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Schlagwort-Archive: Kleidung
Rätsel des Alltags: „Verschwundene“ Kindersachen
Wer mit Kindern lebt, muss sich auf allerlei Abschiede und Verluste gefasst machen.
Nein, ich spreche mal nicht vom – im Nachhinein betrachtet – rasend raschen Vergehen dieser oder jener Lebensphase und den zugehörigen, liebgewordenen oder auch enervierenden Gewohnheiten bzw. Ritualen; auch nicht von den entscheidenden biographischen Wendungen, sondern ganz profan: von relativ nebensächlichen, letztlich geringfügigen Dingen, die man in der Summe dennoch vermisst. Jedenfalls für eine gewisse Zeit.
Mütze, Schal und vieles mehr
So sind in letzter Zeit einige Sachen rätselhaft spurlos verschwunden. Alle chronologisch sortierten Rekonstruktionsversuche, Recherchen und Nachfragen haben nicht gefruchtet. Beispiel: Die Mütze und der Schal, die beim spätherbstlichen Wochenende auf einem Ponyhof abhanden gekommen sind, waren partout nicht mehr aufzufinden.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Alltag, Gesellschaft & Soziales, Kinderzeiten, Krimi & Kriminalität
Verschlagwortet mit Diebstahl, Kinder, Klamotten, Kleidung, Verschwinden
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Frühlingserwachen im Ruhrgebiet – sofort ausziehen und genießen!
Das Wetter treibt zu Kleidungsübertreibungen. Der Mensch, der hiesige, liebt die Sonne und er tut schnell so, als sei das Wetter mit 23 Grad und klarem Himmel dasjenige, das hier im Laufe des Jahres überwiegt. Er denkt ans Grillen und er kauft Pflanzen. Eigentlich kennt er die Wahrheit, aber er setzt sich darüber hinweg.
Er kleidet sich, als sei er im Pauschalurlaub, er beackert seinen Garten mit größter Hingabe und er kauft Grillfleisch, als habe er die gesamte Bevölkerung zu versorgen. Sie trägt bauchfrei, er die offenen Latschen und die Leinenhose aus Kreta.
Kaum lacht die Sonne über Wanne-Eickel, ziehen sie sich aus und zeigen sich auf der Straße, flanieren, als seien sie in Rio de Janeiro. … Weiterlesen
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Absurditäten des Alltags: Alpträume in Rosé
Was geschieht eigentlich mit Frauen in der Nacht? Während es bei Männern die Legende des Werwolfs gibt und damit das Bild des haarigen, hungrigen, gewalttätigen Biestes (was natürlich auf der Klischeepunkteskala auch nicht besser wegkommt), scheinen sich Frauen des Nach
ts in pinkfarbene Gefälligkeitskindchen zu verwandeln.
Das ist zumindest der Eindruck, der sich mir aufgedrängt hat, als ich jüngst nach einem Nachthemd oder irgendeiner für die Nacht geeigneten Bekleidung suchte: Pink, hellrosa oder babyblau waren die scheußlichen, dominierenden Farben der Textilien, auf denen sich außerdem wahlweise „süße“ Comictierchen (Bären, Hunde, Katzen) oder kecke Sprüche räkelten. Das tut mir nicht nur in den Augen weh. Das greift tatsächlich auch mein Selbstbild als Frau an.
Unterstellt die Nachtwäsche produzierende Industrie in Verkennung der eigentlichen Realität nur, was Frau sich wünscht?… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Alltag, Gesellschaft & Soziales, Stilfragen
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Hochzeitskultur im deutsch-türkischen Vergleich – die Dortmunder Ausstellung „Evet – Ja, ich will!“
Dortmund. Alte Erfahrung derer, die im größeren Rahmen geheiratet haben: Als Braut oder Bräutigam bekommt man vor lauter Stress von Einzelheiten des Festes wenig mit. Wie passend also, dass einen nun die Dortmunder Hochzeits-Schau „Evet – Ja, ich will!” glücklich verwirrt.
Im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) geht’s nämlich abwechselnd munter vorwärts und rückwärts in der historischen Zeit, außerdem hin und her zwischen der Türkei und Deutschland, zwischen Stadt und Land. Oft darf man rätseln, von wo und wann einzelne Exponate stammen.
Kleider, Kleider und nochmals Kleider
Da heißt es eben: ausgiebig die Beschriftungen lesen oder sich mit dem Katalog ausrüsten. Alles ist zweisprachig (deutsch/türkisch) in dieser Ausstellung, die einen Dialog zwischen den Kulturen stiften soll. Und was würde sich dafür besser eignen als jener Tag, den man wohl nie vergisst: die Heirat?… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Alltag, Design, Gesellschaft & Soziales, Liebesleben
Verschlagwortet mit deutsch-türkisch, Hochzeit, Kleidung, Mode, Türkei
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Bunter war die Mode nie – Dortmunder Ausstellung „Künstler ziehen an“: Avantgarde-Kleidung 1910-1939
Von Bernd Berke
Dortmund. Der Hemdkragen aus blitzendem Aluminium, die Weste papageienhaft bunt, der Anzug mit allerlei farbenfrohen Mustern und lustigen Stoff-Ansteckern. Wäre es nach den Avantgarde-Künstlern gegangen, würden besonders die „Herren der Schöpfung“ nicht so gezwungen grau in grau herumlaufen, wie sie’s meistens tun. Die Dortmunder Ausstellung „Künstler ziehen an“ zeigt Schöpfungen am Schnittpunkt zwischen Alltagsmode und Hochkultur, entstanden zwischen 1910 und 1939.
Metropolen unter sich: Ursprünglich sollte die Schau in der Welt-Modehauptstadt Paris gezeigt werden. Der Plan scheiterte auf höchster politischer Ebene (beim Treffen Kohl / Chirac) an Etat-Fragen. Dann war das New Yorker Metropolitan Museum im Gespräch, konnte aber erst fürs Jahr 2001 zusagen. Wer zu spät kommt, den bestraft das Ausstellungswesen…
In Dortmund griff man jedenfalls sofort beherzt zu – und erhielt jetzt gar eine auf rund 300 Exponate erweiterte Fassung.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Gesellschaft & Soziales, Kunst & Museen, Luxus & Moden, Stilfragen, Technik
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