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„Mein Sach aufs Komponieren gestellt“: Festival erinnert an den Musiker E.T.A. Hoffmann

Der hoffmanneske Riesenzylinder - hier das Denkmal für den Dichter und Komponisten in Bamberg - kehr auch in den Kostümen von Jula Reindell wieder. Foto: Werner Häußner

Das Denkmal für den Dichter und Komponisten E.T.A. Hoffmann in Bamberg. (Foto: Werner Häußner)

Man könnte es sich so leicht machen mit einem Festival wie dem in Knechtsteden, dem traditionsreichen Kloster bei Dormagen: Auf die Wirkung des romanischen Raums der ehemaligen Prämonstratenserkirche vertrauend, ließe sich das Publikum mit Populärem locken. Ein Bach hier, ein Händel da – und fertig wäre das Programm.

Festivalleiter Michael Rathmann hat da anderes im Sinn: In diesem Jahr widmete sich das seit 1992 bestehende Festival „Alte Musik Knechtsteden“ dem kompositorischen Erbe Ernst Theodor Amadeus Hoffmanns. Das 1776 geborene Multitalent, heute fast nur noch als Schriftsteller bekannt, hat ein respektables musikalisches Œuvre hinterlassen. Eine Sinfonie, ein Harfenquintett, ein Klaviertrio, mehrere Klaviersonaten, Opern und kleinere Gesangsstücke – insgesamt rund 80 nachweisbare Werke.… Weiterlesen

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Hossa und der tiefere Sinn – Das Buch „Schlager, die wir nie vergessen“ deutet populäres Sangesgut

Von Bernd Berke

Peter Kraus zählte zu den zaghaften Vorboten sexueller Freizügigkeit. Freddy Quinn („Junge, komm bald wieder“) formulierte, wie später nur noch Heintje („Mama“), in wenigen Zeilen die geballten Müttersorgen der Nation. Drafi Deutscher („Marmor, Stein und Eisen bricht“) stand – im Vorfeld des rebellischen Jahres 1968 – für wachsende Aufruhrstimmung. Daß sich aus prägnanten Liedern Zeitgeist pur destillieren läßt, erfährt man in dem neuen Buch „Schlager, die wir nie vergessen“. Keine Schande, wenn man beim Lesen mitsummt.

Nicht weniger als 34 Autoren, darunter Koryphäen wie Eckhard Henscheid, Robert Gernhardt und Brigitte Kronauer, machen sich – in zumeist erhellenden Kurzbeiträgen – über 57 Interpreten und deren markanteste Titel her. Die tönende Chronik der Republik beginnt mit Rudi Schurickes Schmachtfetzen „Capri-Fischer“ (Version von 1946) und reicht bis zu den Gruppen „Ideal“ und „Trio“ (ihr Singsang „Da da da“ wird als Ausdruck unbekümmerter Postmoderne gedeutet) sowie Herbert Grönemeyers „Männer“-Song von 1984.… Weiterlesen

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