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Schlagwort-Archive: Ramona Zaharia
Befreiung von unten: Ilaria Lanzino deutet an der Rheinoper Verdis „Nabucco“ als abgründiges politisches Drama

Chor und Extrachor der Deutschen Oper am Rhein spielen in „Nabucco“ eine prominente Rolle. (Foto: Sandra Then)
„Nabucco“ ist eine von Verdis politischen Opern. Völker liegen miteinander im Streit, machtbewusste Führerfiguren treffen aufeinander. Die Liebesgeschichte rückt an den Rand, wird vor allem wegen ihrer gesellschaftlichen Konsequenzen bedeutsam. Religion wird politisch instrumentalisiert, Politik sakralisiert.
Kein Wunder, dass diese Oper 1842 eine ungeheure Wirkung hatte. Auch ohne ihre spätere Rückprojektion ins „Risorgimento“ ist deutlich, dass Verdi und sein Librettist Temistocle Solera den Nerv der Zeit trafen. Bei der Frage, wie die politische Brisanz des „Nabucco“ jenseits pompöser Arena-Umzüge vergegenwärtigt werden könnte, fallen vielen Regisseuren die Kriegsbilder von heute ein, nicht selten entstanden im Nahostkonflikt, der seit Jahrzehnten eine Quelle ständigen Leids im antiken Land der Hebräer ist.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Oper & Ballett
Verschlagwortet mit Alexey Zelenkov, Carola Volles, Deutsche Oper am Rhein, Dorota Caro Karolczak, Duisburg, Duisburger Philharmoniker, Düsseldorf, Eduardo Aladren, Elisabedth Freyhoff, Giuseppe Verdi, Ilaria Lanzino, Jean Fabian, Katharina Müllner, Lina Emilie Göke, Livia Matys, Nabucco, Patrick Francis Chestnut, Ramona Zaharia, Riccardo Romeo, Shavleg Armasi, Svetlana Kasyan, Thomas Dick, Valentin Ruckebier
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Guy Joosten verschenkt Verdis „Don Carlo“ an der Düsseldorfer Rheinoper

Kampf der Mächte: König Philipp (Adrian Sampetrean, rechts) legt sich mit dem Großinquisitor (Sami Luttinen) an. Foto: Hans Jörg Michel
Die Oper in Bonn erschließt mit „Jérusalem“ neue Verdi-Dimensionen. Frankfurt erarbeitet mit „Stiffelio“ einen ungewöhnlichen, spannenden Stoff aus entlegenen Regionen der Verdi-Rezeption und holt mit „Oberto“ dessen erste Oper ins Licht einer validen musikalischen Wiedergabe. In Düsseldorf, an der Deutschen Oper am Rhein, die vor Generationen für avancierte Spielpläne bekannt war, bleibt Intendant Christoph Meyer seiner Linie treu. Mit „Don Carlo“ füttert man das übliche Vierzig-Werke-Repertoire auf. Statt perspektivischer Blicke ein Rückzug aufs massen- und kassenkompatible Allerwelts-Einerlei.
Und genau dazu passend kommt die Inszenierung von Guy Joosten daher. Die Bühne von Alfons Flores mag in ihrer goldenen Geometrie – wozu eigentlich?… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Oper & Ballett
Verschlagwortet mit Adrian Sampetrean, Alfons Flores, Andriy Yurkevych, Deutsche Oper am Rhein, Don Carlo, Don Carlos, Düsseldorf, Gianluca Terranova, Giuseppe Verdi, Guy Joosten, Laimonas Pautienius, Olesya Golovneva, Ramona Zaharia
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