiss: Die Tonspur war ärgerlich, man verstand zuweilen halbe Sätze nicht so recht. Vor allem aber mutete uns die neue Folge eine Menge zu – und das zum Ausklang des … Weiterlesen
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Frauenfußball – ganz gemächlich: Wie die EM im Fernsehen präsentiert wird
In der elend langen Bundesliga-Sommerpause darf jetzt mal wieder der Frauenfußball die Lücken füllen, immerhin mit einer Europameisterschaft in Schweden. Doch es ist im Fernsehen immer noch kein Vergleich zu den Partien der Männer-Nationalelf. Da hätten sich die Medien seit Wochen hochgeschaukelt. Sind die Damen am Ball, geht es im TV ungleich gemächlicher zu.
Für die Bier-Werbeblöcke beim Frauen-Match Deutschland – Niederlande sorgten, wenn ich richtig mitgezählt habe, gleich viermal Jogi Löw und seine Jungs. Offenbar hat noch niemand die Damen aus dem Team von Bundestrainerin Silvia Neid für Reklame auf der Rechnung; noch nicht einmal im Umfeld der Frauen-EM.
Auf Distanz zum Geschehen
Ich gebe zu: Für Frauenfußball begeistere ich mich bislang noch nicht übermäßig. Als nicht mehr ganz … Weiterlesen
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Kulturdenkmal besonderen Ranges: 100 Jahre Pferderennbahn in Dortmund-Wambel
Durch schieren Zufall bin ich darauf gestoßen, dass die Galopprennbahn in Dortmund-Wambel vor ziemlich genau 100 Jahren eröffnet worden ist. Am 3. Juli 1913 wurde dort das erste Rennen ausgetragen. Wenn ich es recht sehe, so ist dieses doch recht gewichtige Jubiläum von den Print-Medien und vom Hörfunk fast durchweg ignoriert oder vollends vergessen worden. Offenbar ist der Dortmunder Rennverein, der die Bahn betreibt, auf Berichterstattung auch nicht allzu versessen gewesen, sonst hätte man doch wohl schon im Vorfeld die werbliche Trommel geschlagen. So aber sieht es fast nach Desinteresse oder gar Resignation aus.
Wirtschaftliche Probleme
Um Pferderennen ist es in Deutschland generell nicht gut bestellt. … Weiterlesen
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„Terra X“ zur Ernährung der Deutschen: Zahlensalat bis weit über die Sättigungsgrenze
Was für eine flackernde Welt: Da springen einen überall Zahlenkolonnen an, da gleicht fast jede menschliche Geste der Wischbewegung auf dem i-Pad-Bildschirm oder dem Fingerspreizen auf dem Handy neuerer Bauart. „Terra X“ (ZDF) bombardiert die Zuschauer bis zum Abwinken mit statistischem Material. Und das Fernsehen tut mal wieder so, als wäre es ein Computer.
Da die dreiteilige Terra X-Reihe „Deutschland – Wie wir leben“ jetzt mit unserer Ernährung endete, darf man durchaus auch von akuter Übersättigung sprechen. Mehr Zahlensalat kann man wirklich nicht in 45 Minuten Sendezeit packen, als es hier geschehen ist. Und zahlenhöriger kann man Statistiken nicht herbeten.
Auswahl zwischen 1500 Wurstsorten Zunächst begleitete man die deutsche Durchschnittsfamilie (ein gewisser „Thomas Müller“ mit Frau Sabine und Sohn Jan) … Weiterlesen
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Vorfälle (4): Die Zechpreller vom Nebentisch
Saßen wir doch dieser Tage abends auf zwei Gläser Wein vor einem Dortmunder Lokal. Am Nebentisch eine Frau mittleren Alters, die las und las und las. Und gar nicht aufblickte. Und immer mal ein wenig an ihrem Getränk nippte. Irgendwann ist sie dann aufgestanden und gegangen.
Warum ich das so breit erzähle? Gemach!
Kurz darauf erschien der Wirt: „Ist die Dame etwa gegangen?“ Tja. Sie hatte zwar „generös“ zwei Euro hingelegt, aber ihr Getränk kostete ein bisschen mehr. Wie soll man das nennen: negatives Trinkgeld?
Egal.
Egal?
Am selben Tisch, den besagte Dame verlassen hatte, nahmen nun zwei geschniegelte Typen Platz und legten ihre Smartphones vor sich hin. Wie man das so macht, wenn man zeigen will, welche man hat. … Weiterlesen
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Der große, gültige Augenblick – Fotoporträts von Anton Corbijn in Bochum

Der Fotograf Anton Corbijn in der Bochumer Ausstellung – zwischen seinen Porträts von Ai Wei Wei (links) und Damien Hirst. (Foto: © Lutz Leitmann/Presseamt der Stadt Bochum)
Fotos der weltweiten Prominenz sehen oft genug wie Klischees oder gar wie leblose Charaktermasken aus, sie bestätigen vielfach das eh schon verfestigte Image. Nicht so bei Anton Corbijn.
Der mittlerweile 58jährige Niederländer, stets rastlos unterwegs, weil seine phänomenalen Fähigkeiten auf allen Kontinenten gefragt sind, bringt es zuwege, dass wir Gesichter von Popstars, berühmten Künstlern und sonstiger Prominenz (Spektrum von Mandela bis Kate Moss) auf einmal ganz anders und wie neu sehen. Ganz so, als kämen sie jetzt, in diesem Moment der Aufnahme und des Betrachtens, wahrhaft zu sich. Davon kann man sich bis … Weiterlesen
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„Der Nivea-Check“ (ARD): Kleine Kratzer am perfekten Image
Das „Erste“ will ganz nah ‚ran an die Verbraucher. Seit einiger Zeit werden dort prominente Marken getestet – allerdings nicht immer gründlich auf Herz und Nieren, sondern eher so auf die flotte Tour. Interessant und aufschlussreich ist es meistens trotzdem. Jetzt war „Der Nivea-Check“ an der Reihe.
Die Serie gibt sich locker, doch die Angst vor Quoten-Verlust durch Wegzappen ist ständig präsent. Daher wohl die spürbare Hast. Nie verweilt man länger als ein paar Sekunden bei einem einzigen Sachverhalt. Ständig wird alles mit Musikschnipseln unterlegt – und die Kameraarbeit muss „dynamisch“ wirken. Immer Tempo, Tempo! Am Ende ist man auch schon vom bloßen Zuschauen ein wenig atemlos. Nun gut, ich übertreibe ein bisschen.
Die Marke, der fast alle vertrauen
Nivea … Weiterlesen
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Körper, Dinge, Räume neu vermessen – Zeichnungen von Micha Laury in Bochum
Es ist, als würden alle Räume neu vermessen, alle Körper und Gegenstände von Grund auf neu erkundet, noch einmal erfunden, anders zusammengesetzt. Ein zweiter Schöpfungsakt aus dem Geiste und mit den Kräften der Kunst.
Der aus Israel stammende, seit 1976 in Paris lebende Künstler Micha Laury, vereint in seinem Werk unvordenkliche Uranfänge mit weit ausgreifender Zukunftsschau. Bochums Museumdirektor Hans Günter Golinski, dessen Haus Micha Laury nun die erste deutsche Einzelausstellung ausrichtet, fühlt sich dabei gelegentlich gar an die Universalgelehrten der Renaissance erinnert, etwa an Leonardo da Vinci und Albrecht Dürer. Doch es gibt natürlich auch ästhetische Anknüpfungsstränge in der neueren Kunst, so bei Duchamp, Beuys oder Jasper Johns.
Unter der … Weiterlesen
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Grenzgänge an der Küste – die melancholischen Meeresbilder des Hermann Buß
Ja, sicher, den Sommer mit blauem Himmel mag Hermann Buß irgendwie auch. Doch so etwas malt er nicht.
Er fühlt sich seelisch entschieden heimischer beim Anblick des grau verhangenen Himmels und des grau schimmernden Meeres. Dort draußen in den Übergangszonen, wo manchmal gar nicht mehr auszumachen ist, ob man sich nun noch zu Lande oder schon halbwegs zu Wasser befindet.
Weit draußen also, auf den Vorposten entlang der Küstenlinie, wo die Menschen sehr einsam und auf sich gestellt wirken, wo sie klein werden, an den Rand rücken und vielleicht überhaupt nur noch Beiwerk am Saum des Nichtseins sind. Wo man den Boden unter den Füßen zu … Weiterlesen
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„Tatort“: Wie gut, dass jetzt Sommerpause ist
So. Das war’s erst mal wieder. Sommerpause beim „Tatort“. Ab jetzt gibt’s für einige Wochen nur noch Wiederholungen. Und mal ehrlich: Eine Auszeit vom zuletzt ziemlich atemlosen Krimi-Karussell können wir jetzt alle mal gebrauchen. Wenn demnächst auch noch Franken hinzukommt, haben wir schon 22 (!) „Tatort“-Teams. Da kenne sich noch einer aus. Klara Blum (Eva Mattes) und Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) vom Bodensee haben jetzt in der Folge mit dem bezeichnenden Titel „Letzte Tage“ den vorerst letzten Fall gelöst, der sich um eine Schweizer Pharmafirma und eine Leukämie-Selbsthilfegruppe drehte. Es war eine stellenweise berührende, doch alles in allem keine sonderlich aufregende Geschichte. Freilich auch keine grottenschlechte. Es war sozusagen Seriendurchschnitt. Ein paar stärkere Szenen konnten die insgesamt etwas laue Story … Weiterlesen
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Witten will’s wissen: Wohin gehen die Kunden?
Vergesst Berlin, München, Hamburg! Hier kommt Witten!
Die Reviergemeinde mit ihren rund 96.000 Einwohnern (neuester Zensus) liegt mal wieder ganz vorn. Dort lassen sie jetzt, in einem vorerst auf fünf Jahre angelegten Projekt, die Kundenströme untersuchen, die sich Tag für Tag durchs Städtchen bewegen. Wenn diese Ströme mal nur keine Rinnsale sind…
Natürlich dürfen dabei keine Wildfremden ran. Nein, eine ortsansässige Firma besorgt, wie das Wittener Stadtmarketing stolz verkündet, das Geschäft mit einem neuartigen System, das die womöglich kaufwilligen Passanten scannen soll. Wie viele Leute tummeln sich wann und wo in den Einkaufszonen?
Leute, beruhigt euch! Die Sensoren sollen quasi nur ein Zählwerk in Gang setzen, jedoch keine Bilder aufzeichnen.… Weiterlesen
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Ein fremdes Organ im Leib: David Wagners Krankheitsgeschichte „Leben“
Es beginnt damit, dass der Ich-Erzähler Blut erbricht. Alsdann sehen wir diesen Menschen zunächst einmal als reine Physis, als Bündelung biochemischer Vorgänge, zurückgeworfen auf grundlegende Körperfunktionen, aufs kleine bisschen Leben, das da noch pulsiert.
Schon beim Zwölfjährigen hatte man damals eine Autoimmunkrankheit festgestellt. Jetzt ist nach vielen Jahren dringend eine Leber-Transplantation nötig. Der Erzähler hängt nun an dem und jenem Tropf, muss viele Untersuchungen über sich ergehen lassen. Beim Warten auf eine Spenderleber (wird das Organ überhaupt rechtzeitig eintreffen?) ist da zum einen eine unendliche, sich über alles senkende Müdigkeit. Dennoch – und trotz des medikamentösen Bewusstseins-Schleiers – regen sich auch noch Lebensgeister.
In dieser Lage drängt alles zur Bilanz. Was liegt in der Waagschale? Einerseits eine seltsame Todessehnsucht. Wozu … Weiterlesen
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„Das Halstuch“ – Wiedersehen mit dem „Straßenfeger“ von einst
Es war der „Straßenfeger“ schlechthin: Im Januar 1962 hatte der Durbridge-Sechsteiler „Das Halstuch“ im ARD-Programm eine unfassbare Zuschauerquote von 89 Prozent – praktisch ohne konkurrierende Kanäle. Für die Älteren war das eine prägende Fernseherfahrung der Frühzeit. Jetzt hat der Kulturkanal 3Sat die Krimireihe noch einmal ausgestrahlt – an einem Stück.
Als bekennender TV-Nostalgiker lässt man für eine solche Wiederbegegnung einen zeitgleichen Leipziger „Tatort“ ohne weiteres links liegen. Die großflächige Wiederholung des Klassikers (20.15 bis 23.50 Uhr) bot reichlich Gelegenheit, in die damalige Zeit einzutauchen. Übrigens hat der produzierende WDR damals so gespart, dass man den britischen Stoff wegen zu hoher Reisekosten nicht etwa in England aufzeichnete, sondern in…Remscheid!
Gepflegte Konversation
Wie anders ist damals im gediegenen Schwarzweiß erzählt worden! Von … Weiterlesen
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