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documenta 8: Zitate haben Konjunktur
Von Bernd Berke
Vom „Zeitgeist“ über die „Westkunst“ bis „von hier aus“ – an großen Überblicken zu neuesten Kunst-Stimmungen war in den letzten Jahren kein Mangel. Kassels „documenta“, mythenumwobenes Resümee im Fünfjahresabstand, gerät durch solche Trendschauen ins Gedränge. Die „documenta“ hat’s schwer, ihren Platz zwischen Museum und Kunstmarkt zu behaupten oder gar wegweisende Trendmarkierungen zu setzen.
Vollends zur Zwickmühle gerät die Situation, weil die documenta für das abgelegene Kassel ein enormer Wirtschaftsfaktor ist. Dem Ausstellungsetat von rund 7,7 Mio. DM stehen erhoffte Mehreinnahmen von rund 20 Mio. DM in Hotel- und Gaststättengewerbe gegenüber.
Der Erfolgszwang kann auch den künstlerischen Leiter der documenta nicht unberührt lassen. So mußten Manfred Schneckenburger und sein Team eine publikumswirksame Leitlinie finden: Die Rückkehr der Kunst zu gesellschaftlichen und geschichtlichen Bezügen, der Aufbruch in Richtung Öffentlichkeit und Nützlichkeit – unter solchen Markenzeichen soll das Spektakel bis zum 20.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit documenta, documenta 8, Ian Hamilton Finlay, Kassel, Manfred Schneckenburger, Marie-Jo Lafontaine, Thomas Schütte
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documenta 8: Der Hunger nach Bildern scheint vorerst gestillt
Von Bernd Berke
Kassel. Das weltweit diskutierte „Museum der 100 Tage“, die 8. Kasseler documenta, öffnet heute die Pforten. Während die documenta 1977 vornehmlich der Selbstreflexion gewidmet gewesen war und „Kunst über Kunst“ in den Vordergrund gestellt hatte, legte die Weltkunstschau 1982 den Akzent auf expressive Stile (Stichwort „Neue Wilde“) und folgte einem Konzept der „Kunst über Künstler“.
So sieht es jedenfalls der künstlerische Leiter der neuen documenta, Manfred Schneckenburger (48). Mit dem von ihm verantworteten Fünfjahres-Resümee, so Schneckenburger, melden sich die Künstler in der Wirklichkeit zurück. Kein neuer Stil habe sich als Schwerpunkt aufgedrängt, sondern eine neue Haltung: Die Kunst beziehe sich wieder verstärkt auf die „historische und soziale Dimension“. Statt der Nabelschau auf Formstrukturen zu frönen, wage man wieder öfter Metaphern und Bilder, die auf unsere Wirklichkeit verweisen.… Weiterlesen
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„documenta 8″: Zurück zur historischen Bedeuteung – Konzept für die Weltkunstschau im Sommer ‘87 steht
Von Bernd Berke
Kassel. Grob gesagt: In den 70er Jahren hat die Kunst in theorielastigen „Selbstgesprächen“ ihre eigenen Mittel erwogen, in den frühen 80ern drängte sie mal wieder nach unverfälschtem Ausdruck. Und heute? „Die Kunst gewinnt wieder eine neue historische und soziale Dimension“ – mit dieser griffigen Formel versuchte gestern Manfred Schneckenburger, künstlerischer Leiter der „documenta 8″, sein Konzept für die „d 8″ zu umreißen.
Nicht Wahrnehmung und/oder deren Kritik, sondern Erinnerung stehe auf der Tagesordnung. Die „wilden“ Zeiten, so könnte man folgern, sind also vorbei; gefragt sind wieder Künstler, die sich in irgendeiner Form mit Gesellschaft und Geschichte auseinandersetzen.
Vom 12. Juni bis zum 20.September 1987 soll die Kunstwelt wieder nach Kassel blicken, um womöglich die neuesten Stimmungen im Westen zu orten.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit documenta 8, Kassel, Konzept, Manfred Schneckenburger
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