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Monatsarchive: September 2026
Mensch, Kosmos, Zufall: Das Hagener Emil Schumacher Museum zeigt Arbeiten von Benedikt Hipp

Benedikt Hipp, Songs from the Orbs, 2021 – 2025, Keramik, wilder Ton,natürlicher Aschenanflug, Hochtemperatur-Holzbrand, 1300 °C/65 h, Mikrometeorit,Video loop, 80 x 157 x 70 cm, Courtesy: Galerie Kadel Willborn, Düsseldorf,Mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Akademie Villa Massimo, Rom,(Foto: Max Reitmeier © Benedikt Hipp)
Seine Arbeiten sind in Rom, München, Frankfurt zu sehen. Seine Installationen verbinden Malerei, Skulptur und Keramik. Er inszeniert sie in kühl ästhetischen Räumen. 2020/21 erhielt er den Rompreis Villa Massimo. Jetzt sind Bildwelten von Benedikt Hipp in einer Einzelausstellung in Hagen zu erleben.
Der in München geborene Künstler, der im kommenden Jahr 50 Jahre alt wird, hat eigens eine auf das Emil Schumacher Museum als klassisches Ausstellungshaus abgestimmte Inszenierung entwickelt. Bis 17. Januar 2027 zeigt das Museum eine Auswahl aus dem Schaffen Benedikt Hipps, in deren Zentrum die titelgebende Skulptur „Songs from the Orbs“ steht.… Weiterlesen
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Gipfel ohne frische Brise: Essener Philharmoniker eröffnen mit Bruckner ihre Konzertsaison

Bertrand de Billy dirigierte die Essener Philharmoniker in ihrem ersten Sinfoniekonzert der neuen Spielzeit. Foto: Volker Wiciuk/TuP
Gerne streift der Wanderer durch die abwechslungsreiche musikalische Welt des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
Er lässt manch liebliches Tal ohne besondere Rührung hinter sich, bewundert das vielfältige Panorama der vier Brahms-Sinfonien, bevor er sich aufmacht zu den gewaltigen Höhen brucknerscher Kompositionskunst, hinter denen die zerklüfteten, bizarren Formationen des Mahler-Gebirges in den Himmel ragen. Dazwischen so manches Geröll, das meist unbeachtet überquert wird.
Die Essener Philharmoniker haben zum Einstand in ihre Konzertsaison gleich einen der monumentalsten Riesen in der Kette der Bruckner-Gipfel bestiegen: die „Symfonie in D moll, wo die Trompete das Thema beginnt“, wie Bruckner selbst dem Widmungsträger Richard Wagner schrieb, nachdem er infolge ausufernden Genusses von Bier nicht mehr wusste, ob sich Wagner bei einem geselligen Abend für die Zweite oder die Dritte entschieden hatte.… Weiterlesen
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Einreise? Nur ohne Umlaute!
Demnächst steht mal wieder eine kleine Reise nach London an. So weit, so gut und heutzutage gewöhnlich. Doch leider ist das Vereinigte Königreich (United Kingdom – UK) bekanntlich seit Jahren nicht mehr in der EU. Drum benötigt man als Visum eine ETA (Electronic Travel Autorisation), um für eine begrenzte Zeit einreisen zu dürfen. Damit beginnen eventuell ein paar Schwierigkeiten.
Den Bedarf machen sich einige private Anbieter zunutze, die deutlich erhöhte Gebühren verlangen – letztlich mit Billigung der Behörden. Das offizielle Regierungsportal, erkennbar u. a. an der Krone als Emblem, verlangt hingegen „lediglich“ 20 Euro plus Umrechnungs-Gebühren in Pfund. Zum Prozedere sollte man tunlichst die entsprechende App herunterladen und installieren.… Weiterlesen
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Alles so schön chill hier: Die Ruhrtriennale zeigt „Balkan Erotic Epic“ von Marina Abramović in Duisburg

Ein Ritual, um den Regen zu stoppen: Ting Lee in Marina Abramovićs „Balkan Erotic Epic“ (Foto: Marco Anelli/Ruhrtriennale)
Grelle Stichworte kursierten im Vorfeld dieser Performance: von „mannshohen Penissen“ war die Rede und von Frauen, die ihre Vulven gen Himmel recken. Die Aufmerksamkeitsökonomie unserer Zeit — vor allem ihre Algorithmen — belohnt solche Zuspitzungen; sie jagt schnelle, klick- und gesprächsfähige Nachrichten durch alle Datenkanäle. Hinzu kommt der Name einer Künstlerin, die den eigenen Körper seit Jahrzehnten radikal zum Material ihrer Kunst macht.
Wer jedoch die deutsche Erstaufführung von Marina Abramovićs „Balkan Erotic Epic“ bei der Ruhrtriennale besucht, erlebt eine vierstündige, faszinierende Erfahrung von Ritual, Sterblichkeit, Fürsorge und Körperlichkeit. Was als Performance angekündigt ist, fühlt sich in der Kraftzentrale des Landschaftsparks Duisburg-Nord zunächst eher wie eine Ausstellung an.… Weiterlesen
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Präzise Klangbrillanz: Pittsburgh Symphony Orchestra eröffnet Konzertsaison der Philharmonie Essen

Das Pittsburgh Symphony Orchestra in der Essener Philharmonie. Foto: Volker Wiciok/TuP
Pittsburgh ist weltweit als „steel city“ bekannt geworden. Mit Kraftwagen hatte die Stadt in Pennsylvania jedoch nur in der Pionierzeit des Automobilzeitalters zu tun. Den „Autostadt“-Titel trägt Detroit. Und John Adams‘ kurzes Orchesterdelirium „Short Ride in a Fast Machine“ hält eher die angstbesetzte Erfahrung als das prickelnde Vergnügen einer Fahrt mit einem schnellen Sportwagen fest.
Dass das Pittsburgh Symphony Orchestra sein gefeiertes Gastspiel in der Essener Philharmonie mit diesem Stück amerikanischer Gegenwartsmusik eröffnet, hat dennoch seinen Grund: Die Vereinigten Staaten von Amerika feiern in diesem Jahr ihre Gründung vor 250 Jahren, als mit der „Declaration of Independence“ dreizehn Kolonien ihre Unabhängigkeit von Großbritannien erklärten und einen souveränen Staatenbund gründeten. Gleichzeitig gilt das Dokument – was Philharmonie-Intendantin Marie Babette Nierenz in ihrer Begrüßung hervorhob – als entscheidender Meilenstein auf dem Weg zur modernen Demokratie: Ein Bezug, der heute angesichts aktueller Entwicklungen in Europa und USA mehr als historisch relevant ist.… Weiterlesen
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Liebe auf den ersten Ton: Antrittskonzert des neuen Bochumer GMD Aurel Dawidiuk

Antrittskonzert des neuen GMD Aurel Dawidiuk bei den Bochumer Symphonikern. (Foto: Nils Ole Peters)
So viel Adrenalin war selten: Am Ende von Johannes Brahms Erster, als der Beifall im ausverkauften Anneliese Brost Musikforum Ruhr losbricht, löst sich die Spannung. Aurel Dawidiuk, neuer GMD der Bochumer Symphoniker, lächelt beseligt. Da schwingen auch Genugtuung und eine sympathische Portion Stolz mit.
Dazu hat er allen Grund: Sein Antrittskonzert war nicht nur eine Verheißung für Kommendes, sondern vornehmlich eine Erfüllung des Augenblicks. Ein klingendes Zeugnis für die „Liebe auf den ersten Ton“ zwischen den Symphonikern und ihrem neuen Chef, dem mit 25 Jahren jüngsten Bochumer GMD aller Zeiten. „Danach war klar, wir gehen den Weg zusammen. Das war der Wunsch des Orchesters und auch mein Wunsch“, bekräftigt Dawidiuk im Gespräch.… Weiterlesen
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Immer und immer weiter – Peter Handke in Berlin für seine „Kreuz-und-Quer-Gehenden“ umjubelt

Peter Handke (Mi.) mit den Schauspielern Marina Galic und Jens Harzer beim tosenden Schlussapplaus im Berliner Ensemble. (Handy-Foto: Frank Dietschreit)
Knapp zwei Stunden lauscht das Berliner Publikum dem ins Absurde abdriftenden Spiel vom „Lautwerden des einen Kreuz-und-Quer-Gehenden zeit seines jeweiligen Innehaltens“, das Peter Handke selbstironisch als „Schnee von gestern, Schnee von morgen“ bezeichnet.
Was wissen wir schon über uns und die Welt? So fragt der Literaturnobelpreisträger achselzuckend. Sind unsere Erinnerungen nicht trügerisch? Könnte nicht alles auch ganz anders gewesen sein? Und selbstquälerisch: „Wozu bin ich geboren? Wenn ich’s nur wüßte. Zum Rauchfangkehrer? Zum Eintänzer? Zum Blindenführer?“
Der „Alleingeher“ stolpert durch sein großes Werk
Als „Alleingeher“ stapft er seit langem durch die Welt, stolpert jetzt durch sein großes Werk, irrlichtert dem baldigen Ende entgegen und versucht (erfolglos?),… Weiterlesen
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